Umweltverschmutzung in der Türkei:Das Marmarameer schnappt nach Luft

Marmarameer, Türkei

Experten nennen das Phänomen "Meeres-Rotz": Die schleimigen Ausscheidungen einer Reihe von Mikroalgen bedecken die Meeresoberfläche und rauben den Meerestieren den Sauerstoff.

(Foto: Yasin Akgul/AFP)

Klimawandel und Verschmutzung lösen im östlichen Mittelmeer eine gigantische Algenplage aus. Und die Politik von Präsident Erdoğan könnte die Lage noch verschärfen. Experten warnen vor einer Umweltkatastrophe.

Von Tomas Avenarius, Istanbul

Auf den ersten Blick erregt es Ekel, auf den zweiten Wut, auf den dritten Zukunftsangst: Schleimiger, gräulich-weißer Glibber bedeckt das küstennahe Wasser, in den Häfen und an den Molen schaukeln die Schiffe und Boote im schmutzigen Schlick. Blaues Wasser ist über weite Strecken nicht mehr zu sehen. Der Schleim verklebt die Netze der Marmara-Fischer, ohnehin ist kaum noch Fisch da. Verschmutzt ist das Meer sogar rund um die berühmten Prinzen-Inseln: Die vier größeren der Inseln zählen zu den Ausflugsparadiesen Istanbuls.

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