Kochen:Neun Gerichte, die jeder kann

Lesezeit: 4 min

Wer sein Studium mit Nudeln und Tomatensauce überlebt hat, sollte sich jetzt ein paar weitere Rezepte zulegen. Für besondere Momente.

Von Lena Jakat

Es gibt Momente, in denen urplötzlich klar ist: Die Jugend ist endgültig vorbei, das hier ist Erwachsenen-Kram. Das muss nicht immer eine Geburt oder eine Hochzeit sein - womöglich ist es der Augenblick, in dem man ernsthaft über die Anschaffung eines Gefrierschranks/eines Kombis/eines elektrischen Fußmassagegeräts nachdenkt. Oder über eine Alternative für Nudeln mit Tomatensauce. Um für diesen Moment gerüstet zu sein, gibt es ein paar Rezepte, die jeder beherrschen sollte, der erwachsen werden will. Und alle anderen, die gerne Freunde zum Essen einladen.

1. Omelette

Damit Schulkinder nicht Hunger leiden oder Schokolade essen müssen, falls mal niemand zuhause ist, lernen viele schnell, ein, zwei simple Gerichte zu kochen. Das simpelste aller Gerichte ist das Rührei. Schließlich besteht das Grundrezept aus einer Zutat (Ei) und einem Arbeitsschritt (Rühren). Das Rührei der Erwachsenen ist das Omelette. Gleicher Ansatz, doch ein bisschen eleganter und vielseitiger.

Tipp: Eier würzen und mit dem elektrischen Quirl eine ganze Weile schlagen, so wird das Omelette richtig fluffig. Das gestockte Omelette einmal wenden und eine Hälfte zum Beispiel mit Ricotta/Zitronenschale/Parmesan, Feta/Peperoni /Minze oder frischen Pilzen (in einer separaten Pfanne andünsten, sonst wird das Omelette wässrig) belegen. Zuklappen, fertig.

Ein Rezept für herbstliches Omelette mit Maroni finden Sie hier.

2. Ein originelles Pasta-Gericht

Es soll ja Menschen geben, die müssen nach dem Auszug von zu Hause im ersten Semester erst einmal lernen, wie man Nudeln kocht, ohne dass sie anbrennen. Im Laufe des Studiums meistern viele dann zumindest die einfache Tomatensoße oder gar eine Bolognese. Wer mit Pasta beeindrucken will, sollte sich zumindest ein weiteres Rezept aneignen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Sauce aus gehackten Walnüssen, Knoblauch und Mascarpone? Oder mit Cornelia Polettos Lieblingsrezept - Spaghetti Vongole?

Tipp: Ein paar Mythen und Regeln zum Nudelkochen finden Sie hier. Wer weniger beeindrucken und schneller satt werden will, findet hier ein Rezept für blitzschnelle Nudeln, fast ohne Abspülen.

3. Ein gutes vegetarisches Gericht

"Kein Problem, dann ess' ich halt den Salat." Solche selbstkasteienden Ansagen sollte niemand seinen vegetarischen Gästen durchgehen lassen. Es braucht eine fleischlose Alternative - und zwar jenseits der Beilagen. Eine, die auch Fleischliebhaber anstandslos akzeptieren. Ein paar Anregungen deutscher Spitzenköche finden Sie hier:

Tipp: Viele vegetarische Rezepte rücken sättigendes Gemüse wie Kartoffeln oder Hülsenfrüchte ins Zentrum. Gut zur Jahreszeit passt etwa ein Linsen-Kastanien-Braten mit Gorgonzolasauce.

4. Thai-Curry

Ein einfaches Gericht, das zuverlässig gelingt und geschmacklich beeindruckt - vorausgesetzt, die richtigen Zutaten kommen zum Einsatz. Wer einmal das deutsche Supermarkt-Imitat weggeräumt und im Asia-Laden ein paar gute Curry-Pasten, Fisch- und Sojasauce besorgt hat, kann kaum noch etwas falsch machen. In Wok oder großer Pfanne lässt sich dann ausgezeichnet mit hauchdünnen Rindfleischstreifen, Krabben, Gemüse, Nüssen oder anderem experimentieren.

Tipp: Zu allererst die Currypaste in heißem Öl anrösten, so entfaltet sie ihr volles Aroma. Dann mit ein wenig Kokosmilch ablöschen und erst dann nach und nach die übrigen Zutaten zufügen. Wer nicht jahrelang nur rotes Curry essen mag, kann angebrochene Pasten gut einfrieren.

Hier finden Sie zum Beispiel ein Rezept mit Süßkartoffeln und Auberginen:

5. Schweinebraten

Neben Bratwürsten (die noch klar unter die Kategorie Studentenküche fallen) dürfte es kaum ein Gericht geben, das mehr mit der deutschen Küche assoziiert wird. Hier bewegt man sich zubereitungstechnisch in einer anderen Liga als beim Gemüsecurry. Aber wer sich einmal herangewagt hat, wird spätestens beim zweiten oder dritten Versuch feststellen: So ein Schweinebraten ist keine Zauberei. Ein klassisches Rezept von Eckhart Witzigmann finden Sie hier, in diesem Interview gibt ein Koch Tipps für die perfekte Kruste.

Tipp: Zum Schweinebraten gehören klassischerweise Knödel. Um deren Zubereitung anständig zu beherrschen, brauchen viele allerdings nicht nur bis zum Erwachsenwerden, sondern schon eher bis zum Eintritt ins Rentenalter. Rettung naht in Form von Brezenknödeln. Dabei wird der Knödelteig in Frischhalte- und Alufolie gewickelt, gegart und schließlich in Scheiben serviert.

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