AfD:Unter Verdacht

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1. Mai - Erfurt

Blickfang: Ein AfD-Anhänger mit Höcke-Foto und Deutschlandfahne demonstriert in Erfurt.

(Foto: Bodo Schackow/dpa)

Die AfD gibt sich gelassen, doch intern herrscht Angst. Manche sprechen gar von einer Existenzfrage. Denn dem radikalen "Flügel" der Partei droht eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

Von Markus Balser und Jens Schneider, Berlin

Björn Höcke will es nicht so gemeint haben. Etwa mit jenem Satz vom Mai 2016: "Ich will keine multikulturelle Gesellschaft, weil multikulturelle Gesellschaften multikriminelle Gesellschaften sind", sagte der AfD-Rechtsaußen bei einer Kundgebung in Paderborn. Für den Verfassungsschutz legt der Auftritt nahe, dass Höcke Angehörige fremder Kulturen "ihrer Natur nach für krimineller als Deutsche hält". So steht es im ersten Gutachten des Verfassungsschutzes, das vor gut einem Jahr über die AfD erstellt wurde. Es ist gespickt mit Aussagen, die das Amt für problematisch hält. 608-mal taucht allein Höcke auf, so oft wie kein anderer. Der von ihm angeführte ultrarechte "Flügel" wurde zum Verdachtsfall erklärt, wie auch die Jugendorganisation "Junge Alternative".

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