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Leute des Tages:Frisch wie Milch und Haferflocken

Jill Biden bekommt zweifelhafte Komplimente aus Deutschland, Matteo Salvini macht zweifelhafte Geschenke, und Kim Kardashian trägt ein zweifelhaftes Weihnachtsoutfit.

Joe Biden
(Foto: Andrew Harnik/AP)

Jill Biden, 69, designierte First Lady der USA, hat seltsame Komplimente aus Deutschland bekommen. Designer Wolfgang Joop, 76, sagte der Welt am Sonntag, Biden sei "der Gegentyp von Melania Trump, eine Meryl Streep mit der Frische von Milch und Haferflocken". Er möge ihr "schön gealtertes Gesicht" und bewundere ihre "wunderhübschen Zähne". Die scheidende First Lady Melania Trump, 50, habe auf ihn hingegen wie eine "große, stumme Barbiepuppe" gewirkt. "Sie war so seltsam blicklos mit ihren tiefliegenden, zu geschminkten Augen und den dicken Pelzwimpern."

Verfahren gegen Ex-Minister Salvini
(Foto: Valeria Ferraro/dpa)

Matteo Salvini, 47, italienischer Politiker, hat sich mit einem Weihnachtsgeschenk unbeliebt gemacht. Fotos im Internet zeigen den Chef der rechtspopulistischen Lega-Partei, wie er einer älteren schwarzen Frau eine Tasche mit Lebensmitteln überreicht, weil er sie für eine Obdachlose hält. Wie die Zeitung Repubblica berichtete, verlangte wenig später der Sohn der Frau, das Bild zu entfernen. Seine Mutter, die aus Äthiopien stammt, sei nicht obdachlos, Salvini sei ihr im Hof eines Wohnhauskomplexes nur zufällig über den Weg gelaufen. Dennoch müsse sie als Schwarze für die "Wohlfühlpropaganda" des Lega-Chefs herhalten, schrieb der Sohn auf Facebook.

(Foto: @kimkardashian/Instagram)

Kim Kardashian, 40, US-Realitydarstellerin, hat sich zu Weihnachten einen Sixpack zugelegt. Auf Instagram postete sie mehrere Fotos von den Feierlichkeiten im Familienkreis, auf denen sie eine dunkelgrüne Silikon-Korsage mit nachgeformten Bauchmuskeln trägt, dazu ein um die Hüfte geknotetes bodenlanges Seidentuch in Hellgrün. Ihre Ohrringe, auf denen sich edelsteinbesetzte Schlangen winden, haben die Größe von Christbaumkugeln. Ihre Kinder haben Schlafanzug-ähnliche Outfits an, Ehemann Kanye West fehlt auf den Fotos.

RICHARD GARRIOTT: MAN ON A MISSION, Richard Garriott, 2010. First Run Features/Courtesy Everett Collection First Run Fea
(Foto: Imago Images/Everett Collection)

Richard Garriott, 59, US-Weltraumtourist, hat Scottys Asche auf die ISS geschmuggelt. Die britische Zeitung The Times veröffentlichte ein vermutlich zwölf Jahre altes Video, das an Bord der Internationalen Raumstation aufgenommen wurde, wo Garriott zwölf Tage zu Gast war. In dem Clip richtet sich der Computerspiele-Millionär an den Sohn des Schauspielers James Doohan alias Scotty aus der Serie "Raumschiff Enterprise": "Mission erfüllt. Dein Vater hat es ins Weltall geschafft." Doohan war 2005 im Alter von 85 Jahren gestorben, sein letzter Wille war es, im Weltall beigesetzt zu werden. Garriott erzählte nun, er habe einen kleinen Teil der Asche von der Familie per Post erhalten und in drei Portionen laminiert, die er auf die ISS geschmuggelt habe. Eine Portion habe er ins All geworfen, eine unter einer Bodenverkleidung versteckt, die dritte hänge bei ihm zu Hause in Kalifornien.

(Foto: @lsjourneys/Twitter)

Edward Snowden, 37, US-Whistleblower, ist Vater eines kleinen Russen geworden. Seine Frau, die Akrobatin und Bloggerin Lindsay Mills, 35, veröffentlichte auf Twitter ein Foto des Paares mit Baby im Arm, dessen Gesicht mit einem Smiley unkenntlich gemacht wurde. Snowden kommentierte die Geburt seines Sohnes mit den Worten: "Das größte Geschenk ist die Liebe, die wir teilen." Das Kind erhält automatisch die russische Staatsbürgerschaft. Das Land hat dem Whistleblower nach seiner Flucht aus den USA ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht gewährt. Snowden und seine Frau bemühen sich ebenfalls um die russische Staatsbürgerschaft. Sie wollten nicht riskieren, von ihrem Sohn getrennt zu werden, hatte Snowden im Herbst gesagt.

Fotograf Jim Rakete wird 70
(Foto: Armin Weigel/dpa)

Jim Rakete, 69, Fotograf, arbeitet an der Verkleinerung seines ökologischen Fußabdruckes. Seinen Alltag bestimmten jetzt "Fahrrad und Gemüse, wann immer das möglich ist", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Mein Footprint ist noch mal kleiner geworden, und mein Auto schaut mich vorwurfsvoll an, weil ich es kaum noch nutze." Die Arbeit an seinem Kinofilm "Now" über die Klimabewegung habe ihn seinen Lebensstil überdenken lassen. Für die Dokumentation, die im vergangenen August erschien, fing Rakete Aktionen der internationalen Klimabewegung um Greta Thunberg und Luisa Neubauer ein.

© SZ/dpa/nas
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