:»Die größte Weisheit besteht darin, sich der eigenen Unwissenheit bewusst zu sein«
Alltagsstress und turbulente Weltlage – wie kann man da innerlich im Gleichgewicht bleiben? Der Bestsellerautor Ken Mogi findet die Anleitung dafür bei den antiken Stoikern, den Samurai und bei Taylor Swift.
Literatur
:Die den Deutschen einen neuen Feminismus brachte
Der Hörsaal war ihre Bühne: Die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken hat nicht nur über Mode geschrieben, sondern ihren Studentinnen vor allem gezeigt, dass Theorie immer auch Leben ist. Nun hat sie sich von der Universität verabschiedet.
Zeitgemäß und zeitlos
:Tagung über das „gute Leben“
In der Akademie für Politische Bildung in Tutzing geht vom 27. bis 29. Juli um philosophische Perspektiven auf Glück, Sinn und Moralität.
Social Media
:Bären, die auf Berge starren
Bilder von Bären in Denkerpose begeistern derzeit in den sozialen Medien. Projiziert der Mensch hier seine Gedanken auf ein Raubtier – oder geht in den pelzigen Köpfen mehr vor, als manche meinen?
Kardinal Marx
:,,Sie wollen den Menschen optimieren wie eine Datenbasis. Was für ein Wahnsinn!“
Trump inszeniert sich als Messias, Transhumanisten wollen den fehlerbehafteten Menschen abschaffen, die AfD boomt. Welche historischen Parallelen Münchens Erzbischof Reinhard Kardinal Marx in Alarm versetzen.
Dem Geheimnis auf der Spur
:Der verschwundene Autor
Anhänger der skurrilen ’Pataphysik feiern den Schriftsteller Julien Torma. Er hinterließ zahlreiche Werke, aber auch die Frage: Gab es ihn wirklich?
Philosophie
:Und jetzt weitermachen in seinem Sinn
In der Frankfurter Paulskirche nehmen Wegbegleiter, Intellektuelle und Politiker Abschied von Jürgen Habermas. Keine Soldaten, keine Geistlichen, dafür viele gute Reden.
Philosophie
:„Es musste etwas besser werden …“
Wie hat Jürgen Habermas die Bundesrepublik und ihre Debatten geprägt? Die Rede des Historikers Norbert Frei bei der Gedenkstunde für den im März verstorbenen Philosophen in der Frankfurter Paulskirche.
Jürgen Habermas
:„Gelegentlich konnte er auch danebenliegen“
Die Sozialphilosophen Rainer Forst und Axel Honneth waren Schüler von Jürgen Habermas, der an diesem Freitag in der Frankfurter Paulskirche verabschiedet wird. Ein Gespräch über die kleinen Spleens und das große intellektuelle Erbe ihres Lehrers.
Phil.Cologne
:Wenn Tech-Bros theologisch werden
Zwei Abende auf der Phil.Cologne gehen potenziell gefährlichen Gedankengebäuden auf den Grund – der Ideologie Chinas unter Xi Jinping und der Ideologie des Silicon Valley unter Peter Thiel.
Fotografie
:Bildermachen als Notwehr
Fotopioniere wider Willen: Neue Bücher beleuchten das Werk von August Kotzsch und Fred Stein, die jeweils ganz andere Pläne für ihr Leben hatten.
Inspirierende Bücher
:Was wir von Katzen und Schafen lernen können
Es müssen nicht immer ernste Ratgeber oder Romane sein – manchmal sind es verschmitzte Bücher über Tiere, die Menschen inspirieren. Sechs unterhaltsame Neuerscheinungen mit Lerneffekt.
Radio-Essay
:Der Dichter, von dem er träumt
Kulturradio, das höchsten Ansprüchen genügt: Frank Hertwecks Hörfunk-Essay über Paul Celans existenzielle Ambition, die beste Konkretion für Martin Heideggers Denken zu sein.
Nobelpreisträger an der LMU
:Leben, was ist das eigentlich?
Eine einfache Antwort kann der Biologe Sir Paul Nurse an der Münchner LMU nicht liefern. Unterhaltsam ist das Gespräch mit dem britischen Nobelpreisträger dennoch.
Notizen aus meinem Leben
:Akkordeon-Amore
Unsere Kolumnistin spielte schon das Instrument des Jahres 2026, als Mädchen noch Röcke tragen mussten und Musiklehrer das „Horst-Wessel-Lied“ üben ließen: Folge sechs von „Heidenreichs Fundstücken“.
ExklusivArchitektur
:Die deutsche Villa Massimo
Was wird aus dem Haus, das Jürgen Habermas länger als ein halbes Jahrhundert am Starnberger See bewohnt hat? Abriss? Museum? Pilgerstätte? Eine Idee ist besonders überzeugend.
Notizen aus meinem Leben
:Dafür habt ihr Geld
Rätselhafte Botschaften im öffentlichen Raum regen zum Nachdenken an: Wer liebt mich – und wie gut kennt mich eigentlich Jesus? Folge fünf von „Heidenreichs Fundstücken“.
Alexander Kluge
:Am Ende spielt Helge Schneider Saxofon
Alexander Kluge ist in Berlin, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, beerdigt worden – bei Hegel, Brecht und schräg gegenüber von seiner Schwester Alexandra.
Notizen aus meinem Leben
:Kennt der Schmerz die Liebe?
Sprüche aller Art führen schnell zu existenziellen Fragen – besonders, wenn sie auf Toilettenwänden stehen. Folge vier von „Heidenreichs Fundstücken“.
Interview mit Peter Sloterdijk
:„Größe, nach der man strebt, ist immer ein Missverständnis“
Was die gegenwärtige Weltlage mit Platon und dem „Du darfst“-Zwiebelhackbraten zu tun hat: Ein Gespräch mit dem Philosophen Peter Sloterdijk, das zu einem erstaunlich hoffnungsvollen Bekenntnis führt.
Notizen aus meinem Leben
:Mein Mann der Stunde
Alte Aufzeichnungen von Albert Einstein oder Bob Dylan zum Krieg, zur Verzweiflung, zur Wut – wie sehr sie doch die Stimmung des Moments einfangen! Folge drei von „Heidenreichs Fundstücken“.
Benjamin Otto im Interview
:„Ich möchte ein Unternehmer sein, der einen Gegenpol zu Menschen wie Musk bildet“
Benjamin Otto steht nun an der Spitze eines Weltkonzerns. Der neue Kopf der Otto Group spricht über die Last eines Milliardenerbes und darüber, wie er den Kapitalismus verändern will.
Habermas’ Nachfolger
:Welche Lücke?
Jürgen Habermas’ Rang als öffentlicher Intellektueller war überragend. Wer folgt ihm? Die gute Nachricht ist: An klugen und wortmächtigen Denkerinnen und Denkern besteht auch nach seinem Tod kein Mangel.
Politischer Publizist
:Der Überbau-Meister
Jürgen Habermas und die Bundesrepublik, diese Beziehung war nie einfach: Erfüllt von liebevoller Sorge betrachtete der Philosoph sein Land kritisch bis überkritisch – doch die Deutschen verstanden ihn gerne falsch.
MeinungJürgen Habermas
:Nie wieder Dogmatismus und Fanatismus
Der Philosoph hat das Land zum Denken und Debattieren angestiftet. Auch wenn sich viele seiner politischen Hoffnungen bis zum Lebensende nicht erfüllt haben. Er befand: Man muss es trotzdem versuchen.
Stimmen zum Tod von Jürgen Habermas
:„Habermas war nicht hip und cool. Er war viel besser“
Der Tod des großen Philosophen Jürgen Habermas bewegt die Welt. Reaktionen und Gedanken von Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Herfried Münkler, Eva Illouz, Ivan Krastev und vielen anderen.
Zum Tod von Jürgen Habermas
:Seine berühmtesten Sätze und wichtigsten Ideen
Der „zwanglose Zwang des besseren Arguments“, ein „Bewusstsein von dem, was fehlt“, „Strukturwandel der Öffentlichkeit“: eine Werkschau des großen Philosophen.
Jürgen Habermas
:Seine großen Essays für die Süddeutsche Zeitung
Mehrfach hat der Philosoph in der jüngsten Vergangenheit Gastbeiträge in der SZ veröffentlicht: zum Krieg in der Ukraine und zur Lage Europas und der Welt nach der Wiederwahl von Donald Trump. Alle Texte im Überblick.
Zum Tod von Jürgen Habermas
:Der Sturmvogel
Bis zum Schluss konnte sich Jürgen Habermas über „verzwergte politische Eliten“ aufregen, auch wenn der Philosoph da längst Weltruhm hatte. Nachruf auf einen großen Aufklärer.
Geistesgeschichte
:Das Universum in der Lüneburger Heide
Kein Reliquienkult: Das erste Immanuel-Kant-Museum wurde nun in Lüneburg eröffnet – ihm gelingt das Kunststück, die Ideenwelt des Philosophen anschaulich zu machen.
Philosophie
:Der Weg ist das Spiel
Der Philosoph C. Thi Nguyen warnt in „Der Score“ vor der Welt der ständigen Punkteverteilung und Bewertung. Und hat einen Ausweg parat.
Bildung
:Braucht man Lateinunterricht, um ein mündiger Staatsbürger zu werden?
Das glauben zumindest mehrere Nobelpreisträger. Warum das L-Wort in Österreich eine Debatte auslöst.
Schweiz
:Wie viele Personen sind hier zu sehen?
Ein Mensch, ein Fluss: Markus Schärli will in Luzern Gewässer zu Rechtspersönlichkeiten machen. Aber hilft das, die Natur zu schützen? Ein Ortsbesuch an der Reuss.
Social Media
:Hart und unbeirrbar sollt ihr sein
Stoizismus ist ein Trendthema von Influencern und findet auch in der Manosphere mit Leitfiguren wie Andrew Tate großen Zuspruch. Was macht die antike Philosophie so attraktiv für emotional unreife Männer?
Porträt des Schriftstellers Elias Hirschl
:2000 Einfälle auf 400 Seiten, mindestens
Der österreichische Literatur-Shootingstar Elias Hirschl hat einen aberwitzigen Ideenroman geschrieben. „Schleifen“ erzählt von der Abschaffung der Sprache. Ein Versuch, mit ihm darüber zu sprechen.
Nachruf
:Der lernende Lehrer
Eine dankbare Erinnerung zum Tod des Philosophen Bernhard Waldenfels. Und ein leises Bedauern.
Literatur
:„Das Böse ist Teil des Menschlichen“
In Marco Balzanos neuem Roman läuft der Protagonist zu den faschistischen Schwarzhemden über. Genannt wird er allerdings „Bambino“. Ein Gespräch über Grenzen, das Böse und die Stadt Triest.
Residenztheater München
:Sterben, diese Sonderrealität
Lisa Stiegler inszeniert Simone de Beauvoirs autobiografischen Klassiker „Ein sanfter Tod“: ein Kammerspiel zwischen Mutter und Töchtern am Lebensende, gütig und gnadenlos.
Weltwirtschaftsforum
:In Davos könnte Trump die Weltordnung neu schreiben
Diese Woche trifft sich die globale Geld-Elite beim Weltwirtschaftsforum. Auch Donald Trump kommt persönlich vorbei und mit ihm die Aussicht auf eine neue Eskalationsstufe der Weltpolitik – sei es in Grönland, in der Ukraine oder in Iran.
MeinungLiberalismus
:Die FDP wird noch gebraucht – aber anders als unter Westerwelle und Lindner
Zwei Jahrzehnte lang war die Partei vor allem eine One-Man-Show. Bei ihrem Dreikönigstreffen ist ihr hoffentlich klar, dass sie einen Neuanfang braucht – also den Mut, eine überkommene Vorstellung von Freiheit aufzugeben.
Sachbuch über Fettfeindlichkeit
:Es geht schon in der Schule los
Die Moralphilosophin Kate Manne hat ein furioses Buch über strukturelle Feindlichkeit der Gesellschaft gegenüber mehrgewichtigen Menschen geschrieben.
Wissenschaftspolitik
:„Wir können gar nicht unpolitisch sein“
Michael Hanssler, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Gerda‑Henkel‑Stiftung, erklärt im Interview, warum Wissenschaft Haltung zeigen muss – und wie seine Stiftung zwischen Forschung und Verantwortung navigiert.
SZ MagazinPhilosophie
:Dieser Mann kennt den Sinn des Lebens
Der Philosoph Michael Zichy hat eine erstaunlich einfache Antwort auf die vielleicht größte Frage der Menschheit und weiß auch, wie diese uns gesünder machen und die Gesellschaft stärken kann.
Psychologie
:Wie wird man eigentlich weise?
Der Berliner Psychiater Michael Linden erklärt, warum Weisheit vor Verbitterung schützt, auch bei Beziehungsproblemen hilfreich sein kann – und was sie mit dem Alter zu tun hat.
Nachruf
:Er träumte vom vierten Weltkrieg
Norman Podhoretz verkrachte sich mit seinen linken Freunden und wurde zum Vordenker der Neocons, der den „Islamofaschismus“ bekämpfen wollte. Am Ende seines bewegten Lebens musste auch er sich mit Donald Trump abfinden.
50. Todestag
:Die jüdische Erscheinung Hannah Arendt
Wie helfen die Schriften der vor 50 Jahren verstorbenen Theoretikerin dabei, die heutigen Zeiten besser zu verstehen? Der Versuch einer Anleitung.
Deutsche Industrie und AfD
:Unternehmer, nicht bei Trost
Nach 1945 erhielt die deutsche Wirtschaft, oft schwer belastet, eine zweite Chance. So kam sie zu großem Reichtum. Das Geturtel einiger Lobbyisten mit der AfD ist auch deshalb mehr als beschämend.
Kulturkampf
:Wenn der Gast die falsche Meinung hat
Zu Vorträgen ein- und nach Protesten wieder ausgeladen zu werden, das erleben derzeit nicht wenige streitbare Intellektuelle. In München traf es nun den Philosophen Sebastian Ostritsch. Doch wem hilft dieses Theater der Diskursverweigerung?
MeinungEthikrat
:Oh doch, auch du musst das Klima schützen
Ist der Einzelne zum Klimaschutz verpflichtet? Warum Nichtstun ethisch verwerflich ist, auch wenn ein Individuum wenig ausrichten kann.
Karl Ove Knausgård
:Der Klempner der Weltliteratur
In der Essaysammlung „Im Augenblick“ wühlt sich der norwegische Literaturstar Karl Ove Knausgård erneut durch die Welt und sein Inneres wie durch ein verstopftes Abflussrohr. Er will unbedingt wissen: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?