Putins Krieg:Vielleicht siegt die Vernunft auch nicht

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Putins Krieg: Einst zitierte Putin vor dem Bundestag aus Kants Schrift "Zum Ewigen Frieden". Mittlerweile hat er es aber mehr mit anderen Despoten wie dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un.

Einst zitierte Putin vor dem Bundestag aus Kants Schrift "Zum Ewigen Frieden". Mittlerweile hat er es aber mehr mit anderen Despoten wie dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un.

(Foto: Alexey Nikolsky/AFP)

Der Krieg in der Ukraine entlarvt einen entscheidenden Selbstbetrug des Westens seit der Aufklärung: Die Welt entwickelt sich nicht notwendigerweise hin zu einer besseren. Warum darin auch eine Chance liegen könnte.

Gastbeitrag von Michael Hampe

Die Ukrainerinnen und Ukrainer, so wird gegenwärtig behauptet, verteidigen nicht nur ihr Land. Sie setzten vielmehr ihr Leben für "die Freiheit des Westens" im Kampf gegen Gewaltherrschaft aufs Spiel, für das Recht internationaler Gesetze gegen das vermeintliche Recht des Stärkeren. Für die (noch) bestehende internationale Ordnung, die sich die Weltgemeinschaft mit der Unterzeichnung der UN-Charta im Juni 1945 gegeben hat, und gegen die Unterjochung unter Lebensregeln, über die nicht mehr diskutiert werden darf. Auf den Schlachtfeldern der Ukraine, so heißt es (im Westen wie in Russland), spiegele sich ein globaler Konflikt.

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