Bundestagswahl im Landkreis Starnberg:"Hauptsache am Regierungstisch"

Starnberg: Auszählung Briefwahl - Schlossberghalle

Die Auszählung der Stimmen - hier in Starnberg - hat mehrere mögliche Koalitionen ergeben. Wer wird die Bundesregierung stellen?

(Foto: Nila Thiel)

FDP-Kandidatin Britta Hundesrügge kann sich nicht vorstellen, dass ihr Partei die Koalitionsverhandlungen noch einmal platzen lässt. So bewerten die Kreisvorsitzenden die Lage.

Hauptsache regieren, egal mit wem: Da ist die FDP-Bundestagskandidatin und Starnberger Kreisvorsitzende Britta Hundesrügge aus Gauting ganz eindeutig. Ob Jamaika- oder Ampel-Koalition, darauf käme es ihr nicht so sehr an, "Hauptsache am Regierungstisch". Denn: "Von der Reservebank aus kann man keine Tore schießen." Dass die FDP noch einmal Koalitionsverhandlungen platzen lässt, kann Hundesrügge sich diesmal nicht vorstellen.

Der Wunsch von Christiane Kern wird sich nicht erfüllen. Die SPD-Kreisvorsitzende hätte gerne eine Rot-Grün-Koalition gehabt. Mit der Union möchte sie nicht wieder zusammengehen. Dann halt SPD, Grüne und FDP, meint sie. Dafür brauche es aber "wahnsinnig viel Verhandlungsgeschick". Ihre Forderung: "Die sollen sich am Riemen reißen und sich schnell einigen."

Der Kreisvorsitzende der Grünen, Reinhard von Wittken, sieht keinen Weg, wie die kommende Regierung an einer neuen Umweltpolitik vorbeikommen wird. "Wir tun alles, um das Klimathema in die nächste Regierung zu bringen."

Die CSU-Kreisvorsitzende Stefanie von Winning aus Tutzing hält dagegen, dass es nun die Aufgabe der Union sei, bei allem notwendigen Klimaschutz zu verhindern, dass Arbeitsplätze verloren gingen. Sie stelle sich auf zähe Koalitionsverhandlungen ein, sagt sie. "Ich hoffe, dass wir dieses Jahr überhaupt noch eine Regierung zustande kriegen".

© SZ vom 27.09.2021 / jesc, rzl
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