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Anschlag in Bangkok:Reisehinweise und Stornierungen

Was sollten Touristen jetzt beachten?

Das Auswärtige Amt hat nach der Bombenexplosion am Montag seine Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand aktualisiert. "Reisenden wird empfohlen, besonders vorsichtig zu sein und diese Reisehinweise und die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen." Weitere Anschläge, auch in anderen beliebten Feriengebieten, könnten nicht ausgeschlossen werden.

Von Reisen in die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden des Landes und in die Grenzregion zu Kambodscha wurde schon vor dem jüngsten Attentat dringend abgeraten.

Kann man gebuchte Reisen stornieren?

Rechtlich sieht es für kostenlose Stornierungen eher schwierig aus, sagt Reiserechtler Paul Degott aus Hannover. Er sieht keinen Anhaltspunkt dafür, dass Gästen nun wegen höherer Gewalt ein Kündigungsgrund zugestanden werde - zumal das Auswärtige Amt keine Reisewarnung ausgesprochen hat. Zudem habe es in Thailand bereits früher Anschläge gegeben. In einem politisch eher instabilen Land Urlaub zu machen, sei mit einem gewissen Risiko behaftet.

Die Reiseveranstalter informierten derzeit ihre Gäste über die aktuelle Entwicklung und die Hinweise des Auswärtigen Amts, sagte Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband (DRV). "Mehr kann man im Augenblick noch nicht sagen."

Wie ist die generelle Sicherheitslage in Thailand?

So beliebt das Urlaubsland gerade auch bei Deutschen ist, Touristen sollten sich vorsichtig verhalten und Sicherheitshinweise sehr ernst nehmen. In Thailand hat die Kriminalität in der letzten Zeit zugenommen - gerade auch an den beliebten Reisezielen Phuket, Koh Samui und Pattaya.

Das Auswärtige Amt warnt zudem vor Banden, die mit korrupten Polizeibeamten gemeinsame Sache machen. Diese würden zum Beispiel von Touristen hohe Geldbeträge fordern, weil diese gemietete Jet Skis oder Motorroller angeblich beschädigt zurückgegeben hätten. Reisende, denen so etwas passiert, wird geraten, direkt die deutsche Botschaft zu kontaktieren (+66 2 2879000 während der Dienstzeiten und +66 81 8456224 Bereitschaftsdienst).

Frauen sollten gerade auch auf den monatlich stattfindenden "Full Moon Partys" auf der Insel Koh Pha-ngan höchste Vorsicht walten lassen. Wiederholt wurden hier Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt.