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Stuttgart:Die verunsicherte Stadt

Jugendliche im Schlossgarten. Eine Woche nach der Krawallnacht in Stuttgart. Abendsstimmung am Eckensee und auf der Kön

Normalerweise passen Ordnungssinn und Anarchie in Stuttgart gut zusammen. Eine Woche nach den Krawallen aber braucht es zusätzliche Polizei im Schlossgarten.

(Foto: Max Kovalenko / Lichtgut / Imago)

Seit Hunderte junge Leute randalierend durchs Stuttgarter Zentrum gezogen sind, fragen sich viele: Was ist da eigentlich los? Von Wutbürgern, Spießbürgern und der sogenannten Partyszene.

Von Roman Deininger und Claudia Henzler, Stuttgart

Friedrich Schiller schaut nicht auf die Bühne, sondern auf die grünen Hänge, die den Stuttgarter Talkessel umgeben, den Kopf leicht gesenkt. Für einen Moment überlegt man, ob der Bronze-Schiller wirklich schon immer so auf seinem Sockel stand oder ob er den Blick abgewendet hat in Gram und Grausen. "Alle Menschen werden Brüder", das war ja so die Schiller-Linie, von der die AfD, die sich an diesem Nachmittag zu Füßen seines Denkmals versammelt, doch eher grob abweicht. "Das realitätsfremde Experiment von Multikulti ist vor unser aller Augen in einem Gewaltexzess gescheitert", ruft ein Redner.

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