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SZ Espresso:Das Wochenende kompakt - die Übersicht für Eilige

Nach dem Flugzeugabsturz im Iran

Menschen gehen in Teheran gegen die Regierung auf die Straße.

(Foto: dpa)

Was am Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Das Wochenende kompakt

Die Wut auf Teherans Straßen wächst. Nach dem Eingeständnis Irans, dass das ukrainische Flugzeug versehentlich abgeschossen wurde, ziehen Demonstranten durch die Hauptstadt und fordern den Rücktritt des geistlichen Führers Chamenei. Selbst aus konservativen Kreisen kommt scharfe Kritik, berichtet Paul-Anton Krüger. Teheran weiß jetzt, wo Trumps rote Linie verläuft, kommentiert Hubert Wetzel.

EXKLUSIV Giffey will den Jugendmedienschutz reformieren. Die Familienministerin will die Vorgaben dem Smartphone-Zeitalter anpassen. Durch die geplante Reform soll das "Interaktionsrisiko" für Kinder im Netz verringert werden, wozu etwa Hassreden gehören. Anbieter wie Instagram, Whatsapp oder Youtube, die mehr als eine Million Nutzer haben, sollen deshalb Vorsorgemaßnahmen ergreifen, damit Kinder Situationen mit hohem Risiko gar nicht erst ausgesetzt werden. Von Henrike Roßbach

Merkel trifft Putin in Moskau. Vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalation im Nahen Osten rücken Deutschland und Russland wieder enger zusammen. Vor allem bei der Deeskalation im Bürgerkriegsland Libyen scheinen die Kanzlerin und der russische Präsident einen Kompromiss finden zu wollen. In der Frage des Atomabkommens mit Iran als auch beim Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 stellen sich beide gemeinsam gegen US-Präsident Trump. Von Paul Katzenberger

SZ Plus: Klimaaktivistin Neubauer lehnt Siemens-Posten ab. Siemens-Chef Kaeser hatte ihr bei einem Gespräch über ein umstrittenes Kohleprojekt in Australien einen Sitz in einem Aufsichtsgremium des künftigen Unternehmens Siemens Energy angeboten. Doch Neubauer lehnte dieses Angebot ab. Warum das richtig war, aber beide Seiten trotzdem im Gespräch bleiben müssen, kommentiert Marc Beise.

Taiwans Präsidentin Tsai gewinnt Wiederwahl. Die 63-Jährige wurde mit 57 Prozent der Stimmen für eine zweite vierjährige Amtszeit wiedergewählt. Mit dem Votum sprachen sich die Taiwaner erneut gegen eine stärkere Annäherung an China aus, für die Tsais Herausforderer Han Kuo-yu eingetreten war. Er kam nur auf 38 Prozent. Von Lea Deuber

Frankreichs Regierung gibt sich im Streit über die Rentenreform kompromissbereit. Nach 38 Tagen Dauerstreik bewegt sich die Regierung. Sie zog den umstrittenen Plan zurück, dem zufolge Arbeitnehmer von 2027 an erst mit 64 Jahren anstatt mit 62 Jahren volle Altersbezüge erhalten sollten. Bis Ende April müssen sich nun die Sozialpartner auf alternative Vorschläge einigen, um die Finanzierung des Rentensystems dauerhaft zu sichern. Von Leo Klimm

3 aus 48 - Meistempfohlen am Wochenende

Diese Technik ist zu gefährlich. Überwachungskameras mit Gesichtserkennung werden verändern, wie die Menschen sich öffentlich bewegen. Die deutsche Politik setzt nun großflächig darauf - doch die Technik gehört verboten. Kommentar von Jannis Brühl

Handarbeiten aus Tierliebe. Wombat-Beutel, Fledermauswickel, Känguru-Taschen: Für die verletzten Tiere in Australien wird in der Community gerade heftig genäht und gestrickt. Von Jan Stremmel

"Mit Sicherheit reifer, als es die FDP ist." Politologe Wolfgang Merkel hält die Grünen heute für eine "Partei der gebildeten, höheren Mittelschichten". Warum sie trotzdem keine Volkspartei werden - und welchen Fehler sie vermeiden müssen. Interview von Jan Bielicki

SZ-Leser diskutieren​

Kann die Polizei auf Gesichtserkennung verzichten? NetFiddler ist der Meinung, die Polizei müsse unbedingt darauf verzichten, "weil diese Technologie mit den Prinzipien eines freiheitlichen Rechtsstaates unvereinbar ist". Todde1962 sieht keine andere Alternative: "Solange die Gesellschaft ist wie sie heute ist, so lange besteht die Notwendigkeit die Bürger dieses Landes maximal zu schützen." Neutral Subjektiv findet, die ständige Überwachung sei unverhältnismäßig: "Ich will mich in der Öffentlichkeit bewegen können, ohne beobachtet und analysiert zu werden. Da ist mein persönliches Freiheitsgefühl stärker, als mein Gefühl und Verlangen nach Sicherheit." Diskutieren Sie mit.