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Sport kompakt:Ballack wird ein echter Engländer

Ballack verschießt den entscheidenden Elfmeter für Chelsea, Toyota gibt Formel-1-Startplatz zurück, FCB angeblich an Brasilianer Dagoberto interessiert. Sport kompakt

Der FC Chelsea mit Michael Ballack ist im Elfmeterschießen aus englischen Ligapokal ausgeschieden. Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vergab seinen Elfmeter und trug so zu Niederlage der "Blues" im Viertelfinale des Carling Cups bei den Blackburn Rovers bei. Mit 3:4 unterlag Chelsea am Mittwoch im Elfmeterschießen, nach Verlängerung hatte es 3:3 (2:2, 0:1) gestanden. Südafrikas Nationalspieler Benedict McCarthy schien in der 93.Minute per Strafstoß für die Entscheidung zugunsten Blackburns gesorgt zu haben, doch dann glich Chelseas Paulo Ferreira (120.) doch noch aus und rettete Chelsea ins Elfmeterschießen. Nikola Kalinic (9.) und Brett Emerton (64.) trafen zuvor für Blackburn, Didier Drogba (48.) und Salomon Kalou (52.) für Chelsea, bei dem Ballack durchspielte und die Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer besorgte. In der zweiten Viertelfinal-Partie am Mittwoch Abend unterlag Arsenal bei Manchester City 0:3 (0:0). Bereits am Dienstag hatten Titelverteidiger Manchester United und Aston Villa die Vorschlussrunde erreicht. _________________________________________________________________

Selbst die Besten haben einmal einen Elfmeter verschossen - auch wenn sie Deutsche sind und wie Michael Ballack in England spielen.

(Foto: Foto: Getty)

Der dreimalige Biathlon-Olympiasieger Michael Greis hat beim Weltcup-Auftakt in Östersund die Top-Plätze verpasst. Der Bayer leistete sich zwei Strafminuten und hatte nach 20 km 2:06,6 Minuten Rückstand auf Sieger Emil Hegle Svendsen. Der Weltmeister aus Norwegen feierte seinen zwölften Weltcup-Sieg 35,5 Sekunden vor dem US-Amerikaner Tim Burke. Dritter wurde Christoph Sumann aus Österreich. _________________________________________________________________

Die Rückkehr des Schweizer Sauber-Teams in die Formel 1 ist perfekt. Der Automobil-Weltverband FIA bestätigte am Donnerstagabend, dass der Rennstall von Peter Sauber den 13. und letzten Startplatz im Feld für 2010 erhalten wird, den Toyota durch seinen Ausstieg freigemacht hat. Peter Sauber hatte am vorigen Freitag sein Team vom Münchner Automobilhersteller BMW zurückgekauft, Voraussetzung für die Übernahme war aber noch die Starterlaubnis durch die FIA.

Toyota hat seinen Formel-1-Startplatz für die Saison 2010 zurückgegeben. Das erklärte ein Toyota-Sprecher am Donnerstag der dpa. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Vor allem im schweizerischen Hinwil dürfte die Nachricht beim BMW-Nachfolge-Team Sauber die Hoffnung im Rennen um die Teilnahme an der WM im kommenden Jahr genährt haben. Ein Sprecher des Rennstalls hatte schon zu Wochenbeginn erklärt, dass man zuversichtlich sei, "bald" den 13. Startplatz bestätigt zu bekommen. Während für Toyota die Lichter ausgehen, will Sauber 2010 für alten Glanz sorgen. In der offiziellen Startliste für die nächste Saison war das Team zwar nicht genannt worden. Doch nachdem Peter Sauber sich mit Rückzieher BMW auf eine Übernahme einigen konnte, stehen die Ampeln praktisch auf Grün. Als einer der zwei Fahrer wird der Deutsche Nick Heidfeld gehandelt. "Ich begrüße es, dass Peter Sauber mit BMW eine Einigung erzielen konnte. Ich denke, Peter ist die beste Lösung für das Team", sagte der 167-malige Grand-Prix-Teilnehmer jüngst der dpa. Heidfeld war schon zu einstigen Sauber-Zeiten für den Schweizer gefahren und hatte auch die Ära BMW-Sauber mitbestritten und -gestaltet. _________________________________________________________________

Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München zeigt offenbar grundsätzliches Interesse am brasilianischen Stürmer Dagoberto. Der 26-Jährige bestätigte am Dienstag, dass Vertreter des FC Bayern an seine Berater herangetreten seien. Konkret geworden seien die Gespräche aber noch nicht. Laut brasilianischen Medien soll eine Ablösesumme von 9 Millionen Euro im Gespräch sein. Dagoberto wurde bereits dreimal brasilianischer Meister, zuletzt zweimal mit dem FC Sao Paulo. Er ist ein dribbelstarker Stürmer mit großem Spielverständnis, aber kein klassischer Torjäger. Unterdessen hat Trainer Louis van Gaal nach dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf im Millionen-Kader einige Veränderungen angekündigt. "Nach dieser Saison werde ich im Kader selektieren, vielleicht auch schon im Winter. Dann kommen andere Spieler, und dann klappt es vielleicht schneller", sagte der Niederländer der Münchner tz. Schon zu Beginn seiner Amtszeit im Sommer habe er gesagt, "dass ich nicht 25, 26 Spieler haben will. Weil dann die Perspektive für Nummer für Nummer 18 bis 26 nicht befriedigend ist und die Motivation immer geringer wird. Deswegen müssen wir zuerst Spieler abgeben." Abwanderungsgedanken haben bereits Weltmeister Luca Toni sowie Andreas Görlitz und Breno geäußert. Alle drei dürfen bei entsprechenden Angeboten im Winter wohl gehen. _________________________________________________________________

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben den New Jersey Nets in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA einen unrühmlichen Rekord beschert. Die 101:117-Niederlage gegen Dallas war für die Mannschaft aus East Rutherford die 18 Pleite im 18 Spiel. Bis dato waren die Miami Heat (1988/89) und die Los Angeles Clippers (1998/99) mit jeweils 17 Niederlagen die Teams mit dem schlechtesten Saisonstart aller Zeiten. Nowitzki erzielte 24 Punkte und war damit einmal mehr bester Werfer der Texaner, die hinter Meister Los Angeles Lakers zweitbestes Team im Westen sind. Keinen Grund zur Freude gab es dagegen für den zweiten deutschen Nationalspieler in der NBA. Chris Kaman musste mit den Los Angeles Clippers im heimischen Staples Center eine 85:102-Niederlage gegen die Houston Rockets hinnehmen. Center Kaman bot mit zehn Punkten und fünf Rebounds eine allenfalls durchschnittliche Leistung. Der zehnmalige NBA-Allstar Allen Iverson hat unterdessen seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt. Nur wenige Tage nach der Ankündigung, seine Karriere beenden zu wollen, einigte sich der 34-Jährige mit den Philadelphia 76ers, bei denen er 10 seiner 13 Profijahre in der NBA spielte, auf ein Comeback. Dies teilte Klub-Boss Ed Stefanski am Mittwoch mit. Der wertvollste Spieler (MVP) der NBA des Jahres 2001 hatte vor knapp zwei Wochen seinen Vertrag bei den Memphis Grizzlies aufgelöst, nachdem er dort nicht über ein Reservisten-Dasein hinausgekommen war. In seiner Karriere erzielte Iverson im Durchschnitt 27 Punkte pro Spiel und war in vier Spielzeiten der erfolgreichste Korbschütze der NBA. ________________________________________________________________

Drei von vier deutschen NHL-Legionären konnten sich am Abend über Siege in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga freuen. Marco Sturm trug sich beim 4:1-Sieg der Boston Bruins gegen die Tampa Bay Lightning gleich doppelt in die Torschützenliste ein und avancierte zum Matchwinner. Christian Ehrhoff und die Vancouver Canucks setzten sich mit 5:2 bei den New Jersey Devils durch, Dennis Seidenberg gewann mit den Florida Panthers 6:5 nach Penaltyschießen gegen die Colorado Avalanche. Einzig Marcel Goc und die Nashville Predators steckten gegen Minnesota Wild eine 5:6-Niederlage nach Verlängerung ein. _________________________________________________________________

Die Schwedin Helena Jonsson hat den ersten Biathlon-Weltcup der Saison gewonnen. Die Gesamtweltcup-Siegerin der letzten Saison triumphierte 26,2 Sekunden vor ihrer Landsfrau Anna Carin Olofsson. Platz drei belegte die Bulgarin Darja Domratschewa. Die deutschen Biathletinnen erlebte ohne die erkrankte Magdalena Neuner (Wallgau) einen Fehlstart in den Olympia-Winter. Neuner-Vertreterin Juliane Döll (Oberhof) war mit 2:10,4 Minuten Rückstand auf Platz zwölf beste Deutsche. Martina Beck (Mittenwald) belegte Platz 13, Doppel-Weltmeisterin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) landete als dritte Deutsche auf Paltz 17. Am Donnerstag (17.05 Uhr/live im ZDF) steht das 20-km-Rennen der Herren mit dem dreimaligen Olympiasieger Michael Greis auf dem Programm. _________________________________________________________________

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) 50 Millionen Euro wegen ausufernder Kosten an Spieltagen gefordert. "Wir sind der Auffassung, dass wir über eine Gebührenregelung die Verbände DFB und DFL dazu anhalten müssen, einen Beitrag zu den unglaublichen Polizeikosten zu leisten", sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt am Donnerstag dem Nachrichtensender N24 aus Anlass der in Bremen tagenden Innenministerkonferenz. Angesichts der Kosten von weit mehr als 100 Millionen pro Saison halte er dies für einen "echten Freundschaftpreis". Wendt zeigte sich optimistisch, dass es zu einer Beteiligung der Fußballverbände kommt. "Solche politischen Prozesse dauern ihre Weile. Aber irgendwann wird es dazu kommen, dass nicht mehr der Steuerzahler allein für diese Kosten aufkommt, sondern auch diejenigen, die mit Fußball Milliardenbeträge verdienen", sagte der Gewerkschaftschef. _________________________________________________________________

Mit einem 2:0-Sieg beim Aufsteiger CD Xerez hat der FC Barcelona seinen Vorsprung vor Real Madrid an der Spitze der spanischen Fußball-Liga auf fünf Punkte ausgebaut. Die Katalanen hatten in der vorgezogenen Partie beim Schlusslicht allerdings mehr Mühe als erwartet. Nach den umjubelten Erfolgen in der Champions League über Inter Mailand (2:0) und im "Clásico" über Real (1:0) wirkte der spanische Meister am Mittwochabend wie in Katerstimmung. "Wir waren nicht auf der Höhe", räumte Trainer Josep Guardiola ein, der viele Stars geschont und eine verstärkte B-Elf aufgeboten hatte. Thierry Henry brachte Barça in der 47. Minute in Führung. Zlatan Ibrahimovic (90.) stellte unmittelbar vor dem Abpfiff den Endstand her. Den Katalanen gelang damit auswärts nach einer Serie von Punkte-Teilungen der erste Sieg seit gut zwei Monaten. _________________________________________________________________

Viel wurde nach dem rätselhaften Autounfall von Tiger Woods über einen möglichen Seitensprung des Golfstars spekuliert - jetzt hat er sich, nach einem weiteren Bericht über eine angebliche Affäre, öffentlich bei seiner Familie entschuldigt. Er habe sie im Stich gelassen und bedaure das "von ganzem Herzen", schrieb der 33-Jährige am Mittwoch auf seiner Website. Seine Privatangelegenheiten sollten weiterhin privat bleiben und gingen neben seiner Frau und ihm selbst niemanden etwas an, erklärte Woods weiter. Das Magazin Us Weekly hatte zuvor über eine angeblich mehr als zweieinhalbe Jahre dauernde Affäre des Weltranglistenersten mit einer Kellnerin aus Los Angeles berichtet. "Ich bin meinen Werten und dem Verhalten, das meine Familie verdient, nicht treu geblieben", schrieb Woods später auf seiner Website. "Ich bin nicht ohne Fehler und weit davon entfernt, perfekt zu sein." Die von Us Weekly zitierte Kellnerin erklärte dem Magazin zufolge, sie habe den Golfstar eine Woche nach den Masters im Jahr 2007 in einem Nachtclub in Las Vegas kennengelernt - zwei Monate vor der Geburt des ersten Kindes von Woods und seiner Frau Elin. Für die 31 Monate dauernde Affäre habe sie 300 SMS als Beweise, wurde Jaimee G. zitiert. ________________________________________________________________

Nach der Talfahrt in der Deutschen Eishockey-Liga haben die Kölner Haie Chefcoach Igor Pawlow sowie Co-Trainer Rupert Meister beurlaubt. Manager Rodion Pauels wurde die sportliche Leitung der Profiabteilung entzogen. Das teilte der Club am Mittwochabend mit. Neuer Haie-Trainer ist Bill Stewart, der bis auf weiteres auch die Aufgaben des Sportchefs ausüben wird. Der Kanadier erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Zudem wird der deutsche Rekordnationalspieler Udo Kießling den Club als Vertreter eines Investors beraten. "Der Trend war negativ und konnte so nicht weitergehen", sagte Geschäftsführer Thomas Eichin. In 13 Spielen gab es zuletzt elf Niederlagen. Pauels wird von sofort an ein "verändertes Aufgabenfeld" erhalten und vor allem im Nachwuchsbereich arbeiten. Der frühere Haie-Spieler Niklas Sundblad wird neuer Assistent von Stewart, der vor knapp einem Jahr bei Ligakonkurrent Hamburg Freezers entlassen worden war. "Er ist ein Mann mit Erfahrung", begründete Eichin die Entscheidung. "Er kann der Mannschaft Selbstvertrauen geben. Wir hoffen darauf, dass wir bald wieder auf einem Playoff-Platz stehen." Nach der jüngsten Negativserie waren die Haie bis auf Platz 13 abgerutscht. In Stewart steht seit dem Sommer 2008 bereits der fünfte Chefcoach an der Haie-Bande.

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