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Fußball - München:Rummenigge verteidigt USA-Reise: "Trainer muss mitspielen"

München (dpa) - Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Verständnis für die kritischen Worte von Trainer Niko Kovac an der sportlich beschwerlichen USA-Reise geäußert. Der ehemalige Nationalspieler verteidigte die Reise des deutschen Fußball-Rekordmeisters in die Vereinigten Staaten jedoch erneut.

"Alle Trainer, die in den letzten Jahren bei uns gearbeitet haben, haben da mitgespielt. Es ist wichtig, dass man die Reise ganz einfach so akzeptiert, wie sie ist. Das ist, ich kann mich da nur wiederholen, alternativlos", stellte Rummenigge vor Medien am Montag vor dem Abflug in die USA klar. "Wir müssen das machen, wir müssen zusehen, dass wir unsere Sponsoringaktivitäten, unsere Merchandisingaktivitäten auf diese Art und Weise auch in die Welt hineinbringen."

Kovac hatte vor der Reise aus sportlicher Sicht von "erschwerten Bedingungen" in der Vorbereitung gesprochen. "Man muss zwölf Stunden nach Los Angeles fliegen, man hat neun Stunden Zeitunterschied. Man muss sich akklimatisieren und versuchen, das alles zu drehen", schilderte Kovac die Problematik, Sport und Business zu verbinden.

"Ein Trainer muss da mitspielen", betonte Rummenigge. "Ich kann mir vorstellen, das ist alles für einen Trainer nicht so einfach, zwölf Stunden Flug, es gibt eine Zeitdifferenz, aber auf der anderen Seite kommen wir wieder, haben dann noch über drei Wochen Zeit, uns auf die Bundesliga vorzubereiten, es gibt noch ein Trainingslager am Tegernsee, dementsprechend sehe ich da kein großes Problem."