Ferienverkehr:Die Reise-Lust kehrt zurück

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Ferienverkehr: Am Münchner Flughafen ist schon wieder einiges los. Bereits am ersten Ferienwochenende waren täglich 90 000 bis 100 000 Fluggäste unterwegs.

Am Münchner Flughafen ist schon wieder einiges los. Bereits am ersten Ferienwochenende waren täglich 90 000 bis 100 000 Fluggäste unterwegs.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Der ADAC rechnet mit Staus, die Bahn setzt Sonderzüge ein, und der Flughafen freut sich über stark steigende Passagierzahlen. Das ist während der Osterferien in München los.

Von Stefanie Fischhaber

Zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie gibt es wieder annähernd normale Ferien: Die Corona-Regeln sind bis auf einige wenige Maßnahmen entfallen. Das wirkt sich auch auf den Reiseverkehr aus. Trotz der weiterhin hohen Infektionszahlen ist von Reiseangst keine Spur zu sehen.

Dass das Aprilwetter am ersten Osterferien-Wochenende ein bisschen verrückt spielte, schien den Reiseverkehr nicht zu beeinflussen: Auf den bayerischen Autobahnen beobachtete der ADAC viel Verkehr. Vor allem in Richtung Süden machten sich viele Urlauber auf den Weg. Voll auf den Straßen könnte es laut ADAC-Sprecher Rudolf Vogler noch einmal am Gründonnerstag werden: Wie die Erfahrung aus vergangenen Jahren zeigt, zählt der Automobil-Club zum Auftakt des langen Osterwochenendes traditionell die meisten Staus.

Im Vergleich zu 2020 erwartet der ADAC in diesem Jahr eine deutliche Steigerung des Verkehrsaufkommens. Daran werden wohl auch die derzeit hohen Spritpreise nicht viel ändern. "Ich glaube, dass viele die hohen Spritpreise in Kauf nehmen", sagt der ADAC-Sprecher. Auf den üblichen Strecken müssen Reisende an den Stoßtagen Gründonnerstag und Ostermontag also wieder vermehrt mit Staus rechnen. Verzögerungen sollten vor allem auf der A9 Nürnberg-München, A99 Ostumfahrung München, sowie A8 München-Salzburg und A93 Inntaldreieck-Kufstein eingeplant werden.

Vor Wartezeiten warnt der ADAC auch bei der Rückreise nach Deutschland: Wegen Grenzkontrollen kann sich die Heimfahrt verzögern. Allerdings sei hier die Rede von 15 bis 30 Minuten statt wie in Vorjahren von mehreren Stunden, sagt Vogler. Das große Verkehrschaos bleibt damit wohl aus.

Der Münchner Flughafen erholt sich vom Tief der beiden vergangenen Jahre

Die Deutsche Bahn will Chaos und Wartezeiten verhindern. Deshalb setzt der Konzern über Ostern deutschlandweit 50 Sonderzüge ein, die stark nachgefragte Verbindungen, etwa zwischen München und Berlin, entlasten sollen. Besonders im Fernverkehr prognostiziert das Unternehmen deutlich höhere Passagierzahlen als im Vorjahr. "Wir erwarten zu Ostern das erste normale Feiertagswochenende", teilte eine Bahn-Sprecherin mit. Die meisten Fahrgäste in den Zügen werden rund um das Osterwochenende erwartet.

Der Bahnverkehr innerhalb Münchens könnte sich hingegen in den kommenden Tagen entspannen, weil viele Schüler und Pendler nicht unterwegs sein dürften. Die Bahn testet deshalb, das Mitführen von Fahrrädern in den Münchner S-Bahnen ganztägig zu erlauben.

Auch der Münchner Flughafen erholt sich wieder vom Tief der beiden vergangenen Jahre. Einer ersten Bilanz zufolge zeigte sich in den ersten Monaten des Jahres ein starker Aufwärtstrend, der zu Ostern seinen vorzeitigen Höhepunkt erreicht: Bereits am ersten Ferienwochenende waren täglich 90 000 bis 100 000 Fluggäste unterwegs. Die Flughafenbetreiber gehen davon aus, dass die 100 000-Marke zum Ende der Ferien sogar überschritten werden könnte. Im Vergleich zum Vorjahr sind bereits jetzt mehr als dreimal so viele Passagiere unterwegs.

Auf die Fluggäste dürfte dass allerdings keine großen Auswirkungen haben: Mit dem vorhandenen Personal sei die derzeitige Auslastung am Flughafen ohne Probleme zu bewältigen, erklärt ein Sprecher. Im Vergleich zu 2019 ist die Situation entspannt: Die Auslastung entspricht gerade einmal 70 Prozent des Niveaus über Ostern im Vor-Corona-Jahr 2019. Wartezeiten und Verzögerungen können aber nicht ganz ausgeschlossen werden. Wie der Sprecher erklärt, sollten Fluggäste wegen der Corona-Regeln in den Flugzeugen und Zielländern mehr Zeit einplanen.

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