Studentenstadt Freimann:Opposition kritisiert hohen Leerstand

In Freimann stehen fast 1500 Wohnheimplätze leer. Grüne und SPD fordern von der Staatsregierung mehr Geld für studentisches Wohnen.

Angesichts des Leerstands Hunderter Apartments in der Studentenstadt Freimann kritisieren Grüne und SPD die Staatsregierung. Es sei "nicht überraschend, dass die Staatsregierung nichts gegen den Leerstand" unternehme, erklärt Verena Osgyan, hochschulpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion. "Das Interesse der Staatsregierung am studentischen Wohnen geht seit Jahren gegen Null." Die Grünen forderten seit Langem mehr Mittel für den Wohnheimbau. "Die Zahlen stagnieren hier seit Jahren."

In der "Stusta" stehen drei große Häuser leer, das vierte Haus mit 440 Plätzen soll Ende März komplett geräumt sein; dann werden fast 1500 Plätze ungenutzt sein. Der Leerstand ist Folge eines Sanierungsstaus und des Brandes im Roten Haus vor einem Jahr, bei dem eine Studentin starb. In Folge eines Brandschutzgutachtens ließ das Studentenwerk als Eigentümerin das größte Haus mit gut 600 Plätzen binnen weniger Monate räumen. Das Blaue Haus mit 246 Plätzen soll bis Dezember fertig sein. Für die Sanierung der drei anderen Gebäude gibt es laut Studentenwerk keinen Zeitplan und keine Finanzierung.

Ruth Waldmann (SPD) fordert die beiden neuen, fürs studentische Wohnen zuständige Minister zum Handeln auf: Hochschulminister Markus Blume und Bauminister Christian Bernreiter könnten "gleich beweisen, dass sie energisch zupacken können". Im nächsten Haushalt müsse mehr Geld für Wohnheimplätze eingeplant werden, fordert Waldmann: "Studentenwohnraum zu fördern, dessen Bau und Erhaltung zu finanzieren ist eine angestammte Aufgabe des Freistaats." Gerade in München, wo preiswerter Wohnraum sehr knapp sei.

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