Studie:Entwarnung in Maitenbeth

Nach zwei Todesfällen durch das äußerst seltene Bornavirus haben Wissenschaftler zahlreiche Menschen in der kleinen Gemeinde im Landkreis Mühldorf untersucht. Keiner von ihnen hatte Kontakt mit dem gefährlichen Erreger.

In der Gemeinde Maitenbeth im Landkreis Mühldorf, in der in den vergangenen drei Jahren zwei Menschen an Infektionen mit dem sehr seltenen Bornavirus gestorben sind, hatten offenbar keine weiteren Menschen Kontakt mit dem gefährlichen Erreger. Dies hat eine am Dienstag vorgestellte Studie der Universität Regensburg und des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ergeben. Teilgenommen hatten 679 Maitenbether, rund 40 Prozent aller Erwachsenen im Ort.

Weder in Blutproben noch in Nasenabstrichen fand sich irgendein Hinweis auf das Virus. Ganz anders bei sechs von 16 gefundenen Feldspitzmäusen, die parallel von Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts untersucht wurden. Die Mausart gilt schon länger als Trägerin des Bornavirus. Seit 2018 ist die Möglichkeit einer Übertragung auf Menschen bekannt, bei denen das Virus zu meist tödlichen Hirnhautentzündungen führen kann. Bei anderen untersuchten Mausarten fand sich ebenfalls kein Hinweis auf das Virus.

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