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Vorwahl der Republikaner in South Carolina:Viele Wähler sind unentschlossen

Allerdings hat die Abstimmung in South Carolina gezeigt, wie fluide das Bewerberfeld und wie unentschlossen viele Anhänger der "Grand Old Party" (GOP) sind. Die erhitzten Debatten und das große Medieninteresse führten auch dazu, dass die Wahlbeteiligung in dem konservativen Südstaat deutlich gestiegen ist - was ebenfalls Gingrich zugute kam.

Republican U.S. presidential candidate and former House Speaker Gingrich gestures during during his victory speech at his South Carolina Primary election night rally in Columbia

Mit einem rhetorischen Konter und harscher Medienschelte hat Newt Gingrich viele Wähler im Bundesstaat South Carolina überzeugt.

(Foto: REUTERS)

Der wird nicht nachlassen, Romney als den reichen "Moderaten aus Massachusetts" mit Mini-Steuersatz abzutun und ihn bei jeder Gelegenheit aufzufordern, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Zu diesem Schritt drängen Romney auch die beiden übrigen Kandidaten, Ron Paul und Rick Santorum, die nicht ans Aufgeben denken.

Solange Romney keine überzeugenden Antworten auf diese Fragen geben kann, nutzt ihm seine gut geölte Wahlkampfmaschine ebensowenig wie die Tatsache, dass Herausforderer Gingrich in manchen Staaten gar nicht zu P rimaries antritt. Gelingt es ihm jedoch diese Flanke zu schließen, könnte auch der Stern von Newt Gingrich wieder sinken.

Das Ergebnis von South Carolina zeigt, dass das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der GOP längst noch nicht entschieden, sondern wieder völlig offen ist. Der zweite Sieger dieses Wahlabends sitzt im Weißen Haus: Barack Obama kann in Ruhe an seiner für Dienstag geplanten "Rede an der Nation" arbeiten und darauf setzen, dass sich die konservativen Bewerber noch einige Wochen lang gegenseitig mit harten Bandagen bekämpfen werden.