bedeckt München 31°

Grillblog zu Yakitori:Schnelle Spießchen

Hier ein Stückchen, da ein Spießchen: Oft reicht es beim Grillen nach Feierabend nicht mehr für aufwändiges Marinieren. Dann sind japanische Yakitori-Spieße ausgezeichnet - sogar für Vegetarier.

Von Christina Metallinos

Kochnische grillblog yakitori rezept

Yakitori sind perfekt für die Grillsause nach Feierabend.

(Foto: Christina Metallinos)

Qua deutscher Schönwettergesetzmäßigkeit besteht in den kommenden Monaten bei Sonnenschein und warmem Wetter geradezu eine Pflicht zum Grillen. Während man sich am Wochenende dafür mit einem ausgiebigen Mariniermarathon beschäftigen kann, fällt derlei Feinarbeit unter der Woche aus Zeitmangel meist weg. Viele Fleischfreunde sind schon froh, wenn sie nach Feierabend noch irgendwo ordentliches Grillgut ergattern.

In solchen Fällen gibt es bei mir diese japanischen Yakitori-Spieße. Die meisten Zutaten habe ich im Küchenschrank. Frisch dazu braucht man noch unmariniertes Hühnerbrustfilet, das es auch noch am späten Nachmittag beim Metzger gibt. Wer keine Frühlingszwiebeln zur Hand hat, kann sie zur Not weglassen - verpasst dafür allerdings deren leicht karamellisierten und fruchtigen Geschmack, der meiner Ansicht nach ein wunderbares Gegengewicht zur kräftigen Sauce bildet. Ebenso übrigens wie ein paar gegrillte rote Spitzpaprika, die ich gerne dazu serviere.

Selbst Vegetarier oder Veganer müssen nicht auf ihren Yakitori-Spieß verzichten - auch in japanischen Yakitori-Restaurants kommen Vegetarier inzwischen voll auf ihre Kosten. Am heimischen Grill lassen sich Spitzpaprika, Frühlingszwiebeln, Champignons und ein wenig Räuchertofu auf die Spieße reihen. Diese am besten noch mit etwas Öl einpinseln, damit der Tofu nicht am Grill haften bleibt. Ansonsten gilt, für die Fleisch- wie die vegetarische Variante: Je öfter die Spießchen mit der Sauce bepinselt werden, desto leckerer werden sie.

Zutaten für zwei Portionen

140 ml Mirin (japanischer Reiswein), alternativ: lieblicher Weißwein

90 ml helle Sojasauce

1 EL Zucker

4-5 Frühlingszwiebeln

300 g Hühnerbrustfilet

Bambusholzstäbchen

Zubereitung

Holzstäbchen in eine flache Schale Wasser legen, sodass sie komplett bedeckt sind. Mirin, Sojasauce und Zucker in einem kleinen Topf verrühren, aufkochen und etwa zehn Minuten einkochen lassen, bis die Sauce sirupartig eindickt. Ist sie noch flüssig, weiter köcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Frühlingszwiebeln putzen und die grünen Enden abschneiden. Den weißen Teil in etwa 2,5 cm lange Stücke schneiden. Hühnerbrustfilet in Würfel mit zwei bis 2,5 cm Kantenlänge teilen.

Gewässerte Spießchen aus dem Wasser holen. Pro Spieß vier Würfel Hühnerbrustfilet und dazwischen insgesamt drei Stücke Frühlingszwiebel quer aufspießen. Auf den heißen Grill auf direkter Hitze etwa sieben Minuten grillen, dabei vier- bis fünfmal die Spieße von oben mit der gekochten Sauce bestreichen.

© Süddeutsche.de/leja/rus

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite