German Chancellor Merkel looks to German Education and Science Minister Schavan as she walks to podium in Bundestag in Berlin
Ein Rückblick auf das Personal-Karussell der Kanzlerin in Bildern.

Annette Schavan hat die Konsequenzen aus der Plagiatsaffäre gezogen und tritt als Forschungs- und Bildungsministerin zurück. Für Kanzlerin Merkel heißt das: Sie muss einen Posten im schwarz-gelben Kabinett neu besetzen. Schon wieder. Ein Rückblick auf das Personal-Karussell der Kanzlerin in Bildern.

Die Entscheidung des Fakultätsrates der Universität Düsseldorf war eindeutig. Bildungsministerin Annette Schavan hat demnach "systematisch und vorsätzlich" über ihre gesamte Dissertation verteilt gedankliche Leistungen vorgegeben, "die sie in Wirklichkeit nicht selbst erbracht hatte". Die Uni erkannte der Ministerin daraufhin den Doktortitel ab; die mutmaßliche Plagiatorin kündigte umgehend rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.

Dabei hatte die enge Vertraute der Kanzlerin als Bildungsministerin gleich zu Beginn ihrer zweiten Amtszeit ab 2009 viel zu tun. So brachte sie die umfassende Hochschulreform weiter voran. Auf Studentendemos gegen die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge reagierte die stellvertretende CDU-Vorsitzende jedoch vielfach mit Unverständnis. Schließlich rang sie sich durch, das Bafög um zwei Prozent zu erhöhen.

Mit dem Entzug des Doktortitels ist nun zumindest ihre Glaubwürdigkeit als Wissenschaftsministerin erodiert. Ihr Rücktritt ist aber beileibe nicht der erste, der das schwarz-gelbe Kabinett trifft.

Bild: REUTERS

9. Februar 2013, 14:13 2013-02-09 14:13:42  © Süddeutsche.de/vks//mko/betz/lala

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