EU-Spitzentreffen:Gas fördern fürs Klima

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Aktivisten von Extinction Rebellion protestieren in Kapstadt gegen die Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen in Afrika. (Foto: ESA ALEXANDER/REUTERS)

Beim Gipfel in Brüssel will sich Bundeskanzler Scholz für die Erschließung neuer Gasfelder starkmachen - und argumentiert ausgerechnet mit dem Klimaabkommen von Paris. Umweltschützer sind entsetzt.

Von Michael Bauchmüller und Björn Finke, Berlin/Brüssel

Viel zu meckern hat die Bundesregierung am achtseitigen Entwurf für die Schlussfolgerungen des EU-Gipfels nicht - auf den ersten Blick und auf den ersten Seiten. Hier ein Wörtchen, da eine Streichung: So lesen sich die "DE comments" für das Abschlussdokument des zweitägigen Spitzentreffens, das am Donnerstagnachmittag in Brüssel begann. Aber dann kommt das Kapitel zu den Energiepreisen, und hier schlägt Berlin zu. Wenn Bundeskanzler Olaf Scholz am Donnerstag und diesen Freitag mit den 26 anderen Staats- und Regierungschefs verhandelt, hat er bei diesem Thema quasi in jeder Zeile Gesprächsbedarf.

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