Volkswagen in Xinjiang: "Wir wollen da raus"

Volkswagen in Xinjiang: Im Mai 2012 wurde der Grundstein für das Projekt von Volkswagen in Ürümqi gelegt.

Im Mai 2012 wurde der Grundstein für das Projekt von Volkswagen in Ürümqi gelegt.

(Foto: imago images/Xinhua)

Der Autobauer VW verhandelt über seinen Rückzug aus der Uiguren-Provinz Xinjiang - dort, wo China mit großer Härte gegen Minderheiten vorgeht. Die Sache ist politisch heikel.

Von Thomas Fromm, Christina Kunkel und Florian Müller, Peking, München

Nach BASF prüft auch Volkswagen einen Rückzug aus der chinesischen Provinz Xinjiang. "Wir wollen da raus", erfuhr die Süddeutsche Zeitung am Mittwoch aus Konzernkreisen. Gespräche dazu mit dem chinesischen Partnerunternehmen liefen bereits. Allerdings sei ein Rückzug nicht einfach, auch einen genauen Zeitplan gebe es nicht. Und doch könnte in die Überlegungen noch einmal neues Tempo kommen. Volkswagen betreibt in der Uiguren-Region in einem Joint Venture mit dem staatlichen chinesischen Autobauer SAIC sowohl ein Werk in Ürümqi als auch eine Teststrecke in Turpan. Bei der Teststrecke hatte es laut dem Handelsblatt zuletzt Hinweise auf Zwangsarbeit in der Bauphase gegeben.

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