Aktuelle Meldungen zum Coronavirus:Bundesweite Inzidenz steigt leicht

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RKI: Inzidenz leicht gestiegen

Das Robert-Koch-Institut meldet 3088 neue Positiv-Tests. Das sind 66 mehr als am Montag vor einer Woche, als 3022 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,7 von 64,2 am Vortag. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 93 793. (04.10.2021)

Die meisten Tage im Lockdown: Melbourne an der Spitze

Trauriger Rekord: Insgesamt 246 Tage hat die Stadt Melbourne seit Beginn der Corona-Pandemie im Lockdown-Modus verbracht, wie der australische Rundfunksender ABC berichtet. Damit löse die Stadt an der Südostküste Australiens den bisherigen Rekordhalter Buenos Aires ab. Der Bundesstaat Victoria befindet sich seit fast zwei Monaten zum insgesamt sechsten Mal in einem strikten Lockdown, der noch mehrere Wochen andauern soll. Immerhin dürfen sich die Einwohner seit der vergangenen Woche 15 statt wie bisher zehn Kilometer von ihrem Wohnort wegbewegen, mehrere kontaktfreie Sportarten im Freien sind zudem wieder erlaubt.

Australien hatte lange eine Null-Covid-Strategie verfolgt - mit der Ausbreitung der aggressiven Delta-Variante setzt das Land mittlerweile vor allem darauf, eine möglichst hohe Impfquote zu erreichen. (04.10.2021)

Air New Zealand lässt von Februar an auf Langstreckenflügen nur noch Geimpfte an Bord

Die neuseeländische Fluglinie Air New Zealand wird ab dem 1. Februar 2022 nur noch vollständig geimpfte Passagiere auf ihren internationalen Strecken befördern. "Das ist die neue Realität internationaler Reisen. Viele Länder lassen Ungeimpfte ohnehin nicht einreisen", schreibt Air-New-Zealand-Chef Greg Foran in einer Mitteilung. Neuseeland möchte seine seit März 2020 geschlossenen Grenzen Anfang des kommenden Jahres wieder öffnen.

Weitere US-Airlines haben ihre Mitarbeiter verpflichtet, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Am Wochenende bestimmten dies American Airlines, Alaska Airlines und Jet Blue. Ein Grund für diese Entscheidung ist staatlicher Druck: US-Präsident Joe Biden verfügte, dass ab 8. Dezember nur noch Unternehmen mit geimpften Mitarbeitern staatliche Aufträge bekommen können. Mehrere Fluggesellschaften gehen davon aus, dass sie unter diese Regel fallen. United Airlines hatte schon zuvor Corona-Impfungen für alle Mitarbeiter vorgeschrieben.

In Deutschland hingegen hat Lufthansa-Vorstand Detlef Kayser in der Bild am Sonntag erneut für eine Impflicht für das eigene Flugpersonal plädiert. "Als weltweit operierende Airline befürworten wir eine verpflichtende Impfung für unsere Crews und brauchen darüber hinaus eine Möglichkeit zur Erfassung der Impfdaten", so Kayser. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, weshalb der Arbeitgeber seine Beschäftigten nicht dazu zwingen kann. (03.10.2021)

Impfschutz in Israel soll nur noch für sechs Monate anerkannt werden

Während die dritte Spritze in Deutschland bislang nur für Menschen mit einem besonders hohen Risiko für einen schweren Verlauf vorgesehen ist, schlägt Israel einen anderen Kurs ein. Aufgrund hoher Infektionszahlen fordert die Regierung alle Bürger auf, sich erneut impfen zu lassen. Wer sich weigert, dem drohen Restriktionen - allerdings nicht ganz so schnell, wie zunächst angekündigt. Von Sonntag an sollte der sogenannte Grüne Pass, der den Zugang zum öffentlichen Leben erleichtert, nur noch bis zu sechs Monate nach der zweiten Impfung gelten. Nach diesem Zeitraum ist eine dritte Spritze als Auffrischung notwendig. Wegen technischer Probleme bei der Erneuerung des Grünen Passes teilte das Gesundheitsministerium allerdings am Sonntag mit, die Gültigkeit des alten Passes werde doch noch um einige Tage verlängert. Auch wer positiv auf Corona getestet wurde, muss spätestens sechs Monate danach noch eine Impfung erhalten. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums könnten von der neuen Regelung mehr als eine Million Menschen betroffen sein. (03.10.2021)

Deutsche Unternehmen sparen 28 Milliarden Euro durch den Wegfall von Dienstreisen

Die Unternehmen in Deutschland haben wegen des Wegfalls von Dienstreisen während der Corona-Pandemie Milliardensummen gespart. Das ist das Ergebnis einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, über die die Rheinische Post zuerst berichtet hat.

Im Jahr 2020 seien demnach 17,2 Milliarden Euro eingespart worden, im Jahr 2021 bisher etwa 11,3 Milliarden Euro. In dieser Rechnung sind die Einsparungen durch weggefallene Reisekosten bereits mit den Kosten verrechnet, die aus dem Verzicht von Dienstreisen resultieren, etwa der Aufbau von digitaler Konferenz-Software.

"Die meisten Unternehmen führen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich weniger Dienstreisen durch als vorher. Stattdessen finden viele Meetings virtuell statt", heißt es in der Studie, in die 17 verschiedene Umfragen eingeflossen sind. Durchgeführt hat sie der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) zwischen September 2020 und August 2021 bei repräsentativ ausgewählten Unternehmen.

Die Autorinnen und Autoren der Studie rechnen damit, dass auch künftig viele Meetings durch virtuelle Konferenzen ersetzt werden und die Unternehmen dadurch Geld sparen. Das Vorkrisenniveau bei den Dienstreisen werde wohl nicht mehr erreicht. (01.10.2021)

Rumänien und Litauen werden Hochrisikogebiete

Mit Rumänien und Litauen stuft die Bundesregierung zwei weitere EU-Länder von Sonntag an als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und von dort einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher ist Slowenien der einzige Mitgliedsstaat der Europäischen Union, der vollständig als Hochrisikogebiet eingestuft ist.

Weltweit stehen etwa 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste. Neben Rumänien und Litauen kommen am Sonntag auch Belarus und El Salvador in Lateinamerika hinzu. Gestrichen wird lediglich das afrikanische Mosambik. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage. (01.10.2021)

Australier dürfen von November an wieder ins Ausland reisen

Australien wird im November erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder seine Grenzen öffnen. Vollständig geimpfte Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz dürfen dann wieder ins Ausland reisen. Bei ihrer Rückkehr müssen sie sieben Tage in häusliche Quarantäne - statt wie bisher 14 Tage in Isolation in einer teuren Einrichtung. Das kündigte Premierminister Scott Morrison am Freitag an. Grund für die von vielen lang ersehnte Lockerung sei, dass dann in den meisten Regionen des Landes eine Impfquote von mehr als 80 Prozent erreicht sei. Für Nichtgeimpfte gelten die bisherigen Quarantäneregeln. "Es ist Zeit, den Australiern ihre Leben wiederzugeben", sagte der konservative Politiker.

Die Behörden hatten vor eineinhalb Jahren die Grenzen des Landes komplett geschlossen und Australien weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet. Sie verfolgten eine "Null-Covid-Strategie", was bis zur Ausbreitung der Delta-Variante auch gut funktioniert hat. Lange genossen die Bürger viele Freiheiten, die in anderen Staaten undenkbar schienen. Die Kehrseite: Viele im Ausland lebende Australier konnten seit Pandemiebeginn nicht mehr in die Heimat reisen und Verwandte und Freunde besuchen, weil die Kosten für Flüge und Quarantäne extrem hoch und die Genehmigungen schwer zu bekommen waren. Umgekehrt saßen die rund 25 Millionen Einwohner Australiens weitgehend im Land fest, ohne die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten.

Die Regierung in Canberra arbeite zudem an der Möglichkeit von quarantänefreien Reisekorridoren mit verschiedenen Ländern, hieß es weiter. Mit dem Nachbarland Neuseeland gab es ab April bereits eine solche Regelung. Die sogenannte "Trans-Tasman bubble" wurde aber im Juli wieder gestoppt, nachdem Australien steigende Fallzahlen gemeldet hatte. Wann Touristen aus aller Welt wieder auf den fünften Kontinent reisen können, ist derweil noch unklar. (01.10.2021)

RKI erwartet Corona-Anstieg für Herbst und Winter

In der Corona-Pandemie erwartet das Robert-Koch-Institut (RKI) für Herbst und Winter wieder einen Anstieg der Infektionszahlen. Das schreibt das Institut in seinem Wochenbericht. Als Gründe werden insbesondere eine "noch immer große Zahl" ungeimpfter Menschen und die Zunahme von Kontakten in Innenräumen angeführt.

Zuvor hatte die EU-Gesundheitsbehörde ECDC angesichts von teils nicht ausreichenden Impfquoten vor einer verschlechterten Corona-Lage in Europa in diesem Herbst gewarnt. Seit mehreren Wochen haben sich die Ansteckungen hierzulande wieder rückläufig entwickelt. Das erklärten Fachleuten unter anderem mit dem Rückgang des Reisens nach den Sommerferien. Das RKI weist im Bericht außerdem darauf hin, dass die erreichte Impfquote, das vielerorts noch recht milde Wetter und die noch geltenden Maßnahmen in vielen Bereichen eine Rolle spielen könnten.

Auch Virologe Christian Drosten hält die derzeitige Beruhigung der bundesweiten Corona-Infektionszahlen für ein vorübergehendes Phänomen. Es sei schon zu sehen, dass in ostdeutschen Bundesländern die Inzidenz offenbar unabhängig vom Ferienende wieder Fahrt aufnehme. "Ich denke, da deutet sich jetzt die Herbst- und Winterwelle an, die wir im Oktober wohl wieder sehen werden", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité in der neuen Folge des Podcasts "Coronavirus-Update" von NDR-Info.

Der vorherige Anstieg der Inzidenz sei insbesondere auf das Testen an Schulen nach Ende der Sommerferien und auf eingeschleppte Fälle zurückzuführen gewesen - und war nach Drostens Einschätzung noch nicht unbedingt der Beginn der Winterwelle. (01.10.2021)

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