bedeckt München

Traditionelle Wirtshäuser:Idylle im Bierdorf

100000 Liter Bier ordert der Betriebsleiter des Bräustüberls in Aying, Alex Moosbauer, jedes Jahr: Helles, Dunkles, Pils, Weißbier und Märzen.

(Foto: Claus Schunk)

In den Gaststätten der Ayinger Brauerei-Dynastie Inselkammer kann man vor historischer Kulisse zünftig einkehren und edel speisen. Das Bräustüberl zieht Ausflügler wie Einheimische an, das Restaurant "August und Maria" war schon Schauplatz von Staatsbesuchen.

Von Michael Morosow

Das Schönste an München ist die Straße nach Aying", lautete ein provokanter Werbespruch für die Brauerei Aying aus den frühen Sechzigerjahren, gedruckt auf Bierdeckel und Flaschen, mit einem stilisierten Logo als Hintergrund, auf dem sich ein schmaler Weg einen Hügel hinaufschlängelt und sich oben zwischen Kirche, Bauernhaus und einem Glas Bier verliert. Die Werbebotschaft: Wanderer, am Ziel erwarten dich Erquickung und Labung. Lange Zeit konnten die Ausflügler mit verbundenen Augen diesem Ziel entgegenstreben. Sie mussten nur dem Duft von Malz und Hopfen folgen, der aus der alten Brauerei mitten im Zentrum des Bierdorfes drang. Im Jahr 1999 dann ließ der damalige Bräu Franz Inselkammer senior für 16 Millionen Mark eine moderne Brauanlage am östlichen Ortsrand hinstellen. Die Postkartenidylle des Ortszentrums ist geblieben. Der alte Bräu nennt das Gebäudeensemble stolz "Gesamtkunstwerk Aying". Es ist ein Mehrgenerationenwerk des Inselkammer-Imperiums.

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