Für die deutschen Nationalspielerinnen ist die Heim-WM aus finanzieller Sicht ein wichtiges Ereignis. Im SZ-Interview spricht Nadine Angerer über das Luxusleben als Profisportlerin, den drohenden Lagerkoller bei der WM - und wie sie bereits ihren Ausbruch plant.
Torhüterin Nadine Angerer spricht kurz vor der Frauen-WM über Urlaub in der Wildnis, ein weiteres Turnier ohne Gegentreffer, welche Wege sie finden wird, aus dem Mannschaftsquartier zu fliehen. Und wie sie mit einem vier Meter hohen Feuerwehrbus durch Berlin fuhr.
Interview: Kathrin Steinbichler und Claudio Catuogno
Auf dem Fußballplatz steht sie schon lange, doch im Rampenlicht erst seit dem WM-Erfolg in China. Wie die deutsche Nationaltorhüterin Nadine Angerer plötzlich berühmt wurde.
Von
Kathrin Steinbichler
Die Fränkin Nadine Angerer verschafft als Losfee ihrer Heimat das Duell 1. FC Nürnberg gegen SpVgg Greuther Fürth. Im Achtelfinale des DFB-Pokals kann sich der FC Bayern wieder über einen leichten Gegner freuen, während Borussia Dortmund ein unangehmes Auswärtsspiel bevorsteht.
Die Auslosung zum Nachlesen
Kerstin Garefrekes gibt erst den Dosenöffner und dann den Mario Gomez. Nadine Angerer wird in den kommenden Tagen unausstehlich sein - und Fatmire Bajramaj schließt in der Halbzeit noch Werbeverträge ab. Die deutschen Spielerinnen in der Einzelkritik.
Von
Carsten Eberts, Berlin
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Kerstin Garefrekes tauscht beim 4:2 gegen Frankreich fehlerfrei Wimpel. Nadine Angerer ist wütend, noch wütender als Babett Peter. Bianca Schmidt glänzt im Crosslauf und Fatmire Bajramaj macht Werbekunden glücklich. Die deutsche Frauen-Nationalelf in der Einzelkritik.
Von
Carsten Eberts, Mönchengladbach
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Bei den Spielerinnen und Beteiligten des DFB herrscht nach der Niederlage gegen Japan Fassungslosigkeit. Torhüterin Nadine Angerer will nur noch weg, die Bundestrainerin beklagt Kim Kuligs schwere Verletzung und Theo Zwanziger spendet Trost.
Die Stimmen
im Überblick
Die Mitglieder der deutschen Autoren-Nationalmannschaft haben Loblieder auf einige deutsche Spielerinnen verfasst. An die anderen Akteurinnen hat sich sueddeutsche.de gewagt.
Von der
deutschen Autoren-Nationalmannschaft
Der nie für möglich gehaltene Fall ist eingetreten: Deutschlands Fußballerinnen scheiden mit einem bitteren 0:1 gegen Japan frühzeitig im Viertelfinale der Heim-WM aus und müssen nun sogar um die Teilnahme an den Olympischen Spielen bangen. Bei den jüngeren Spielerinnen herrscht vor allem Trauer - bei Birgit Prinz eindeutig Wut.
Von
Carsten Eberts, Wolfsburg
Die Mitglieder der deutschen Autoren-Nationalmannschaft haben Loblieder auf die prägenden Spielerinnen der Frauen-Nationalelf und Trainerin Silvia Neid verfasst. Alle Akteure im Porträt.
Vorne stark und treffsicher, hinten wacklig: Die deutsche Elf schafft mit einem 4:2 gegen Frankreich den Gruppensieg und begeistert das Publikum trotz einiger Abwehrfehler mit spektakulärem Spiel. Kapitänin Birgit Prinz sitzt 90 Minuten auf der Bank, die Tore machen andere - im Viertelfinale wartet ein schwerer Gegner.
Von
Claudio Catuogno, Mönchengladbach
Fahnen, Trikots, Gesänge in den Zügen, auf den Autobahnen, in der Stadt. 18 Millionen Zuschauer sitzen vor dem Fernseher und die deutschen Spielerinnen gewinnen nicht haushoch, sondern erfreulich knapp 2:1 gegen Kanada. Die Frauenfußball-WM ist in Deutschland angekommen.
Von
Carsten Eberts, Berlin
"Frauenfußball ist ein ganz anderer Stil": In Biergärten und Kneipen scharen sich viele Fans um die Leinwände, doch es geht entspannter zu als bei der Männer-WM.
Alexandra Popp gelingt eine formschöne Bauchlandung, Birgit Prinz reagiert extrem genervt auf ihre Auswechslung, Babett Peter läuft nicht grün an. Trainerin Silvia Neid tobt und schreit und hüpft an der Seitenlinie. Die deutsche Elf beim 1:0 gegen Nigeria in der Einzelkritik.
Von
Carsten Eberts, Frankfurt
Laute Pfiffe, spürbare Nervosität und viele Fouls: Nach dem zähen 1:0 gegen Nigeria spielt Deutschland gegen Frankreich um den Gruppensieg. Dabei hatte es gegen den Afrikameister lange Zeit so ausgesehen, als müssten sich die deutschen Fußballerinnen erst an die hohen Erwartungen gewöhnen.
Von
Claudio Catuogno, Frankfurt
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Drei Spiele, drei Siege, sicher im Viertelfinale - Deutschlands Fußballerinnen begeistern für den Moment. Doch wie nachhaltig ist dieser Erfolg? Die Einzelkritik der deutschen Frauen zur WM-Halbzeit.
Von
Claudio Catougno, Wolfsburg
Inka Grings bekommt eine böse Abfuhr, Célia Okoyino da Mbabi muss weiterhin "Frau Neid" sagen, Lena Gößling tut niemandem weh, Saskia Bartusiak guckt sich die Chaos-Grätsche bei ihrer Abwehrkollegin ab und Melanie Behringer flankt, flankt, flankt. Die deutsche Elf beim 0:1 gegen Japan in der Einzelkritik.
Von
Carsten Eberts, Wolfsburg
Erster WM-Test, erster Sieg: Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf gewinnt mit 2:0 gegen Nordkorea - und bedankt sich bei der entschlossenen Elfmeterschützin Kim Kulig. Bundestrainerin Silvia Neid ist zufrieden, sieht 36 Tage vor dem Beginn der Heim-WM aber noch Defizite.
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Das WM-Aus gegen Japan trifft die DFB-Frauen hart - nach dem Schlusspfiff weinen die Spielerinnen auf dem Rasen und verabschieden sich geknickt und fassungslos von ihren Fans.
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Die kleine Torfrau Ayumi Kaihori wird für die Amerikanerinnen zum unüberwindbaren Hindernis. Homare Sawa erhält unzählige Preise, dann wird ihr vom Trainer befohlen, ihre Karriere fortzusetzen. Azusa Iwashimizu lässt sich lieber vom Platz stellen, als einen Elfmeter zu schießen. Die japanischen Weltmeisterinnen in der Einzelkritik.
Von
Carsten Eberts, Frankfurt
In ihrem letzten Test beweisen die deutschen Fußballerinnen Geduld und besiegen Norwegen 3:0. Bundestrainerin Neid hat möglicherweise bereits ihre Formation für den WM-Auftakt in zehn Tagen gefunden. Die überzeugt vor allem mit Kondition.
Von
Ulrich Hartmann, Mainz
Deutschland ist raus - die WM dauert trotzdem noch eine knappe Woche. Bei den Organisatoren herrscht Angst, dass der Zuspruch augenblicklich abreißt. Im deutschen Team werden erste Zukunftsfragen gestellt.
Von
Carsten Eberts
Sie galt lange als Talent, schon vor Jahren sah Bundestrainerin Silvia Neid in ihr bereits die kommende Regisseurin. Es hat etwas länger gedauert, aber bei der Frauen-WM zieht Célia Okoyino da Mbabi im deutschen Mittelfeld jetzt routiniert-raffiniert die Fäden. Und sie übernimmt Verantwortung - auch neben dem Platz.
Von
Claudio Catuogno, Wolfsburg
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Die Bundestrainerin hat entschieden: Mit diesen 21 Spielerinnen will Silvia Neid den Titel bei der Fußball-WM in Deutschland verteidigen. Fünf Kandidatinnen musste Neid am Ende streichen - dabei gab es auch Überraschungen.
Die Steckbriefe der WM-Fahrerinnen.
Der Frauenfußball-WM 2011 droht ein Doping-Skandal: Bei gleich zwei Spielerinnen aus Nordkorea wurde eine verbotene Substanz festgestellt. Anschließend musste das gesamte nordkoreanische Team zum Test.