Münchner Verkehrsverbund:MVV-Gebiet reicht bald bis Rosenheim, Bad Tölz und Miesbach

Auch Regionalzüge fahren je nach Route künftig im größeren MVV-Gebiet. (Foto: Robert Haas)

Die Stadt München hat die Erweiterung des MVV-Netzes befürwortet: Von Dezember an brauchen Nutzer nur noch ein Ticket, die Fahrpläne werden aufeinander abgestimmt - und für manche Fahrgäste wird es sogar billiger.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist der Münchner Verkehrsverbund in seinen Grenzen unverändert - doch nun steht die erste Erweiterung des MVV an: "Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember werden die Stadt Rosenheim, der Landkreis Rosenheim, der südliche Teil des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen und der Landkreis Miesbach neu dazukommen", sagte eine Sprecherin des MVV. Unmittelbar zuvor hatte, nach zahlreichen anderen Instanzen, auch der Wirtschaftsausschuss der Stadt München dem Vorhaben zugestimmt.

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Damit wird das MVV-Netz zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahr 1971 erweitert. Für den Kunden bedeutet das quasi ein Nahverkehrssystem aus einer Hand, besonders bei der Nutzung verschiedener Verkehrsmittel. Denn unabhängig davon, ob ein Fahrgast Bus, Tram, U-Bahn, S-Bahn oder Regionalzüge - oder eine Kombination daraus - nutzt, benötigt er nur einen einzigen Fahrschein.

Das Gebiet soll im nächsten Jahr weiter wachsen

Die Fahrpläne werden im Verbundgebiet aufeinander abgestimmt, und häufig wird es für die Kunden sogar günstiger.

Nach dem ersten Schritt im Dezember sollen voraussichtlich 2024 auch die Landkreise Landsberg am Lech, Mühldorf und Weilheim-Schongau hinzukommen. In einer dritten Stufe könnten die Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Landshut sowie die Stadt Landshut aufgenommen werden - hier sind aber noch keine entsprechenden Beschlüsse gefasst.

Aktuell sind nach Angaben der Stadt München der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt mit jeweils 35,71 Prozent am Münchner Verkehrs- und Tarifverbund beteiligt. Weitere Gesellschafter sind die Landkreise München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg zu jeweils 3,57 Prozent.

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