bedeckt München 15°
vgwortpixel

SZ-Podcast "Auf den Punkt":Warum es die Bilder von Gladbeck noch braucht

Das Geiseldrama von Gladbeck ist 30 Jahre her. Warum es die Bilder von überforderten Polizisten und sensationshungrigen Journalisten immer noch braucht, kommentiert Heribert Prantl.

Vor genau 30 Jahren betreten zwei Männer in blauen Overalls eine Filiale der Deutschen Bank in Gladbeck. Der Kleinkriminelle Hans-Jürgen Rösner und sein Komplize Dieter Degowski sind bewaffnet. Sie nehmen zwei Geiseln und fordern von der Polizei ein Lösegeld von 300.000 Mark, ein Fluchtfahrzeug und Handschellen. Aus diesem einfachen Banküberfall entwickelt sich eine 54 Stunden lange Verfolgungsjagd bei der drei Menschen sterben.

Unvergessen bleibt die Medienberichterstattung, die völlig aus dem Ruder läuft. Interviews mit Verbrechern und deren Geiseln werden geführt. Hans-Jürgen Rösner stellt sich wie bei einer Pressekonferenz vor Kameras und Mikrofone und hält sich dabei sogar seine Pistole in den Mund. Braucht es die Bilder des Geiseldramas von Gladbeck noch? Ja, findet Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung.

Weitere Themen: Seehofer legt Eckpunkte für Einwanderungsgesetz vor, noch zahlreiche Menschen in Genua vermisst, Aretha Franklin ist gestorben.

So können Sie unseren Nachrichtenpodcast abonnieren

"Auf den Punkt" ist der Nachrichtenpodcast der SZ mit den wichtigsten Themen des Tages. Der Podcast erscheint von Montag bis Freitag immer um 17 Uhr. Sie finden alle Folgen auf sz.de/nachrichtenpodcast. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot, etwa bei:

iTunes

Spotify

oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de.

© jma
Zur SZ-Startseite