Sport kompakt:Fifa weist Vorwürfe zurück

Sowohl die Fifa als auch der Beschuldigte Nicolas Leoz weisen die Bestechungsvorwürfe zurück, Real-Trainer José Mourinho nimmt das 0:5-Debakel gegen Barça gelassen, Dirk Nowitzki siegt mit Dallas weiter. Sport kompakt

Der Fußball-Weltverband Fifa hat die Bestechungsvorwürfe gegen drei Exekutivmitglieder als alt und damit gegenstandslos bezeichnet. Es handele sich um Vorgänge, die von den zuständigen Schweizer Strafbehörden bereits untersucht worden seien, teilte die Fifa am Dienstag in einer Presseerklärung mit. "In seinem Urteil vom 26. Juni 2008 hat das Strafgericht Zug keinen Fifa-Funktionär verurteilt", heißt es darin. Es sei auch kein Mitglied des Weltverbandes wegen krimineller Delikte angeklagt worden. Auch Nicolas Leoz, einer der drei der Korruption verdächtigten Funktionäre und Präsident der südamerikanischen Fußball-Konföderation Conmebol, hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Geschichten über Bestechlichkeit im Exekutivkomitee der Fifa seien dieselben wie vor zehn Jahren. "Das ist nichts Ernsthaftes. Vor zehn Jahren hat die Schweizer Justiz Klarheit geschaffen", sagte der Paraguayer, der in der Exekutive sitzt. Die Vorwürfe seien nur ein Versuch "bestimmter Personen, vor der Entscheidung am 2. Dezember Druck aufzubauen". Am Donnerstag werden die WM-Endrunden 2018 und 2022 vergeben.

Korruptionsvorwürfe gegen FIFA-Funktionäre

Der beschuldigte Fifa-Funktionär Nicolas Leoz (links) mit Josef Blatter (Mitte) und João Havelange.

(Foto: dpa)

Nach dem 0:5-Debakel von Real Madrid im Schlagerspiel der spanischen Fußball-Liga beim FC Barcelona hat Trainer José Mourinho das Ausmaß der Niederlage heruntergespielt. "Die Meisterschaft ist längst nicht entschieden", sagte der Real-Coach in der Nacht zum Dienstag. "Die Niederlage ist leicht zu verdauen, weil sie verdient war. Barcelona hat in Bestform gespielt und wir sehr schlecht." Der Portugiese räumte ein, dass dies die höchste Niederlage seiner Trainerkarriere gewesen war. Dennoch sei die 0:5-Schlappe im "Clásico" keineswegs der schwärzeste Tag seiner Laufbahn. "Mit Inter Mailand habe ich in der vorigen Saison in den Gruppenspielen der Champions League ebenfalls in Barcelona verloren, aber dann musste Barça sich das Finale im Fernsehen ansehen", betonte Mourinho unter Anspielung auf den Inter-Erfolg im Halbfinale über die Katalanen. Die spanische Presse würdigte einhellig die spielerische Überlegenheit des FC Barcelona im "Fußball-Klassiker". "Barça demütigt Real", titelte die Zeitung "El Mundo". Das Sportblatt "Marca" meinte: "Das war zu viel Barça für zu wenig Real." Die Madrilenen waren in dem mit Spannung erwarteten Schlagerspiel sang- und klanglos untergegangen.

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks setzen ihren Siegeszug in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA fort. Die "Mavs" bezwangen am Montag im texanischen Duell die Houston Rockets locker mit 101:91 und feierten den sechsten Erfolg in Serie. Neben Nowitzki, der mit 20 Punkten und zehn Rebounds das sechste Double-Double der Saison erzielte, waren Caron Butler (19) und Shawn Marion mit 14 Zählern und zehn Rebounds die besten Akteure von Dallas. Der Vizemeister von 2006 liegt nun dank einer Bilanz von 13:4 mit dem amtierenden Titelträger Los Angeles Lakers auf dem geteilten zweiten Platz in der Western Conference hinter San Antonio.

Franck Ribéry vom deutschen Fußball-Meister Bayern München hat seine Forderung nach einer Einsatzgarantie erneuert. "Jetzt muss ich weiter 90 Minuten spielen", sagte der Franzose der Bild-Zeitung. Am vergangenen Samstag beim 4:1 gegen Eintracht Frankfurt hatte Trainer Louis van Gaal Ribéry erstmals nach dessen Sprunggelenksverletzung die gesamte Spielzeit eingesetzt. "Ich brauche jetzt weiter Spielpraxis und Spielrhythmus. Dann werde ich mich von Spiel zu Spiel besser fühlen", sagte der 27-Jährige. Er sei zwar noch nicht bei 100 Prozent, aber auf dem besten Weg dorthin. Spätestens zu Beginn der Rückrunde will Ribéry wieder in Topform sein: "Das ist mein Ziel. Aber dafür muss ich jetzt einfach spielen."

Trainer Felix Magath vom kriselnden Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 hat als Konsequenz aus der 0:5- Pleite beim 1. FC Kaiserslautern drei Profis bis zur Winterpause aussortiert. Neben Mittelfeldspieler Jermaine Jones, der auf Schalke noch einen hoch dotierten Vertrag bis 2014 hat, wurden auch der ghanaische WM-Teilnehmer Hans Sarpei und Alexander Baumjohann in die Regionalliga-Elf des FC Schalke abkommandiert. "Bei Jermaine Jones hat mir seine Spielauffassung nicht gefallen, bei den anderen beiden Spielern die Trainingsauffassung", sagte Magath am Dienstag. Dafür trainiert vor der Partie gegen den FC Bayern München am Samstag der lange verletzte Linksverteidiger Christian Pander wieder mit den Profis.

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss in den beiden nächsten Spielen gegen Karpati Lwiw am Donnerstag und beim 1. FC Nürnberg am Sonntag auf Torjäger Lucas Barrios verzichten. Dies teilte der Tabellenerste am Dienstag mit. BVB-Stürmer Barrios hatte sich in der Partie gegen Borussia Mönchengladbach (4:1) am vergangenen Samstag eine Kapselverletzung im rechten Knie zugezogen.

Das deutsche Bundesliga-Quartett hat für das Achtelfinale im Handball-Europacup im Februar 2011 gute Lose erwischt. Titelverteidiger TBV Lemgo trifft im EHF-Cup auf den türkischen Vertreter Besiktas Istanbul und hat im Hinspiel ebenso Heimrecht wie FA Göppingen gegen HC Metalurg aus Mazedonien. Der TV Großwallstadt muss in der Runde der letzten 16 erst auswärts in Dänemark bei Bjerringbro Silkeborg antreten. Im Europapokal der Pokalsieger reist Titelverteidiger VfL Gummersbach zunächst zu Xico Andebol nach Portugal und hat eine Woche später Heimrecht.

© sueddeutsche.de/dpa/sid/alin
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