Neue Rechte

Geschwister-Scholl-Preis
:„Wir brauchen einen Aufstand der Demokraten, aller Demokraten – jetzt!“

Die Soziologen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey erhalten den Geschwister-Scholl-Preis. Nicht nur sie rufen an einem denkwürdigen Abend dazu auf, der Zerstörung der Demokratie durch Rechtsextreme entgegenzutreten.

Von Antje Weber

Georg-Elser-Preis für Netzwerk „Recherche Nord“
:Sie machen Fotos, wenn Nazis aufmarschieren

Das Netzwerk „Recherche Nord“ dokumentiert etwa Rechtsrock-Konzerte oder Geheimtreffen der Szene – fast drei Millionen Aufnahmen hat es gemacht. Für seinen Einsatz hat die Stadt München es nun ausgezeichnet.

Von Patrik Stäbler

Frankfurter Buchmesse
:Minister der Eigentlichkeiten

Wolfram Weimer bestreitet seine erste Frankfurter Buchmesse als Kulturstaatsminister mit rhetorischer Wucht, Jovialität und politischen Versprechen – und verheddert sich höchstens einmal kurz in einem schwierigen Wort.

SZ PlusVon Marie Schmidt

MeinungLiteratur
:Wer weiße Männer aus den Bibliotheksregalen räumt, stellt womöglich zu spät fest, dass sie Alliierte waren

Der Kampf um den literarischen Kanon ist in vollem Gange. Die autoritäre Rechte integriert Werke, die vom liberalen Lager als zu weiß, zu männlich, zu hetero suspendiert werden, in ihren eigenen Gegenkanon – auf Augenhöhe mit faschistischer Literatur.

SZ PlusKommentar von Felix Stephan

Attentat auf Charlie Kirk
:Der Debattenkönig

Wer war Charlie Kirk, der rechte Influencer, Netzwerker, Jugendorganisator und Trump-Vertraute, der auf dem Campus der Utah Valley University erschossen wurde? Seine Positionen waren extrem.

SZ PlusVon Philipp Bovermann und Andrian Kreye

Biografie über Armin Mohler
:Wegbereiter für die Neue Rechte

Mit seiner Schrift über die „Konservative Revolution“ traf Armin Mohler in der Bonner Republik den Nerv derer, die dachten, ein bisschen Faschismus schadet nicht. Maik Tändlers Biografie zeigt eindrucksvoll, wie heute rechtsintellektuelle Netzwerke auf Mohlers Thesen aufbauen.

SZ PlusRezension von Claus Leggewie

Demokratie unter Druck
:Die „nationalistische Internationale“

In vielen Staaten der Welt sind Rechtsextremisten auf dem Vormarsch. Was verbindet sie, was trennt sie? Vier Bücher klären auf.  Wichtige Erkenntnis: Es ist nicht zu spät und jede Despotie hat ihre Grenzen.

SZ PlusRezension von Tanjev Schultz

Debattenkultur
:Komm, hol das Lasso raus

Freibadplakate, Indianerspiele, Spielplatzschilder: Es wird viel debattiert gerade in Deutschland. Aber zu Konsens führt das nicht. Warum?

SZ PlusVon Gerhard Matzig

Debatte
:Männerbücher gegen rechts? Bloß nicht

Können Jungs mit Literatur gegen den Frauenhass und rechtspopulistische Narrative im Netz immunisiert werden? Vorsicht, bei solchen Versuchen kann viel kaputtgehen.

SZ PlusVon Felix Stephan

Neurechte und Literatur
:Ganz Gallien? Nein!

Unabhängige Buchhandlungen rufen zum Boykott eines Medienmoguls auf, dessen Verlage den französischen Buchmarkt dominieren. Können sie sich das leisten? Besuch in einem kleinen, engagierten Laden in Marseille.

SZ PlusVon Clara Hellner

Neurechte Kultur
:Sie wollen die neue Hegemonie

Die Steuerung öffentlicher Diskurse ist erklärtes Ziel extrem rechter Kulturpolitik. Wissenschaftliche Forschung dazu analysiert rechte Strategien, die man kennen sollte: Eine Zeitschrift versammelt jetzt die wichtigsten bisherigen Analysen.

SZ PlusVon Alexander Menden

Umgang mit der AfD
:Was Spahn kaputtmacht

Mit diesem Disruptor wird Friedrich Merz noch zu tun haben: Ausgerechnet der ehemalige Gesundheitsminister geriert sich als Großstratege im Umgang mit der AfD. Sollte so einer Fraktionschef der CDU werden?

SZ PlusGastbeitrag von Volker Weiß

MeinungKulturpolitik
:Wenn Populisten sich an Mädchen und Göttern vergreifen

Die FPÖ streicht Gelder für ein Filmfestival in Graz.  Donald Trump kontrolliert, was auf Bühnen läuft. In Deutschland entdeckt die Neurechte beliebte Romane für sich. Lässt sich dem etwas entgegensetzen?

SZ PlusKolumne von Nava Ebrahimi

Geschichtspolitik der AfD
:Anpassen, verdrehen, umdeuten

Putin macht vieles richtig, die NSDAP war links, die DDR hatte ihre Vorzüge, und die Bürgerrechtsbewegung wird auch gleich mit vereinnahmt. Der Historiker Volker Weiß nimmt die Geschichtsnarrative der Rechtsextremen auseinander.

SZ PlusRezension von Ronen Steinke

MeinungPolitischer Diskurs
:Kulturkampf? Nein, Kampf der Unkulturen

Linke keifen gegen Linke, und die Rechten triumphieren. Die „politische Korrektheit“, von ihren Gegnern zum allmächtigen Monstrum aufgeblasen, hat gewaltigen Schaden angerichtet.

SZ PlusEssay von Joachim Käppner

Rechtsextremismus und Mode
:Moderne Fascho-Fashion

Die Erkennungszeichen der neuen Rechten sind nicht mehr nur Glatze und Springerstiefel, auch Polohemden, Sneaker und Dackel gehören zur klassisch-faschistischen Ausstattung. Über das Spiel mit modischer Verwechslung und Unsichtbarkeit.

SZ PlusVon Lara Marmsoler

Wer auf der Münchner Bücherschau ausstellen darf
:Die Schmuddelecke der Verlage

Auf der Münchner Bücherschau ist ein Verlag zu finden, der verschwörungstheoretische und neurechte Interessen bedient. Kann der Börsenverein des Buchhandels solche Aussteller ablehnen? Das ist eine Frage, die seit Jahren auch rund um große Buchmessen diskutiert wird.

SZ PlusVon Antje Weber

Neue Rechte
:Und dann sticht er zu

Ein sanftmütiger Junge sucht seinen Platz im Leben – und findet eine neofaschistische Gemeinschaft. Der Italiener Davide Coppo zeigt im Roman „Der Morgen gehört uns“, was junge Leute den Rechten in die Arme treibt.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Einsamkeit und Demokratie
:Das Ohne-mich-Gefühl

Eine neue Studie belegt: Wer einsam ist, neigt oft auch zu Ressentiments gegenüber der offenen Gesellschaft. Das kann desaströse Folgen für die Demokratie haben.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

MeinungEuropa
:Im EU-Parlament hält eine Brandmauer Rechtsextremisten auf. Löschen aber kann sie deren Feuer nicht

Die demokratischen EU-Politiker brauchen einen Plan, um auch die Rechtsaußen-Wähler zu erreichen. Die designierte Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen präsentiert nun zumindest Ideen.

SZ PlusKommentar von Josef Kelnberger

Übersetzung von „Mein Kampf“ ins Französische
:„Die Sprache des Faschismus wirkt bis heute nach“

Acht Jahre lang hat sich Olivier Mannoni mit der Sprache Adolf Hitlers auseinandergesetzt. Nun hat der französische Übersetzer von „Mein Kampf“ ein Buch über diese Erfahrung veröffentlicht.

SZ PlusInterview von Sebastian Jutisz

Bundesregierung
:Faeser verbietet rechtsextremes Magazin „Compact“

Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen Räumlichkeiten in mehreren Bundesländern. „Compact“ sei ein „zentrales Sprachrohr der rechtsextremistischen Szene“, begründet die Innenministerin das Verbot.

Verbot von „Compact“
:Volle Breitseite gegen das „Sprachrohr“ der Rechtsextremen

Hetze gegen Migranten, Verschwörungsmythen, prorussische Propaganda: Dafür stand das „Compact“-Magazin. Jetzt hat das Innenministerium das Heft verboten. Auch der AfD geht damit ein wichtiges Instrument verloren.

SZ PlusVon Markus Balser, Christoph Koopmann, Roland Preuß

AfD und Potsdamer Geheimtreffen
:Strippenzieher der „Remigration“

Die folgenreiche„Correctiv“-Recherche über ein Potsdamer Geheimtreffen von Rechtsextremisten und AfD-Politikern gibt es jetzt ausführlich erzählt als Buch. Es ist vor allem eine Warnung.

Rezension von Dominik Fürst

Neue Rechte
:Wenn Rechte weinen

"Nur Amerika und die Juden und schwache Menschen, überall": Die neuen Völkischen ähneln in Rührung und Panik immer mehr den alten. Zu Götz Kubitschek und seiner Angst um deutsche Männer.

SZ PlusGastbeitrag von Volker Weiß

MeinungPolitische Gewalt
:Schluss mit falscher Rücksicht

Innerhalb einer Woche werden mehrere Politiker brutal überfallen. Auf dieses neue Maß an Demokratieverachtung muss die Justiz rasch reagieren. Und gerade in Ostdeutschland ist es Zeit für ein paar klare Worte.

SZ PlusKommentar von Constanze von Bullion

Ukraine-Debatte
:Der plötzliche Pazifismus am rechten Rand

Im Streit um die US-Militärhilfe für die Ukraine nutzen AfD und Republikaner das Vokabular der Friedensbewegung. So wird die Tragödie in Osteuropa zum Lehrstück über die Wandelbarkeit der politischen Lager.

SZ PlusGastbeitrag von Volker Weiß

ExklusivNeurechte Literaturnetzwerke
:Wenn's rechts werden muss

Verlage, Bücher, Lesezirkel: Die nationalistische Rechte baut seit Jahren einen eigenen Literaturbetrieb auf. Eine Recherche zum neuen Kulturextremismus.

SZ PlusVon Lothar Müller

Nach Treffen zu Vertreibungsplänen
:CDU will Teilnehmer an Extremisten-Treffen aus der Partei werfen

Weil ein Mitglied sich mit AfD-Politikern und Rechtsextremisten getroffen hatte, um über die Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland zu diskutieren, gibt es nun ein Parteiausschlussverfahren. Für CDU-Mitglieder mit Kontakt zur AfD und zur Neuen Rechten wird es ungemütlicher.

Film "Die Arier"
:Die richtigen Fragen stellen

Rechtsradikale Demonstranten, Ku-Klux-Klan-Mitglieder und Neonazi Tom Metzger: lauter Personen, die mit Rassismus und Gewalt assoziiert werden. Regisseurin Mo Asumang hat mit ihnen gesprochen. Warum? Sie will wissen, was "Arier" sind.

Von Johanna Schlemmer

Angriffe auf Bibliotheken
:"Aktionsfeld der Neuen Rechten"

Antisemitische Flyer, bedrohte Mitarbeiter, Bücher, die mit Messern zerschnitten werden: Der Kulturkampf hat die Bibliotheken erreicht.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung
:"Retten, was zu retten ist"

Die Historiker Norbert Frei und Michael Brenner fordern die Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung auf, ihre rechte Vergangenheit aufzuarbeiten.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

175 Jahre Nationalversammlung in Frankfurt
:So deutsch wie Winnetou und Wurst

Als Erinnerungsort ist die Paulskirche keineswegs so eindeutig bestimmt, wie es die Erinnerungskultur gerne hätte: Auch die Rechte bezieht sich auf die Frankfurter Nationalversammlung.

SZ PlusGastbeitrag von Volker Weiß

ExklusivCarl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung
:In diesem ehrenwerten Haus

In der einst rechtslastigen Münchner Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung sprachen die bekanntesten Wissenschaftler. Bezahlt wurde ordentlich - und in kleinen Scheinen. Auch sonst reibt man sich bei näherer Betrachtung der feinen Institution die Augen.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel und Felix Stephan

Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey: "Gekränkte Freiheit"
:Wir sind so frei

Und, was sagt Twitter? "Libertärer Autoritarismus": Oliver Nachtwey, Carolin Amlinger und ihr Blick auf die Grabenkämpfe der deutschen Gegenwart.

SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

Familie
:Wo sich unter moderner Erziehung rechtes Gedankengut verbirgt

Die neuen Rechten tragen keine Springerstiefel. Sie kämpfen im Blümchenkleid für natürliche Elternschaft. Nora Imlau hat mehrere Bestseller über Erziehung geschrieben und fordert klare Abgrenzung.

SZ PlusGastbeitrag von Nora Imlau

Helmut Lethen: "Der Sommer des Großinquisitors"
:Gesichter des Bösen

Helmut Lethen hat ein Buch über die Skrupellosigkeit geschrieben. Man liest es angesichts der Gegenwart mit Schaudern.

Von Johan Schloemann

Bücher über die "Neue Rechte"
:Antipluralistisch, autoritär, diktatorisch

Armin Pfahl-Traughber hält die Köpfe der Neuen Rechten für intellektuelle Tiefflieger - und begründet das brillant. Ein Team um Wolfgang Schroeder hat zudem erkundet, wie die Rechten in die Gesellschaft hineinwirken. Fazit: Für Entwarnung sehen die Politikwissenschaftler keinen Anlass.

Von Tanjev Schultz

Social Media
:Rechte Ausweichmanöver

Neue Rechte und Verschwörungsgläubige behaupten, Facebook und Twitter würden sie zensieren - und gründen Ersatzplattformen. Gettr zum Beispiel. Kann sich das etablieren?

SZ PlusVon Christoph Koopmann und Lea Weinmann

Neue Rechte
:Der Kulturkampf

Kleine Anfragen, Hassmails, Sachbeschädigung: Die Neue Rechte geht gegen Kunst und Kultur vor. Warum eignet sich dieser Bereich so gut als Feindbild und welche Rolle spielt die AfD in dem Ganzen?

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Rechte Memes im Internet
:Der Kampf der Bilder

#Fashwave präsentiert martialische, spektakuläre Bilder in einer knalligen Retro-Optik - dahinter verbirgt sich eine rechtsextreme Ideologie, die vor allem junge Männer erreichen soll.

Von Sabina Zollner

Verfassungsschutz
:AfD-nahe Denkfabrik als rechtsextrem eingestuft

"Erwiesen extremistische Bestrebungen": Der Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt verschärft die Gangart gegen das "Institut für Staatspolitik". Dieses sei ein gefährliches Zentrum der "Neuen Rechten".

Von Markus Balser

Im Kino: "Je suis Karl"
:"Es ist nun mal das Talent von Rechten, immer wieder unterschätzt zu werden"

Wieso rutschen junge Menschen in radikale Bewegungen ab? Christian Schwochows neuer Film beschäftigt sich mit dem Phänomen der neuen Rechten. Ein Gespräch mit ihm und Pia Lamberty, Expertin für Verschwörungserzählungen.

SZ PlusInterview von Cornelius Pollmer

Verfassungsschutz
:Neue Rechte als Verdachtsfall

Der Verfassungsschutz stuft das "Institut für Staatspolitik" des neu-rechten Verlegers Götz Kubitschek als Rechtsextremismus-Verdachtsfall ein. Das sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Verfassungsschutz der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Hohenzollern-Streit
:Wie eng Konservative und Rechtsradikale verstrickt sind

Benjamin Hasselhorn, Sachverständiger der CDU im Streit um das Erbe der Hohenzollern-Dynastie, gehört offenbar einem neurechten Netzwerk in den Geisteswissenschaften an.

Gastbeitrag von Niklas Weber

Design der neuen Rechten
:Die Schule der Unauffälligkeit

Daniel Hornuff untersucht, wie sich neue Rechte wie liberale Büger gebärden.

Von Jan Füchtjohann

Rechtsruck in Deutschland?
:Ehrenrettung für die Mitte

Eine Reihe von Umfragen scheint zu belegen, dass rechte Gesinnungen in der Mitte der Gesellschaft zunehmen, sogar vor einem Rechtsruck wird gewarnt. Doch Deutschlands Mitte rückt nicht nach rechts. Die Rechten werden lauter und brutaler.

Datenanalyse von Markus C. Schulte von Drach

Interner Bericht
:Mitarbeiter löst Unmut in AfD-Fraktion aus

Der Publizist Baal Müller schreibt für eine Zeitung der Neuen Rechten und fällt mit Pegida-Rhetorik auf - das gefällt einigen Abgeordneten nicht.

Von Lisa Schnell

Die Neue Rechte und die Christen
:Fürchtet euch!

Die Autorin Liane Bednarz erklärt bei einem Vortrag im Thoma-Haus sachkundig, wie die Neue Rechte systematisch christliche Kreise unterwandert - und dafür gezielt gegen "Abtreibung, Genderwahn und Islamisierung" hetzt

Von Anna-Elisa Jakob

Neue Rechte
:Am Anfang war Sarrazin

Die Journalisten Christian Fuchs und Paul Middelhoff haben ein Buch über die neue Rechte geschrieben. Es zeigt vor allem, welchen Anteil konservative Medien an deren Erfolg haben.

Rezension von Rudolf Walther

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: