Migranten:Einbürgerung öffnet die Tür zur Gesellschaft

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Migranten: Man braucht das Gefühl, das Wissen, das Erleben und die Erfahrung, willkommen zu sein - eine Frau aus Schwarzafrika beim großen Moment.

Man braucht das Gefühl, das Wissen, das Erleben und die Erfahrung, willkommen zu sein - eine Frau aus Schwarzafrika beim großen Moment.

(Foto: Peer Grimm/dpa)

Der leichtere Zugang zum deutschen Pass schafft innere Sicherheit. Er gleicht nicht Integrationsdefizite aus; er hilft aber, diese Defizite zu überwinden.

Kolumne von Heribert Prantl

Die CDU/CSU handelt wider ihre bessere Erkenntnis. Sie weiß es besser, als sie es sagt; der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz weiß es auch, weil es sogar sein Vor-Vor-Vorgänger, der CDU-Chef Helmut Kohl, schon gewusst hat. Die Union handelt aber nicht danach: Kein Staat kann es "auf Dauer hinnehmen, dass ein zahlenmäßig bedeutender Teil der Bevölkerung über Generationen hin außerhalb der Gesellschaft bleibt". Es ist dies nicht ein Satz aus der Abschlusserklärung einer Konferenz der Ausländer- und Integrationsbeauftragten; es ist dies auch nicht das Fazit eines Migrationsforscher-Kongresses. Es ist dies eine Erkenntnis, die schon die schwarz-gelbe Regierung Helmut Kohls verkündet hat; sie findet sich in der Antwort des Kabinetts Kohl III auf eine Große Anfrage der SPD aus dem Jahr 1988.

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