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SZ-Podcast "Auf den Punkt":Zoo im Lockdown: Gelangweilte Primaten

Bald öffnen auch wieder die Zoos. Ein Gespräch mit dem Direktor des Tierparks Hellabrunn über zu motivierende Tiere und problematische Corona-Schnelltests.

Von Lars Langenau

Mittwoch werden wir wissen, wie und was in Deutschland wieder geöffnet wird. Doch es zeichnet sich ein konkreter Fahrplan für Lockerungen ab. Bald könnten in Regionen mit einem niedrigen Inzidenzwert Museen, Galerien und Zoos öffnen. Tierparks sind in Brandenburg bereits seit Mitte Februar wieder offen, seit Montag auch in Schleswig-Holstein.

Der Tierpark Hellabrunn in München ist nach dem ersten Lockdown im Frühjahr seit dem 2. November abermals geschlossen, sagt Rasem Baban. Als Zoodirektor ist er Herr über 19 0000 Tiere - und die sind gerade ziemlich einsam. Primaten etwa würden sich ohne Besucher langweilen. Der Betrieb des Tierparks würde pro Tag etwa 50 000 Euro am Tag kosten und die Besucher würden auch deshalb stark vermisst. Dabei habe sein Zoo längst ein spezielles Hygiene- und Betriebskonzept und unterscheide zwischen Innen- und Außenbereich. Wenn es denn bald zu der erhofften Öffnung kommt, dann werden aber die Streichelgehege weiter geschlossen bleiben. Die Umsetzung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vorgeschlagenen Schnelltests am Eingang sieht Baban kritisch und stelle viele weitere Fragen.

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