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Impressionen:Schwan fährt im Streifenwagen mit

Das orientierungslose Tier war auf der stark befahrenen Else-Rosenfeld-Straße unterwegs. Polizisten bringen den Schwan zurück in den Ostpark.

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Schwan fährt Streifenwagen

Quelle: SZ

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20. Oktober, Else-Rosenfeld-Straße

Ungewöhnliche Festnahme: In Berg am Laim hat die Polizei einen Schwan aufgegriffen und in den Streifenwagen verfrachtet. Besorgte Bürger hatten die Beamten verständigt, weil das orientierungslose Tier auf der stark befahrenen Else-Rosenfeld-Straße unterwegs war, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Eine Streife rückte daraufhin aus und brachte das Tier nach einer kurzen Fahrt im Polizeiauto in den Ostpark, wo es wieder in die Freiheit entlassen wurde.

München:  Impressionen Auer Dult

Quelle: Johannes Simon

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23. Oktober, Au

Mit 120 000 Besuchern in neun Tagen war die Kirchweihdult in der Au ein großer Erfolg. Dieses Resümee ziehen der Veranstalter, das städtische Referat für Arbeit und Wirtschaft, die Marktkaufleute und Schausteller. "Insgesamt haben dieses Jahr 290 000 Gäste die drei Auer Dulten besucht", sagt Josef Schmid, Zweiter Bürgermeister und Wirtschaftsreferent der Stadt. Die Zahl zeige die Attraktivität der Veranstaltung, mit der laut letzter Besucherbefragung alle Generationen zufrieden seien, erklärte er. Die kommende Dultsaison startet übrigens am 29. April. Bis dahin müssen Putzmittel, Einlegesocken, Schafsmilchseife, Salben und Gesundheitstinkturen sowie Tees, Gewürze und Räucherstäbchen, die es auf der Dult so gibt, reichen.

Melanie Staudinger

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Quelle: SZ

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21. Oktober, Theresienwiese

Fast wieder vergessen ist das Oktoberfest, mancher in der Stadt hat den Zapfenstreich auf der Theresienwiese vor gut zwei Wochen dankbar zur Kenntnis genommen. Selbst der mächtige Löwe scheint sichtlich ermattet auf seiner Säule zu hocken und hofft angesichts des kalten Windes auf eine warme Stube. Noch immer sind die Arbeiter damit beschäftigt, die Bierzelt-Stadt abzubauen. Und bis die letzte Wand gefallen ist, bleibt der direkte Weg auf die Schwanthalerhöhe auch noch allen verwehrt.

orang utang baby hellabrunn tierpark münchen nachwuchs

Quelle: Susanne Bihler

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19. Oktober, Tierpark Hellabrunn

Anfang des Monats brachte die Orang-Utan-Dame Matra einen gesunden Jungen zur Welt. Der ist damit das siebte Mitglied der Gruppe in Hellabrunn. Matra wurde nun bereits zum fünften Mal Mutter, Vater Bruno hat schon mehr als 30 Nachfahren gezeugt. Dem Tierpark zufolge haben sich die Bewohner des Orang-Utan-Geheges schon bestens mit der neuen Situation angefreundet.

Einen Namen hat der kleine Orang-Utan übrigens noch nicht. "Im Moment suchen wir noch einen Paten", sagt eine Sprecherin des Tierparks. Der dürfe dann auch frei über den Namen bestimmen. Naja, fast frei: Etwas mit Q muss es sein, denn in Hellabrunn kriegen alle Neugeborenen eines Jahres Namen mit demselben Anfangsbuchstaben.

Umstellen des Bahnwagons Bahnwärter Thiel

Quelle: Matthias Döring

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17. Oktober, Filmhochschule

Einen über Baumwipfeln schwebenden Zugwaggon konnten Passanten und die Besucher der Alten Pinakothek am Montag beobachten. "Bahnwärter Thiel", so wird der Waggon aus den Fünfzigerjahren genannt, zog um, vom Bernd-Eichinger-Platz vor der Filmhochschule zum Viehhof, wo das Kulturhaus Bahnwärter Thiel in den kommenden Monaten wieder gastiert. Kräne und Schwerlasttransporter waren eingesetzt. Daniel Hahn, Chef des jungen Kulturhaus-Teams, schaute nach fünf Stunden laufend auf die Uhr und geriet mehr und mehr ins Schwitzen: "Die Kräne werden nach Stunden abgerechnet." Diesmal werde der Umzug noch teurer als beim letzten Mal im Frühjahr, der Transport der Schienen verzögere sich. Dieser Tag sei für ihn der stressige Höhepunkt der Saison.

Bis der Bahnwärter Thiel wieder auf seinen Schienen stand, waren mehr als sechs Stunden vergangen. Daniel Hahn hofft auf einen festen Platz für seine Veranstaltungen in der Stadt. Die Verwaltung im Rathaus ist ihm wohlgesonnen, doch auch für Veranstalter, die mit Zugwaggon und Zirkuszelten auskommen, sind die Möglichkeiten rar in der Stadt. Für Bahnwärter Thiel bedeutet dies: Den Sommer verbringt die Crew vor der Filmhochschule, im Winter wird das Viehhofgelände bespielt.

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Quelle: Stephan Rumpf

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16. Oktober, Mittlerer Ring

"Vorne steht nichts Extremes", sagt der junge Familienvater mit dem giftgrünen Retro-Rennrad. Zur Sicherheit lugt er noch mal an die Startlinie. Nein, da sei wirklich niemand, der so aussehe, also wolle er die elfeinhalb Kilometer jetzt so schnell wie möglich "runterreißen". Der Familienvater gibt Entwarnung.

Gemütlich soll es zugehen, das mahnen die Veranstalter am Sonntagmittag vor dem Startschuss immer wieder an. Die Fahrt über den Mittleren Ring sei eine Spazierfahrt und kein Wettrennen, erklärt Wigand von Sassen, der Projektleiter der Radlhauptstadt München. Er muss das sagen, denn die Ansammlung von Fahrradfreunden, die sich am Neuhofener Berg, dem Startpunkt, eingefunden hat, ist durchaus beträchtlich. Die Organisatoren werden am Ende von 15.000 Teilnehmern sprechen. Für sie sperrt die Polizei zwei Stunden lang Teile des Mittleren Rings. Zum ersten Mal dürfen Fahrradfahrer durch den Luise-Kieselbach-Tunnel fahren. Eine Attraktion, die eine Heerschar an Münchner Radlern am Sonntagnachmittag auf die Stadtautobahn treibt. Wigand von Sassen ist begeistert: "Das zeigt, wie sehr der Radlverkehr in München durch die Decke geht."

Sogar OB Dieter Reiter lässt sich zum Start kurz blicken. Er trägt ein blaues Sakko mit beigen Ellenbogenpolstern und bedauert, dass er von Amtswegen keine Zeit mehr zum Fahrradfahren hat. Das "bisserl Anarchie", den Autofahrern für ein paar Stunden den Mittleren Ring wegzunehmen, bereitet dem Rathauschef dagegen erkennbares Vergnügen. "Das gönn ich euch", sagt Reiter.

Christian Gschwendtner

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Quelle: Stephan Rumpf

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16. Oktober, Olympiapark

Zu Beginn bewegt sich alles noch ein wenig asynchron, als Fitnesscoach Klaus Reithmeier auf dem Coubertinplatz in Lederhosen zu sportlichen Koordinationsübungen auffordert. Mit Scherensprüngen sollen die Sportler ihre Füße seitlich auseinanderbewegen, dann wieder zusammen. Dazu sollen die Arme von vorne nach hinten kreisen - dass das einwandfrei klappt, kann man wohl an einem Sonntagmorgen um 10 Uhr nicht erwarten. Doch im Laufe des Tages entwickelte sich am Sonntag ein reges Treiben im Olympiapark, wo die Stadt zum ersten Mal ein Outdoorsport-Festival veranstaltete.

Ob Slacklining, Bouldern oder Stand-Up-Paddling - an Trendsportarten mangelte es dabei nicht. Aber auch eher klassische Disziplinen wie Skispringen, Kanufahren oder Bogenschießen wurden angeboten. Insgesamt konnten die 50.000 Besucher rund 50 Sportarten ausprobieren, die allesamt eher der Peripherie abseits des Volkssports Fußball zuzurechnen sind.

Christian Gschwendtner

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Quelle: Stephan Rumpf

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15. Oktober, Deutsches Museum

Wo er auftaucht, kreischen sie. Alle wollen ein Foto mit ihm, manche fassen ihn an. Christian Peschke lächelt in die Handykameras, er ist die Aufregung inzwischen gewohnt. Er ist auch gewohnt, dass die Leute gar nicht ihn, sondern das Auto fotografieren wollen, in dem er sitzt und dessen Flügeltüren er gerade so lässig geöffnet hat. Jetzt sieht es aus, als wolle das Auto abheben. "Ein junger Typ, vielleicht 25, hat geheult, als er zu mir ins Auto stieg", sagt Peschke. "Es war sein großer Traum, einmal mit einem Delorean zu fahren." Der Delorean also ist der Star. Jenes Auto, das in den Filmen "Zurück in die Zukunft" als Zeitmaschine diente. Peschke und sein Wunderauto gehören zum "Rollenden Museum" bei der "Langen Nacht der Museen", das heißt, sie und rund 80 andere Oldtimer befördern während des Abends die Besucher zwischen dem Verkehrszentrum auf der Schwanthalerhöhe und dem Deutschen Museum hin und her.

Man kann also während der "Langen Nacht der Museen" viel lernen und erleben, ohne ein einziges Museum zu betreten, indem man einfach den ganzen Abend im Oldtimer-Shuttle mitfährt.

Christiane Lutz

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Quelle: Stephan Rumpf

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In diesem Jahr gab es wieder dichtes Programm, mehr als 90 Museen und Galerien waren geöffnet, rund 22.000 Menschen waren unterwegs. Der Veranstalter Münchner Kultur GmbH wollte die Besucher in die neue Siemens-Zentrale am Wittelsbacherplatz locken, zu kunstvollen Lichtprojektionen an der Eisbachwelle und in den Schwabinger Norden, wo in einer Tiefgarage die Ausstellung "Coral North" junger Künstler zu sehen war.

Der engagierte Besucher markiert zwar schon vorab alle interessanten Orte im Stadtplan und erstellt einen Zeitplan. Aber dann steht er eineinhalb Stunden vor der Pinakothek in der Schlange und der ganze schöne Plan ist dahin. Auch der Transfer von A nach B wird im allgemeinen als lästig empfunden. Die Fahrten mit den Oldtimer bilden da eine Ausnahme.

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Quelle: Stephan Rumpf

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14. Oktober, Münchner Friedensengel

Mit einer Lichterkette aus über tausend Kerzen zwischen den Generalkonsulaten Russlands und den USA haben am Freitagabend Hunderte Münchner für einen Waffenstillstand in Syrien protestiert. Vor allem gehe es darum, ein Zeichen der Solidarität für die eingeschlossenen und vom Tod bedrohten Menschen in Aleppo zu setzen, erklärten die Veranstalter. Angesichts des Krieges dürfe die Weltgemeinschaft nicht länger wegschauen, so die Kritik. Die eineinhalb Kilometer lange Kette vom Europaplatz über die Prinzregenten- bis zur Königinstraße war dann auch fast geschlossen.

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Quelle: Stephan Rumpf

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"Ihr Menschen von Aleppo, wir denken an Euch". Spontan, innerhalb von nur einer Woche hat ein Team aus 10 Privatpersonen die Lichterkette organisiert. Über 800 Menschen hatten das Russische und das Amerikanische Generalkonsulat miteinander verbunden.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Am Ende haben die Organisatoren Mohammad Kahlawi und Daniel Überall den Konsulaten eine Aufforderung zur Waffenruhe und zur Aufnahme von Friedensgesprächen übergeben. Der Syrer Mohammad Kahlawi ist überwältig von der Solidarität der Münchner Bürger. "Wir wünschen uns, dass dieses Mitgefühl anhält und dass unsere Landsleute in Syrien bald in Freiheit und Frieden leben. Die Freiheit ist eine Krone auf dem Kopf der Freien, die nur von Unfreien gesehen wird."

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Quelle: Claus Schunk

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9. Oktober, München Marathon

Wenn sich die Masse in Bewegung setzt, verschwimmt das Bild kurz vor der Linse: Mehr als 20 000 Läufer sind beim München Marathon gestartet - davon mehr als 6000 über die volle Marathondistanz von 42,195 Kilometern.

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Quelle: Claus Schunk

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Sieger bei den Männern wurde Oliver Herrmann, der in München geboren ist und inzwischen in Singapur lebt. Nach 2:27:10 Stunden kam er ins Ziel, und hatte damit einen hauchdünnen Vorsprung vor dem Kenianer Charles Korir.

Bei den Frauen siegte die Französin Lafita Schuster in einer Zeit von 2:56:08 Stunden.

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Quelle: Claus Schunk

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Zehntausende Zuschauer verfolgten nach Angaben von Organisationschef Gernot Weigl das Rennen. Es gab ja nicht nur sportlich etwas zu sehen, sondern im weitesten Sinne auch modisch.

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Quelle: Claus Schunk

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Ob dieser Läufer noch oder schon wieder im Wiesn-Outfit unterwegs war? Ausdauer hat er in jedem Fall.

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Quelle: Claus Schunk

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Die Medaille orientiert sich übrigens auch stark an der Wiesnoptik.

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Quelle: Claus Schunk

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Diese Herrschaften haben die Seiten gewechselt und schauen zu. Dem Schild zufolge haben sie beim Laufen nicht nur etwas für ihre eigene Sportlichkeit unternommen, sondern dabei auch noch Spenden gesammelt für Menschen mit Down-Syndrom.

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Quelle: Claus Schunk

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Start war der Olympiapark, durch die Münchner Innenstadt - hier laufen die Teilnehmer gerade die Leopoldstraße entlang - ging es ins Ziel im Olympiastadion.

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Quelle: SZ

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6. Oktober, Tierpark Hellabrunn

Der Name ist ein wenig verwirrend. Quinoa heißt die vor fünf Tagen in Hellabrunn geborene Yak-Kuh, die am Donnerstag bereits im Gehege der sieben Hausyaks erste Erkundungen anstellte. Quinoa, nach dem Gewächs aus den Anden. Dabei kommen Hausyaks aus dem Himalaja. Der Zoo vergibt aber in diesem Jahr nur Q-Namen. Und wer das jetzt für Quatsch hält, dem sei gesagt: So kann der Besucher das Alter der Tiere berechnen, nur durch den Namen. Quinoas Mutter, hier rechts im Bild, heißt übrigens Korea.

183. Münchner Oktoberfest - Hofbräuzelt

Quelle: dpa

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3. Oktober, Theresienwiese

95 Tonnen Müll haben die Besucher des Oktoberfests auf der Theresienwiese hinterlassen. Im vergangenen Jahr waren es noch 120 Tonnen. Der Abbau der Wiesn hat bereits begonnen. Bis zum 4. November muss alles vom Festgelände verschwunden sein. Das gilt nicht nur für den Müll, sondern auch für Fahrgeschäfte, Buden und Bierzelte.

München: Enthüllung MONOPTEROS / Englischer Garten

Quelle: Johannes Simon

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29. September, Englischer Garten

Nun leuchtet er also wieder, der lange Zeit verblasste Farbenglanz des Monopteros im Englischen Garten. Rund eineinhalb Jahre dauerte die Renovierung des Rundtempels. Während dieser Zeit ähnelte das eingerüstete und gesicherte klassizistische Bauwerk Leo von Klenzes einer monumentalen Getränkedose.

München: Enthüllung MONOPTEROS / Englischer Garten

Quelle: Johannes Simon

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Für 830 000 Euro wurde vor allem der Dachbereich mit der Dekorationsmalerei erneuert. Wind und Wetter hatten dort starke Schäden angerichtet. Die zehn Säulen des Rundbaus erhielten einen speziellen Graffitischutz.

München: Enthüllung MONOPTEROS / Englischer Garten

Quelle: Johannes Simon

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Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) ließ es sich am Donnerstag nicht nehmen, mit der Vergoldung des letzten Buchstabens der Inschrift an der Ehrenstele für Kurfürst Karl Theodor, den Gründer des Englischen Gartens, die Arbeiten offiziell abzuschließen.

Neuer Rasen für die Allianz Arena

Quelle: dpa

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29. September, Fröttmaning:

Neu ist auch der Rasen in der Münchner Fußball-Arena. Zwei Tage lang wurde das frische Grün verlegt, und am Freitag sollen die Linien gezogen werden, wie ein Sprecher sagte. Die erste Partie auf dem neuen Naturrasen findet dann bereits am Samstag statt, wenn der FC Bayern den 1. FC Köln empfängt.

Neuer Rasen für die Allianz Arena

Quelle: Matthias Balk/dpa

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Der alte Untergrund hatte wegen seiner schlechten Qualität zuletzt immer wieder für Kritik gesorgt. Der Hybridrasen, eine Mischung aus Natur- und Kunstfasern, war durch einen Pilzbefall und das nasse Wetter zu Schaden gekommen.

183. Münchner Oktoberfest

Quelle: dpa

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28. September, Theresienwiese:

Ein Sonnenuntergang wie dieser macht den Besuch des Oktoberfests zu einem besonders beeindruckenden Erlebnis: Flammend rot präsentiert sich der Himmel über dem Riesenrad - dessen 35000 Glühbirnen in dem Moment plötzlich eher mickrig wirken.

© SZ.de/dü/dpa/infu/sim
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