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Die grüne IAA:Alltagstauglichkeit gesucht

Doch auch auf dieser IAA, die laut Veranstalter besonders grün angehaucht ist, sind wie gehabt kaum mehr als Studien und Projektionen einer sauberen neuen Mobilität zu sehen.

Nissan Leaf

Die Kraft aus der Dose

Selbst in der Halle 4.0, die erstmals zum großen Teil dem Thema grüne Antriebe gewidmet ist, gibt es vor allem Projektvorstellungen von Hochschulen und Zulieferern - aber kein einziges reales Serienfahrzeug mit ausschließlich emissionsfreiem Antrieb. Und erst recht nicht zu vertretbaren Kosten.

Auch Dieter Zetsche räumt ein, mit der Brennstoffzelle sei es wie mit dem Animationsfilm-Helden Shrek im Kino: "Grün, sympathisch - aber leider nicht real." Die meisten Hersteller basteln immer noch daran, alltagstaugliche Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu tragbaren Kosten auf den Markt zu bringen.

E-Mobile, die - wie etwa Mitsubishis keine 3,5 Meter langer und gut 34.000 Euro teurer i-MiEV oder seine Ableger Peugeot Ion und Citroën C-Zero - nicht nur zum Zweit- oder Drittwagen taugen. Oder nur zum imageträchtigen Spielzeug für Besserverdiener. Oder die sich überhaupt privat und nicht nur für einen Fuhrpark kaufen lassen.

Am nächsten dran sind noch Opel und Chevrolet, die im November ihre Zwillinge Ampera und Volt auch in Europa ausliefern wollen - mit rund 40.000 Euro zum Stückpreis einer veritablen C-Klasse von Mercedes und wegen des reichweitenverlängernden Benzinmotors nicht völlig emissionslos.

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Zweiter Akt