Die Finanzstabilität im Euroraum ist nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank in Gefahr. Wegen der Staatsschuldenkrise und der trüben Konjunkturaussichten sei die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs von Großbanken gestiegen.
Zertifikate sind ein Spielzeug für Leute, die meinen, dass sie ein gutes Gefühl für das Auf und Ab an den Finanzmärkten haben. Doch als langfristige Geldanlage taugen sie nicht. Spätestens die Lehman-Pleite hat die schlimmen Konsequenzen einer Bankenpleite für Zertifikatesparer gezeigt.
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Markus Zydra, Frankfurt
24.000 Euro für eine Aktie: So viel hat ein Sammler in Würzburg für die erste Lehman-Aktie ausgegeben. Der neue Besitzer will anonym bleiben. Doch Auktionator Matthias Schmitt spricht über ein teures Hobby und die Faszination dieser ungewöhnlichen Leidenschaft.
Interview:
Birgit Kruse
Die Summe ist enorm, die Chance, sie zurückzubekommen, gleich null: Bei Lehman Brothers nahm die Finanzkrise ihren Anfang, deshalb steht die Investmentbank mit 320 Milliarden Dollar Schulden bei Gläubigern in der Kreide. Nun will sie das Geld zurückzahlen - allerdings nur einen kleinen Teil davon. Wer davon profitieren könnte.
Nach der Lehman-Pleite schuf die Bundesregierung einen Hilfsfonds über fast eine halbe Billion Euro. Die Bürger müssen für eine gigantische Summe geradestehen. Die neue Bankenkrise könnte sie jetzt noch teurer zu stehen kommen.
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Günter Heismann
Die Betroffenen werden ihr Geld nicht wiederbekommen. Der Bundesgerichtshof hat die Klage von Anlegern der Pleite-Bank Lehman Brothers abgewiesen. Die Hamburger Sparkasse muss ihren Kunden die Verluste nicht ersetzen - da keine Beratungspflichten verletzt worden seien. Weitere Verfahren sind jedoch noch anhängig.
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Wolfgang Janisch und Kristina Läsker
Video
Deutsche Anleger, die durch die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers finanzielle Verluste hatten, haben eine Schlappe vor dem Bundesgerichtshof erlitten.
Hat die Hamburger Sparkasse ihre Kunden mit Zertifikaten der Pleite-Bank Lehman über den Tisch gezogen? Der Bundesgerichtshof entscheidet vermutlich noch heute, ob Deutschlands größte Sparkasse den Anlegern ihr Geld zurückzahlen muss. Das Urteil könnte enorme Bedeutung haben - doch die Richter machen erste Hoffnungen der Kläger bereits zunichte.
Bankintern hießen sie nur "A&D" - Alte und Doofe. Als die US-Investmentbank Lehman Brothers vor drei Jahren pleite ging, waren auch 3700 Kunden von Deutschlands größter Sparkasse betroffen. Als Entschuldigung empfahl ein internes Papier eine Einladung zum Essen oder einen Blumenstrauß. Jetzt urteilt erstmals der Bundesgerichtshof über die Klage eines Opfers.
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Kristina Läsker
Geldvernichter Lehman? Nun ja: Mit der amerikanischen Pleite-Bank lässt sich auch heute noch gutes Geld verdienen. Der Investor Paulson hatte sich Reste des Finanzinstitutes gesichert - und verdient nun eine halbe Milliarde Dollar.
Die Pleite dieser Bank brachte das Weltfinanzsystem ins Schwanken: Auf mehreren tausend Seiten haben Ermittler der Bankenaufsicht den Niedergang der Lehman Brothers durchleuchtet. Allein: Zur Rechenschaft gezogen werden die Verantwortlichen wohl nie. Der Vorstand des Instituts kommt sogar um eine Klage herum.
Die Lehman-Pleite produzierte auch hierzulande viele Verlierer. Doch einen Gewinner gibt's: Der deutsche Insolvenzverwalter bekommt 45 Millionen Euro. Außerdem: WestLB wird eine Verbundbank. Das Wichtigste in Kürze.
Der BGH braucht nicht über die Entschädigung zweier Lehman-Opfern entscheiden: Die Bank gesteht ihre Niederlage ein und lässt den Termin vor Gericht platzen. Die Kläger können sich freuen.
Vor zweieinhalb Jahren ist Lehman kollabiert - jetzt macht der Insolvenzverwalter Druck: Aus der Citibank sollen 1,3 Milliarden Dollar herausgeklagt werden.
15 Milliarden Euro haben Kleinsparer in Zertifikate der maroden WestLB investiert. Jetzt müssen sie um ihr Geld bangen.
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Markus Zydra und Martin Hesse
Lehman-Crash, war da was? Vor zwei Jahren schien das Ende für riskante Wertpapiere gekommen. Doch heute kaufen die Deutschen wieder Zertifikate, was das Zeug hält.
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Hannah Wilhelm und Markus Zydra
Lange stiegen die Preise nur marginal - doch nun hat die Teuerung ein Zwei-Jahres-Hoch erreicht. Außerdem: Allianz-Lebensversicherungen werfen weniger ab. Das Wichtigste in Kürze.
US-Behörden ermitteln gegen riesiges Netz von Insidern, die sich auf den Handel mit vertraulichen Informationen spezialisiert und so illegal Millionengewinne eingestrichen haben sollen.
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Moritz Koch
Das Auktionshaus Christie's versteigert den künstlerischen Nachlass der Pleitebank Lehman Brothers in London. Wie irre werden Gebote für ein kleines Metallschild mit dem Namen der Pleite-Bank abgegeben.
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Andreas Oldag, London
Was garantierten Kanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück den deutschen Sparern wenige Tage nach der Lehman-Pleite? Und welche Bank schlüpfte zuerst unter den Rettungsschirm? Testen Sie Ihr Krisen-Wissen!
Ein Quiz von
Bastian Brinkmann
Video
Lehman-Pleite, zwei Jahre danach: Warum die Finanzindustrie nach dem Kollaps der US-Investmentbank so zockt wie zuvor und die Politik nur ohnmächtig zuschaut. Eine Video-Umfrage.
Von
B. Brinkmann u. I. Wagner
Lehren aus der Lehman-Pleite: Händler sollen ihre Geschäfte mit hochspekulativen Produkten künftig offen legen. Darauf pocht die Europäische Kommission - und bleibt im Vergleich zu Deutschland zögerlich.
Zwei Jahre nach Lehman: Das Schlimmste ist vorbei, die Krise selbst aber nicht, im Gegenteil. Die Anpassung der Politik an eine grundlegend gewandelte Realität hat erst begonnen.
Von
Nikolaus Piper
Kassieren ohne Ende: Vor zwei Jahren ging Lehman Brothers pleite, doch noch immer sind Anwälte und Wirtschaftsprüfer mit der Abwicklung beschäftigt. Es ist ein einträgliches Geschäft.
Ausnahmen gibt es nicht: Die Bundesregierung will eine Bankenabgabe für jedes Kreditinstitut auf den Weg bringen, um für die nächste Krise gewappnet zu sein.
Von
Claus Hulverscheidt, Berlin