Hauptsache regieren, egal mit wem: Da ist die FDP-Bundestagskandidatin und Starnberger Kreisvorsitzende Britta Hundesrügge aus Gauting ganz eindeutig. Ob Jamaika- oder Ampel-Koalition, darauf käme es ihr nicht so sehr an, "Hauptsache am Regierungstisch". Denn: "Von der Reservebank aus kann man keine Tore schießen." Dass die FDP noch einmal Koalitionsverhandlungen platzen lässt, kann Hundesrügge sich diesmal nicht vorstellen.
Der Wunsch von Christiane Kern wird sich nicht erfüllen. Die SPD-Kreisvorsitzende hätte gerne eine Rot-Grün-Koalition gehabt. Mit der Union möchte sie nicht wieder zusammengehen. Dann halt SPD, Grüne und FDP, meint sie. Dafür brauche es aber "wahnsinnig viel Verhandlungsgeschick". Ihre Forderung: "Die sollen sich am Riemen reißen und sich schnell einigen."

Bundestagswahl im Landkreis Starnberg:CSU verliert Punkte, verteidigt aber das Mandat
Die Christsozialen kommen knapp über die 30-Prozent-Marke, die Grünen überflügeln die SPD. Michael Kießling kann sein Direktmandat verteidigen - und noch eine Kandidatin könnte für den Wahlkreis in den Bundestag einziehen.
Der Kreisvorsitzende der Grünen, Reinhard von Wittken, sieht keinen Weg, wie die kommende Regierung an einer neuen Umweltpolitik vorbeikommen wird. "Wir tun alles, um das Klimathema in die nächste Regierung zu bringen."
Die CSU-Kreisvorsitzende Stefanie von Winning aus Tutzing hält dagegen, dass es nun die Aufgabe der Union sei, bei allem notwendigen Klimaschutz zu verhindern, dass Arbeitsplätze verloren gingen. Sie stelle sich auf zähe Koalitionsverhandlungen ein, sagt sie. "Ich hoffe, dass wir dieses Jahr überhaupt noch eine Regierung zustande kriegen".