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Oldtimer als Geldanlage:Auto mit Zinsgewinn

Nicht alle bringen ihr Geld auf die Bank und nicht jeder ist auf der Suche nach einer wertstabilen Immobilie in bester Lage. Immer mehr Autofans nutzen Old- und Youngtimer als Geldanlage.

Die jüngsten Auswüchse der Finanzkrise haben auch auf dem Automobilmarkt ihre Spuren hinterlassen. Das ohnehin geringe Vertrauen in Banken, Aktien und Wertpapiere ist bei vielen auf ein Rekordtief geschrumpft. Doch nicht nur Immobilien, Gold, Platin, Silber, Uhren und Schmuck bedeuten für viele eine angenehme Alternative zu mikroskopisch kleinen Zinsen und wöchentlichen Wechselbädern der Finanzgefühle - viele stecken das mehr oder wenig hart verdiente Geld in ein historisches Auto und füllen damit die hauseigene Garage.

Oldtimer als Geldanlage

Lohnenswerte Beispiele

Seit jeher gelten Oldtimer als solide Wertanlage - zumindest wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Zunächst einmal sind die meisten Oldtimer wertstabiler und damit deutlich sicherer als die Youngtimer. Die sind seit Ende der neunziger Jahre zwar zunehmend beliebter, unterliegen jedoch im Vergleich zum zumeist günstigeren Kaufpreis nicht selten hohen Wertschwankungen.

Bei echten Klassikern sieht das zumeist ganz anders aus. Wer sich heute auf dem Gebrauchtmarkt einen topgepflegten Mercedes 190 SL aus den sechziger Jahren kauft, muss gut und gerne 100.000 Euro hinlegen. Verschwinden wird das Geld wohl nie - im Gegenteil. Das eingesetzte Geld verzinst sich wie von selbst. Vor rund zehn bis 15 Jahren kostete das gleiche Fahrzeug nicht einmal die Hälfte. Die Verzinsung kann sich vor allem auf lange Sicht sehen lassen.

Todd Lander wohnt seit Jahren in der Nähe von Aspen und ist Besitzer von zahlreichen Oldtimern - unter anderem einem Mercedes 300 SL von 1962. "Der Wagen ist einfach phantastisch. Ich bin am Wochenende regelmäßig mit dem Wagen unterwegs", strahlt der Pensionär mit seinem Stuttgarter Sportcoupé um die Wette. "Uunglaublich, dass ich in den siebziger Jahren schon einmal so einen Wagen hatte und diesen für gerade mal 6000 Dollar verkauft habe. Ich war so dumm."

Mike Kunz, Leiter des Mercedes-Classiccenters in Irvine, südlich von Los Angeles hört das immer wieder: "Heute hat selbst ein ungepflegter Mercedes 300 SL Flügeltürer einen Wert von 500.000 Dollar. Wenn er ordentlich fährt und die Historie stimmt, sogar deutlich mehr. Gerade in den siebziger Jahren waren die Autos recht günstig zu haben." In seinem Classiccenter stehen viele Oldies, die auf neue Kunden warten - unter anderem ein strahlend weißer Mercedes 450 SEL 6,9 von 1977 - für 175.000 Dollar.

Concorso D'Eleganza 2009

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