SZ-Kolumne "Bester Dinge":Butterbrett statt Butterbrot

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(Foto: justine_snacks/Tiktok)

Neuer Food-Trend auf Tiktok: Man schmiere Butter auf ein Brett und kratze sie dann mit einem Brot wieder ab. Ist das Quatsch oder doch eine feine Idee?

Von Violetta Simon

In den sozialen Medien geht gerade ein Food-Trend viral, der stutzig macht: das sogenannte Butterbrett. Zum einen lassen sich Menschen dafür freiwillig die Butter vom Brot nehmen. Zum anderen dürfen sie dabei ausgiebig mit dem Essen spielen. Menschen posten auf Tiktok Videos, auf denen sie ein Holzbrett mit Butter bestreichen, es mit Kräutern und anderen Zutaten garnieren und den Belag anschließend mit einem Brot abkratzen, um es zu verspeisen. Am Ende landet im Magen genau das: ein Butterbrot.

Ausgelöst worden sein soll der Hype durch ein Videorezept einer Foodbloggerin, das bisher mehr als 8,3 Millionen Mal angesehen wurde. Erfinder des Butterbrets ist laut einem Bericht des Independent der US-amerikanische Chefkoch Joshua McFadden - die Idee dahinter: der piefigen Abendbrotkultur und ihren Aufschnittplatten etwas Neues entgegenzusetzen, vor allem durch vegetarische Alternativen.

Neu dürfte die "Von hinten durch die Brust ins Auge"-Methode in jedem Fall sein. Und daran ist nicht das Geringste auszusetzen - angesichts steigender Energiepreise erscheint jede noch so abwegige Zubereitung begrüßenswert, solange sie ohne Ofen auskommt. Sollen die Leute sich doch jeden Tag ein Holzbrett mit Butter und Marmelade oder veganer Leberwurst beschmieren, Blütenblätter darauf verstreuen und mit einem Stück Brot wilde Bahnen darin ziehen, bevor sie es sich in den Mund schieben. Hauptsache, es hält sie davon ab, den Ofen anzuwerfen oder sich Essen zu bestellen.

Dass damit lediglich das spießige Abendbrot zurück ist, muss man ihnen ja nicht aufs Brot schmieren.

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