Diskriminierung an Schulen:"Es muss klar sein: Es gibt ein Rassismusproblem"

Lesezeit: 4 min

Diskriminierung an Schulen: Lea Tesfaye unterstützt Familien, wenn Kinder in der Schule rassistisch beleidigt worden sind. "Die Betroffenen", sagt sie, "müssen sich immer rechtfertigen."

Lea Tesfaye unterstützt Familien, wenn Kinder in der Schule rassistisch beleidigt worden sind. "Die Betroffenen", sagt sie, "müssen sich immer rechtfertigen."

(Foto: Florian Peljak)

Ein Mädchen wird in einer Grundschule wegen seiner Hautfarbe beschimpft. Anstatt zu helfen, reden die Lehrer das Problem klein. Warum Schulen besonders anfällig sind für Diskriminierung - und was ein Münchner Verein Betroffenen rät.

Von Kathrin Aldenhoff

In den ersten Wochen war noch alles in Ordnung. Die Zwillingsschwestern kamen in die erste Klasse einer Münchner Grundschule, in zwei unterschiedliche Klassen. Sie gingen gerne zur Schule. Nach einigen Wochen aber ging nur noch eines der Kinder gerne zur Schule. Das andere Mädchen kam jeden Tag unglücklich nach Hause. Seine Lehrerin kontaktierte die Mutter: Das Kind habe keine Stifte dabei und mache keine Hausaufgaben. Die Mutter schickte ein Foto des mit Stiften gefüllten Federmäppchens. Wo die Stifte geblieben sind, hat sich bis heute nicht aufgeklärt. Die Mutter erlebte ihre Tochter als dünnhäutig, die Lehrerin sagte, das gibt sich.

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