Am Rande des Werksviertels:Neue Türme für den Ostbahnhof

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Am Rande des Werksviertels: Mit beruhigter Fassade: eine Simulation des überarbeiteten Entwurfs für ein Hochhaus-Ensemble an der Rosenheimer Straße 139 in Berg am Laim, nahe dem Ostbahnhof und dem Werksviertel.

Mit beruhigter Fassade: eine Simulation des überarbeiteten Entwurfs für ein Hochhaus-Ensemble an der Rosenheimer Straße 139 in Berg am Laim, nahe dem Ostbahnhof und dem Werksviertel.

(Foto: OSA/Nightnurse Images AG)

An der Rosenheimer Straße kann ein Hochhaus-Ensemble mit drei bis zu 65 Meter hohen Gebäuden entstehen. Die Stadtgestaltungskommission, die den ersten Fassaden-Entwurf noch abgelehnt hatte, stimmt dem Projekt nun zu.

Von Sebastian Krass

"Homogen und schön strukturiert": Die Worte des österreichischen Architekten Daniel Fügenschuh stehen exemplarisch für die breite Zustimmung, die die überarbeiteten Fassaden für ein Hochhaus-Ensemble an der Rosenheimer Straße in der Stadtgestaltungskommission gefunden haben. Die Architekten und Bauherren können das Projekt mit drei bis zu 65 Meter hohen Gebäuden nahe dem Ostbahnhof, zwischen Bahnunterführung und Friedenstraße, nun auf dieser Basis weiterplanen.

Das Unternehmen Art-Invest hatte das Grundstück an der Rosenheimer Straße 139 mit einem 13-stöckigen Bürogebäude aus den Siebzigerjahren sowie ein- und zweigeschossigen Anbauten im Jahr 2019 gekauft. Es beauftragte das Büro Ochs Schmidhuber Architekten (OSA) mit einer Neuplanung. Das Konzept sieht vor, das Bestandshochhaus im Kern zu erhalten, innen neu auszubauen und außen neu zu verkleiden. Daneben sollen zwei Neubauten mit 17 und 20 Etagen entstehen.

Am Rande des Werksviertels: So sah der Ursprungsentwurf für die Sanierung des bestehenden Gebäudes und den Neubau von zwei weiteren Hochhäusern an der Rosenheimer Straße 139 aus.

So sah der Ursprungsentwurf für die Sanierung des bestehenden Gebäudes und den Neubau von zwei weiteren Hochhäusern an der Rosenheimer Straße 139 aus.

(Foto: OSA/NightNurse Images AG)

Mit der ursprünglich geplanten, aber sehr unruhigen Fassade fiel OSA allerdings im Frühjahr bei der ersten Präsentation in der Stadtgestaltungskommission durch und wurde zu einer Überarbeitung verpflichtet. Diese hat das Büro nun in der ersten Kommissionssitzung nach der Sommerpause vorgestellt. "Für uns ist es ein wesentliches Thema, dass wir die Baukörper gliedern in geschlossene Boxen und offene Terrassen", so beschrieb OSA-Geschäftsführer Fabian Ochs das Gestaltungskonzept.

Mit der zweiten Version habe man "sauber aufgeräumte Baukörper" geschaffen. Ochs betonte zudem, man habe mit dem Ensemble "den Anspruch, besonders nachhaltig zu sein". Dazu trägt bei, dass durch den Erhalt des Bestandsgebäudes viel sogenannte graue Energie erhalten bleibt und somit CO₂-Ausstoß vermieden wird. Ochs führte zudem an, dass die Sonnenschutz-Lamellen aus Photovoltaik-Elementen bestehen sollten.

"Kompliment, dass Sie das Raster auf so eine interessante Art differenzieren", sagte in der Debatte der Architekt Christoph Sattler, der die Bayerische Akademie der Schönen Künste in der Stadtgestaltungskommission vertritt, "ich finde die Gebäude so sehr schön". In ihrem Fazit nahm die Kommission "die Überarbeitung zustimmend zur Kenntnis" und bat darum, das Projekt in einem späteren Stadium, wenn die Fassade ausgearbeitet ist, noch einmal vorgestellt zu bekommen.

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