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Englischer Garten und Nymphenburg:Polizei vertreibt Hunderte Personen von Eisflächen

Englischer Garten: Menschen wandern über den zugefrorenen Großhesseloher See in München.

Schon am Freitag traf man auf dem Kleinhesseloher See Schlittschuhfahrer, spielende Kinder, Fahrradfahrer und Eishockeyspieler an.

(Foto: Mia Kamleitner)

Am Kleinhesseloher See und am Nymphenburger Schlosskanal müssen die Beamten einschreiten, weil sich etliche nicht an die Verbote halten. Einige spielen trotz Corona-Auflagen in Gruppen Eishockey.

Von Martin Moser

Das Winterwetter hat am Samstag erneut hunderte Personen auf Eisflächen in der Stadt gelockt - trotz Verbots oder mangelnder Tragfähigkeit. Im Englischen Garten meldeten gegen Mittag mehrere Passanten der Polizei, dass sich Personen auf dem zugefrorenen Kleinhesseloher See befinden, obwohl Schilder darauf hinweisen, dass das Betreten verboten ist.

Die Beamten fanden gut 250 Personen vor, die zu Fuß oder mit Schlittschuhen auf der Eisfläche unterwegs waren. Zudem spielten laut Polizeibericht drei Gruppen mit bis zu acht Personen Eishockey. Mit Lautsprecherdurchsagen forderten die Beamte die Leute schließlich auf, das Eis zu verlassen. Die Eishockeyspieler wurden angezeigt, weil sie entgegen der Corona-Bestimmungen einen Mannschaftssport betrieben.

Ebenso mussten die Beamten am Nymphenburger Schlosskanal einschreiten. Mehrere Personen spazierten dort auf der Eisfläche herum. Diese ist jedoch erst ab einer Dicke von zehn Zentimetern tragfähig - was noch nicht der Fall war. Bis zum Abend forderte die Polizei nach eigenen Angaben etwa 300 Personen auf, die Eisfläche zu verlassen. Erst am vergangenen Sonntag wurde der Nymphenburger Schlosskanal gesperrt, nachdem ein Erwachsener und ein Kind dort eingebrochen waren.

Die Münchner Feuerwehr warnte vor der Gefahr, in teilweise zugefrorene Gewässer einzubrechen, wenn die Eisfläche noch nicht ausreichend tragfähig ist. Im kalten Wasser könnte sich ein Mensch in der Regel nur gut drei Minuten über Wasser halten.

© SZ.de/kbl
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