Renaturierung:Warum ein Bach in München nicht sprudeln darf

Lesezeit: 5 min

Renaturierung: Viel Gestrüpp, aber kein Bach: Heinz Unruh bemüht sich seit mehr als 20 Jahren darum, dass an der Hachinger-Bach-Straße auch wieder das gleichnamige Gewässer fließt.

Viel Gestrüpp, aber kein Bach: Heinz Unruh bemüht sich seit mehr als 20 Jahren darum, dass an der Hachinger-Bach-Straße auch wieder das gleichnamige Gewässer fließt.

(Foto: Robert Haas)

Seit Jahrzehnten fließt der Hachinger Bach durch ein unterirdisches Rohr. Genauso lange wollen die Bewohner das Gewässer an die Oberfläche holen. Doch die Pläne wurden immer wieder durchkreuzt - zum Beispiel von der Deutschen Bahn.

Von Lea Kramer

Aus dem Jahr 1984 stammt das erste Schreiben, das Heinz Unruh in seinem privaten Archiv abgeheftet hat. Beim Bau seines Hauses hat der Berg am Laimer zum ersten Mal von einem Bach in seinem Viertel gehört. "Die Bauaufsicht hat mich darauf hingewiesen, ich soll wegen der Hochwassergefahr einen wasserdichten Keller bauen", sagt er. Dass es in seiner Nachbarschaft überhaupt ein Gewässer gibt, wusste er damals noch nicht. Auch nicht, wie lange ihn dieser Hachinger Bach beschäftigen würde.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
SZ-Magazin
Liebe und Partnerschaft
Und was, wenn nur einer ein Kind will?
Wolf Biermann
"Das sind Dummheiten aus Klugscheißer-Motiven"
SZ-Magazin
Patti Smith im Interview
"Ich gehe mit den Verstorbenen, die ich liebe, durchs Leben"
boecker
Leben und Gesellschaft
»Frauen geben sich oft selbst die Schuld«
Politische Gefangene Maria Kolesnikowa in Belarus
"Dieser ständige Druck wirkt sich auf die Gesundheit aus"
Zur SZ-Startseite