GrönlandWo das Eis schmilzt

Grönland ist unverkäuflich - die dänische Reaktion auf das Ansinnen des US-Präsidenten war unmissverständlich. Doch was ist das für ein Land, das plötzlich für diplomatische Verwicklungen sorgt?

Seit 1814 gehört das große einsame Grönland zum kleinen Dänemark, zunächst als Kolonie, seit 1979 als autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs. Doch schon in den Jahrhunderten zuvor hatten sich Siedler aus Skandinavien auf der größten Insel der Erde zumindest zeitweise niedergelassen. Den Anfang machten um das Jahr 1000 die Wikinger. Sie harrten gut 200 Jahre aus, jagten Walrosse wegen des kostbaren Elfenbeins und betrieben Ackerbau - bis eine Kälteperiode ausbrach, noch mehr Eis das Land überzog und Landwirtschaft unmöglich machte. Die Wikinger verließen Grönland und für mehrere Jahrhunderte gehörte es wieder nur denjenigen, die schon über Generationen gelernt hatten, mit den widrigen Bedingungen zurechtzukommen: Bereits vor rund 3000 Jahren besiedelten die Inuit von Sibirien aus Grönland. Kalaallit Nunaat heißt es in ihrer Sprache - das "Land der Menschen".

Bild: Felipe Dana/dpa 21. August 2019, 18:172019-08-21 18:17:39 © SZ.de/edi/berk