Bioland und Lidl Zwei Universen begegnen sich

Rainer Hundmeyer ist keiner, der seinen Kühen Namen gibt, er kennt sie auch so. Er nimmt sich lieber Zeit für sie, sagt er, anders könne man kein Biobauer sein.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Der Inbegriff des Schnäppchen-Shoppings kooperiert mit dem Pionier der Ökobewegung: Lidl und Bioland. Wem nützt das? Eine Recherche in der Konzernzentrale und im Stall eines Ökobauern, der sich fragt: Will ich das überhaupt?

Von Rudolf Neumaier

Gleich gegenüber dem Kühlregal lag in oberbayerischen Lidl-Märkten "Mein großes Buch vom Bauernhof" aus. Das Buch ist für Kinder ab vier Jahren, wiegt 624 Gramm, es zeigt Küken, Katzen Kaninchen, die Schweine haben Auslauf im Hof. Der Bauer zieht im Winter das Holz mit dem Pferdeschlitten aus dem Wald, im Sommer düngt er die Felder mit Mist und Jauche. Auf 120 Seiten wird kein Tropfen Glyphosat verspritzt. Das Buch ist, typisch Lidl, extrem günstig, 2,99 Euro.

Nachhaltige Landwirtschaft zum ...

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