Umwelt - Frankfurt (Oder):OB zum Fischsterben: Kommunen in Akutlage alleingelassen

Brandenburg
Rene Wilke (Die Linke), Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), spricht. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Frankfurt (Oder) (dpa/bb) - Der Oberbürgermeister der Oder-Stadt Frankfurt, René Wilke (Linke), hat kritisiert, Kommunen seien mit dem Krisenmanagement angesichts des Fischsterbens in der Oder auch allein gelassen worden. "Ich habe in dieser Krise eigentlich nur erlebt, dass Behörden sagten, wir sind nicht zuständig", sagte Wilke der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag mit Blick auf die Bundes- und Landesebene und innerdeutsche Strukturen. "Es gab ein wirres Agieren und Nicht-Agieren, so dass die Kommunen bis gestern allein und eigenständig entschieden haben", meinte Wilke. "Die Akutlage haben wir allein geregelt."

Die toten und verwesenden Fische, die ein Risiko für Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt bedeuteten, seien am Ufer im Stadtgebiet von Frankfurt abgeräumt, sagte der Rathauschef. Inzwischen sei in der Oder vereinzelt wieder Leben erkennbar, und es seien auch wieder Fischschwärme zu beobachten. Wilke zufolge sind zunächst keine Anzeichen für ein weiteres Fischsterben erkennbar. Unklar bleibe aber, in welchem Zustand sich die Oder derzeit befinde und wie groß der dauerhafte Schaden sein könne. Polen und Deutschland müssten nun gemeinsam mit Experten an der Zukunft des Lebensraums Oder arbeiten, sagte Wilke.

© dpa-infocom, dpa:220814-99-385495/2

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