Erste Anfänge in Ingolstadt und Landshut:Von der Hohen Schule zur Spitzenmedizin

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Erste Anfänge in Ingolstadt und Landshut: Große Tradition: das Allgemeine Krankenhaus um 1830, heute die Chirurgische Universitätsklinik an der Nußbaumstraße, in einer Zeichnung von Carl August Lebschée.

Große Tradition: das Allgemeine Krankenhaus um 1830, heute die Chirurgische Universitätsklinik an der Nußbaumstraße, in einer Zeichnung von Carl August Lebschée.

(Foto: Privatbesitz Prof. Locher)

Als die erste Universität in Altbayern im Jahr 1472 ihre Arbeit aufnimmt, beginnt auch die inzwischen 550 Jahre währende Geschichte der Medizinischen Fakultät an der Ludwig-Maximilians-Universität.

Von Stephan Handel

Der Herzog wollte dem Papst die Stadt schön schmackhaft machen: "Der Wein ist etwas teuer", schrieb Ludwig der Reiche 1458 an Pius II., "das Fleisch ist gut, das Brot vorzüglich und Fische liefert die Donau ebenso viel, als köstlich". Die Pest suche die Stadt nur selten heim, und rundherum seien Wälder, in denen könne man spazieren gehen. Der Brief war natürlich ein Bittbrief, der Herzog ersuchte um die Erlaubnis, in Bayern eine "Hohe Schule", also eine Universität gründen zu dürfen. Das Privileg wurde 1459 erteilt, aber dann ging dem Herzog das Geld aus, sodass es bis ins Jahr 1472 dauerte, bis die erste Universität in Altbayern wirklich ihre Arbeit aufnahm, mit den Fachrichtungen Rechtswissenschaften, Theologie, Medizin und "Artes liberales", eine Art Vorbereitung auf das Philosophiestudium. Das Ganze geschah in Ingolstadt - dennoch nimmt sich die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München das Recht, in diesem Jahr ihr 550-jähriges Bestehen zu feiern.

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