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Gegen Sexismus:Erlanger Stadträte schließen sich Kampagne gegen Donaulied an

Online-Petition gegen das Donaulied endet bald

Mehr als 36 000 Unterzeichner haben sich mit einer Petition gegen das Donaulied ausgesprochen.

(Foto: dpa)

42 Mitglieder des Gremiums beantragen parteiübergreifend, dass das Lied, das eine Vergewaltigung beschreibt, nicht auf Volksfesten gespielt werden soll.

Kommunalpolitiker aus Erlangen haben sich der Passauer Anti-Donaulied-Kampagne angeschlossen. Auf Initiative der Grünen-Fraktion im Stadtrat beantragten 42 Gremiumsmitglieder parteiübergreifend den Verzicht auf das Spielen des Donauliedes bei Volksfesten in Erlangen. Studentin Corinna Schütz, die die Kampagne in Passau initiiert hatte, sagte am Freitag, sie freue sich über das Engagement weiterer Städte.

Die Erlanger Stadträte richteten ihren Antrag an Brauereien, Festwirte und Musikveranstalter. Diese sollen in Verträgen mit Bands künftig festschreiben, dass das Donaulied in sämtlichen Varianten sowie andere Lieder mit gewaltverherrlichenden Texten nicht gespielt werden dürfen. "Sexismus und Gewaltverherrlichungen haben in Erlangen keinen Platz." Die Stadträte sagen aber auch, es sei nicht bekannt, dass das Donaulied in den vergangenen Jahren auf der Erlanger Bergkirchweih gespielt worden wäre.

Mit einer Online-Petition hatte eine Passauer Gruppe, die zunächst vor allem aus Studenten bestand, vergangenes Jahr mehr als 36 000 Unterstützer in ganz Deutschland gefunden. Die Gruppe stört an dem Lied vor allem die ihrer Aussage nach verharmlosende Darstellung der Vergewaltigung eines Mädchens.

In einer weit verbreiteten Version des Liedes heißt es: "Ich machte mich über die Schlafende her, Ohohoholalala, sie hörte das Rauschen der Donau nicht mehr, Ohohoholalala" oder "Mein Mädchen, mein Mädchen, was regst du dich auf, Ohohoholalala, für mich war es schön und für dich sicher auch, Ohohoholalala". Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) hatte zugesagt, das Anliegen der Gruppe zu unterstützen. Die Stadt Montabaur im Westerwald untersagte bereits das Spielen des Liedes in Bierzelten.

© SZ.de/dpa/amm, van
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