Nahverkehr:Busse fahren in den kommenden Wochen seltener

Nahverkehr: Im Landkreis München fehlen Busfahrer. Daher muss der Fahrplan auf mehreren Linien ausgedünnt werden.

Im Landkreis München fehlen Busfahrer. Daher muss der Fahrplan auf mehreren Linien ausgedünnt werden.

(Foto: Claus Schunk)

Weil Fahrer fehlen, wird der Takt auf mehreren Linien im Landkreis München ausgedünnt. Mehrere Verbindungen gibt es nur noch alle 40 statt 20 Minuten.

Von Martin Mühlfenzl, Landkreis München

Im Landkreis München erlebt der Bus als wichtige Säule im öffentlichen Personennahverkehr und auch als Treiber bei der Energiewende so viel Wertschätzung wie noch nie. Das unterstreichen immer weitere Angebote wie etwa die Ausweitung beim On-Demand-Service Flexbus auf den gesamten Landkreis in den kommenden Jahren sowie der verstärkte Einsatz klimafreundlicher Antriebstechnologien wie Wasserstoff oder Strom. Dennoch müssen seit Monaten immer wieder Fahrpläne auf einigen Regionalbus-Linien ausgedünnt werden, weil der anhaltende Fachkräftemangel auch auf den ÖPNV massive Auswirkungen hat.

Auf absehbare Zeit wird sich daran auch nichts ändern. Auch deshalb hat der Kreistag des Landkreises München unlängst entschieden, im Zuge der Ausweitung des Flexbusses, der bisher nur im südöstlichen Landkreis in einem mehrjährigen Pilotprojekt unterwegs ist, alle liniengebundenen Regionalbusse auf den Prüfstand zu stellen. Leerfahrten soll es nicht mehr geben. Freilich ist der Fachkräftemangel kein Problem, das sich auf den Landkreis München beschränkt: Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, in dem die Betriebe des öffentlichen Personennah- und des Güterverkehrs organisiert sind, beziffert die Zahl der benötigten Fachkräfte in der Branche, die bis zum Jahr 2030 benötigt werden, auf etwa 110 000.

Pendlerinnen und Pendler müssen sich in den kommenden Wochen und Monaten auf mehreren Linien auf Einschränkungen des Fahrbetriebs einstellen. Auf der Linie 217 von Neuperlach-Süd nach Unterhaching gilt bis auf Weiteres von Montag bis Freitag ein 20-/40-Minuten-Takt, der durchgängige 20-Minuten-Takt wird also aufgehoben. Ausgedünnt wird der Takt auf der Linie 233 von der Studentenstadt nach Unterföhring, diese fährt montags bis freitags nur noch alle 20 statt wie bisher alle zehn Minuten. Eingeschränkt wird auch das Angebot beim Ismaninger Ortsbus 236, auf dieser Linie gilt zwischen der Haltestelle Carl-Zeiss-Ring und der Endhaltestelle Waldorfschule ein 20- beziehungsweise 40-Minuten-Takt.

In Grasbrunn fährt der Bus am Samstag nur noch einmal die Stunde

In den Schulferien von 25. Dezember bis einschließlich 7. Januar wird die Linie 240 von Harthausen über Grasbrunn bis zur Haltestelle Bahnhofstraße in Neukerferloh unter der Woche nur noch im 20-/40-Minuten-Takt bedient, am Samstag fährt der Bus nur noch alle 60 Minuten. Ebenfalls in den Schulferien von Montag bis Freitag wird das Angebot auf der Linie 243 von Haar nach Neukeferloh reduziert, diese fährt dann nur noch alle 20 Minuten. Auf beiden Linien gilt nach Ende der Ferien wieder der Regelbetrieb.

Im Würmtal gibt es Änderungen beim 259er-Bus von Pasing über Gräfelfing nach Martinsried: Von Montag bis Freitag verkehrt dieser im 20-/40-Minuten-Takt. Der 265er von Pasing-Bahnhof nach Planegg wird im Abschnitt von Pasing nach Steinkirchen an den Werktagen auf einen 40-Minuten-Takt reduziert.

In einer früheren Fassung hieß es in der Unterzeile fälschlich, die Busse führen alle 40 statt 60 Minuten, tatsächlich fahren sie alle 40 statt 20 Minuten.

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