Fernsehen und StreamingDas sind die Serien des Monats

Helen Mirren hat als "Catherine the Great" trotz Intrigen am Hof noch Zeit für jede Menge Liebhaber. Und "Modern Love" überzeugt da, wo die Liebe nicht kitschig, sondern mühsam daherkommt.

Aus der SZ-Redaktion

Departure (UniversalTV)

Was passiert: Mitten über dem Nordatlantik verschwindet ein Passagierflugzeug, Flug 716 von New York nach London, 256 Menschen an Bord. Untersucht werden soll der rätselhafte Fall von der Luftfahrtexpertin Kendra Malley (Archie Panjabi). Was klingt wie der Ausgangspunkt für einen Mystery-Plot nach dem Vorbild von Lost, wird in der kanadisch-britischen Miniserie aber unerwartet faktenbasiert verhandelt. Erzählt wird die Jagd nach den Ursachen des Absturzes als klassischer Krimi: mit einem Ermittlerteam, das zahlreichen Spuren folgt und Motiven nachspürt, das im Fachjargon spricht und unermüdlich an Satellitendaten herumrechnet.

Heimlicher Held: Claire Forlani als aalglatte MI5-Agentin, die sich bald mit politischer Agenda in die Untersuchungen einmischt - und mithilfe deren Figur die Serie unterschwellig von einem Europa erzählt, in dem der Brexit scheinbar längst vollzogen ist.

Nicht geeignet für: Menschen, die an Krimis vor allem den psychologischen Zugriff auf die Charaktere schätzen - Ängste, Abgründe, Beziehungen. Und Menschen mit Flugangst natürlich.

Lesen Sie hier die ausführliche Kritik von Annett Scheffel.

Bild: Universal TV 29. Oktober 2019, 20:122019-10-29 20:12:19 © SZ.de/tmh