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Neue Corona-Strategie:Erst testen, dann studieren

Die Hochschulen verfolgen unterschiedliche Teststrategien. Die Kunstakademie etwa setzt auf Schnelltests.

(Foto: Yoav Kedem)

Die TU und die Kunsthochschulen sind Vorreiter einer neuen Teststrategie. Wie Münchens Hochschulen Präsenz wieder ermöglichen wollen.

Von Sabine Buchwald

An der TU München werden Studierende von sofort an auf das Coronavirus getestet. Überall dort, wo etwa Laborpraktika, praktische Übungen oder andere Lehrveranstaltungen eine Anwesenheit am Campus erforderlich machen, sollen nun regelmäßige Tests für mehr Sicherheit sorgen. Zudem würden an den Standorten in der Innenstadt und in Garching kostenlose Schnelltests angeboten, erfuhren die Studierenden am Mittwoch aus einer E-Mail des Universitätspräsidiums. Die zwei Testzentren seien durch einen externen Anbieter in den StudiTUM-Gebäuden an der Gabelsbergerstraße 43 in der Maxvorstadt sowie an der Lichtenbergstraße 3 in Garching eingerichtet.

Damit ist die TUM zusammen mit den Kunsthochschulen in München Vorreiter der neuen Teststrategie, die Wissenschaftsminister Bernd Sibler ausgerufen hat. 15 Millionen Euro sollen ab sofort aus dem Corona-Hilfsfonds für Selbsttests an die bayerischen Hochschulen fließen - allerdings explizit für Selbsttests, begleitend und freiwillig. Damit sollen Ausbildungsangebote, die nicht digital durchgeführt werden können, aufrecht erhalten werden, heißt es aus dem Ministerium. Die Tests sollen den Hochschulen "zeitnah" zur Verfügung gestellt werden. Wie sie allerdings zu den Studierenden kommen, bleibt unklar. Die Hochschulen müssten sich selbst überlegen, wie sie die Ausgaben oder gegebenenfalls das Testen organisierten, erklärte eine Sprecherin auf Nachfrage.

An der LMU will man diese Selbsttests für die derzeit möglichen Präsenzveranstaltungen anbieten, wie etwa Praktika in naturwissenschaftlichen oder medizinischen Fächern, musikpraktische Übungen oder Prüfungen. Sie sollen den Studierenden an den entsprechenden Fakultäten und Einrichtungen ausgehändigt werden.

An der Hochschule München werden im Augenblick nur Mitarbeiter und Dozenten mit Tests versorgt. Für Studierende gebe es keine Teststrategie, erklärte Präsident Martin Leitner. Man plane, die Prüfungen erneut digital abzunehmen. Zu unwägbar seien Tests und Impfungen.

Die Kunsthochschulen haben bereits gute Erfahrungen mit Tests gemacht. An der Musikhochschule werden etwa Chorsänger seit dem 12. April getestet, an der Akademie seit dem 19. April. Dort wird jeden Vormittag das Foyer im alten Gebäude zur temporären Teststation. In Werkstätten und Unterrichtsräume darf nur, wer ein zertifiziertes negatives Testergebnis vorweisen kann. Ein Apotheker bietet von 10 bis 14 Uhr sogenannte Bürgertests an.

Solche stehen allen Münchnern von Montag, 3. Mai, in einem weiteren kommunalen Testzentrum auf der Theresienwiese zur Verfügung. Dort kann man einen kostenlosen Schnelltest machen, Anmeldung: www.corona-testung.de. Im Zelt nebenan werden weiterhin kostenlose PCR-Tests durchgeführt.

© SZ vom 29.04.2021/van
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