:Warum Hamburgs Schutzgöttin mitten in München ausgestellt wird
Eine Statue der Hammonia reckt das Wappen der Hansestadt nun zeitweise im Kaufhaus Oberpollinger empor. Was hinter der Aktion steckt und warum sich für Münchner eine womöglich einmalige Gelegenheit ergibt.
Produzent Thomas Wöbke
:Der Mann hinter „Jenseits der Stille“, „Crazy“ und „September 5“
Thomas Wöbke steht lieber hinter der Kamera als davor: Nun erhält der seit Jahrzehnten erfolgreiche Produzent den Filmpreis der Stadt München. Wer ist der Mann der vielen Kino-Hits?
Geschichte Münchens
:Der OB, der die Nazis unterschätzte – bis sie ihn aus dem Amt jagten
Karl Scharnagl war Münchens letzter Oberbürgermeister vor der Herrschaft der NSDAP – und der erste danach. Vor 100 Jahren kam er zum ersten Mal ins Amt. Über einen Politiker mit Schattenseiten.
Big Apple in der Leopoldstraße
:Der Club, der München cool machte
Im Schwabinger Big Apple wurde wild gefeiert: Uschi Obermaier verdrehte Männern den Kopf, Jimi Hendrix gab ein legendäres Konzert – und mittendrin war Ulrich Handl mit seiner Kamera. Erinnerungen an einen besonderen Ort, der vor 50 Jahren verschwand.
Sicherheit
:Als die Münchner Stadtpolizei abgeschafft wurde
Vor 50 Jahren wird die kommunale Polizei in die bayerische Landespolizei integriert. Den Schritt begleiten viele Bedenken. Erinnerungen eines Polizisten, der noch das Münchner Kindl auf der Uniform trug.
Gedenken an den 9. November 1938 in München
:„Das klirrende Glas. Der Brandgeruch. Das allgegenwärtige Geschrei“
München gedenkt des 9. Novembers 1938. Die zentrale Veranstaltung findet dort statt, wo die NS-Elite vor 87 Jahren das Signal zur Hatz auf die Juden gegeben hat: im Saal des Alten Rathauses.
Sportartikelmesse in München
:Als bei der Ispo noch die Korken knallten
Über viele Jahrzehnte war die Ispo in München ein Ort, an dem sich die Sportprominenz zeigte. Die Stände glichen Konsum-Kathedralen. Und am Abend wurden die Lautstärkeregler hochgefahren und exzessiv gefeiert. Doch das war einmal.
Förderung des Freistaats
:Geld für Eiskanal, Verkehrsverbund und Römermuseum
Augsburg darf sich über finanzielle Unterstützung aus der Staatskanzlei für drei zentrale Zukunftsprojekte freuen.
Geschichte
:Als Homosexuelle in München gnadenlos verfolgt wurden
Vor 400 Jahren ereignet sich eine Tragödie in der Stadt: Der 18-jährige Alexander Moser wird mit einem Jungen erwischt und hingerichtet – obwohl die Stadt das Urteil zu hart findet.
Neuer Dokumentarfilm geplant
:Als Münchens Jugend rebellierte
Mit dem Film „Ruinenschleicher und Schachterleis“ über das München der Nachkriegszeit war dessen Machern ein Überraschungserfolg geglückt. Nun planen sie ein Nachfolgeprojekt.
80 Jahre Wasserwacht München
:Eine Institution an der Isar
Hunderte erfolgreiche Einsätze, geborgene Weltkriegsmunition und eine abgebrannte Wachstation: Seit 80 Jahren ist die Wasserwacht Mitte am Fluss im Einsatz und blickt auf eine turbulente Geschichte zurück.
Klenze und Gärtner
:Wie Ludwig I. seine Architekten gängelte
Ludwigstraße, Königsplatz, Residenz: Unter König Ludwig I. wurde München im 19. Jahrhundert zum „Isar-Athen“ umgebaut. Vor allem zwei Architekten profitierten von den Großaufträgen, mussten dafür aber auch einiges hinnehmen.
175 Jahre Bavaria
:Ein Inbegriff von Bayerns Freiheitsliebe
Vor 175 Jahren wird an der Theresienwiese die Bronzestatue enthüllt. König Ludwig I. zeigt sich bewegt – doch ihre Erbauer haben manchmal den „bittern Becher der Verzweiflung“ gekostet.
80 Jahre SZ
:Journalismus als Antifaschismus - das war die Idee
Vor genau 80 Jahren erscheint die erste Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“. Gedruckt und gearbeitet wird in einem zerstörten Verlagshaus. Der Auftrag der US-Militärregierung an die Journalisten lautet, aus den Deutschen Demokraten machen. Doch die SZ tut sich zunächst schwer mit der Vergangenheit.
Bürgerentscheid
:Warum München der richtige Ort für Olympia ist
Die bayerische Hauptstadt will sich wieder für Olympische Spiele bewerben – und ist darüber gespalten. Dabei reicht ein Blick ins Jahr 1972, um zu sehen: Hier könnte ein Gegenentwurf zur olympischen Gigantomanie entstehen.
Oktoberfest-Fakten
:Was selbst Münchner nicht über die Wiesn wissen
Welcher Bürgermeister rief "Izapft os"? Wer bringt den Löwen zum Brüllen - und was macht die Bierpolizei? Drehen Sie ein paar Runden in unserem Oktoberfest-Generator!
Ehrung für Charlotte Knoblochs Vater
:München benennt Straße nach Fritz Neuland
Fritz Neuland legte nach 1945 den Grundstein für einen Neubeginn jüdischen Lebens in München. Nun würdigt die Stadt den Vater von Charlotte Knobloch, indem sie einer Straße in der Altstadt seinen Namen gibt.
Tag des Friedens
:Warum das „Peace“ in Greenpeace wieder mehr im Fokus steht
Robert Fritsch von Greenpeace bietet jetzt Führungen zur NS-Vergangenheit Münchens an und erklärt, wie Demokratie und Umweltschutz zusammenhängen.
Vor dem Bürgerentscheid
:Endspurt der Olympia-Kontrahenten
Die Befürworter und die Gegner einer Olympia-Bewerbung rüsten sich für die entscheidende Phase: In wenigen Wochen stimmen die Münchner ab, und schon in den kommenden Tagen erhalten alle Wahlberechtigten Post.
Rettung vor 40 Jahren
:Warum das Prinzregententheater beinahe einem Supermarkt weichen musste
Wird das Prinze zur Ausweichstätte für die Sanierungsfälle Residenztheater und Nationaltheater? Es wäre nicht das erste Mal. Dass das Münchner Haus überhaupt noch existiert, verdankt es einem Mann – und dessen gewiefter Salami-Taktik.
Michael Georg Conrad
:Der Urvater der Schwabinger Boheme
Michael Georg Conrad lehnt sich Ende des 19. Jahrhunderts gegen das künstlerische Establishment auf und begründet die Münchner Avantgardekultur. Doch er hat auch eine dunkle Seite. Ein Porträt.
Aufarbeitung des Olympia-Attentats
:Historiker finden Teil des zerstörten Hubschraubers
Zwölf Menschen kamen beim Olympia-Attentat 1972 ums Leben, doch viele Fragen zum Ablauf des Anschlags und den Hintergründen sind noch immer offen. Eine Kommission von Wissenschaftlern versucht, Antworten zu finden – und stößt dabei nicht nur auf unbekannte Akten.
Architektur
:Die Dynastie der Schöngeister
Die Familie Hildebrand-Braunfels hat über vier Generationen München geprägt – und sie tut es weiterhin. Ein Rundgang von der Pinakothek der Moderne bis zur Staatskanzlei.
Grünwald und Pullach
:Die ganz spezielle Melange des Münchner Südens
Steueroase, Showbiz und Schlapphüte: Grünwald und Pullach sind deutschlandweit bekannt und mit vielen Klischees behaftet. Was trifft zu, was nicht? Eine Annäherung an den Geist der beiden Münchner Vororte zwischen Vorurteil und Wirklichkeit.
Historien-Roman „Lehmbarone“
:Münchner Schicksale, auf Ziegeln gebaut
Unter König Ludwig I. erlebte München einen Bau-Boom, das verhalf den Besitzern einer Ziegelei zu großem Ansehen. In ihrem Roman „Lehmbarone“ schildert Elisabeth Schinagl das Leben der Familie Seidl-Selmayr und ihre raue Zeit.
Münchner Drogen-Geschichte(n)
:Eine Stadt im Rausch
In München wird schon sehr lange gekifft, gespritzt und geschnupft. Selbst Drogenboss Pablo Escobar hat hier vermeintlich für Schlagzeilen gesorgt. Ein erstaunlicher Streifzug durch die Jahrzehnte.
„NOlympia“
:Die Gegner der Münchner Olympia-Bewerbung formieren sich
„NOlympia“ ist zurück: Mehrere Parteien und Umweltverbände wollen Sommerspiele in der Stadt verhindern. Wie sie argumentieren – und was die Befürworter dagegenhalten.
Buch „Osteuropäisches München“
:Warum Franz Brückl im Land der Täter blieb
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten mehr als 100 000 Displaced Persons in München, viele von ihnen aus Osteuropa. Ein Buch zeigt, mit welchen Schwierigkeiten die Überlebenden des Nazi-Terrors zu kämpfen hatten – und warum manche trotzdem blieben.
Architektur
:Das Münchner Olympiastadion – die unvollendete Schönheit
Das Zeltdach ist weltberühmt, hat aber einen Makel: Seit 53 Jahren sitzt fast die Hälfte der Zuschauer im Regen. Dabei war der Bau eines Ostdachs einst beschlossene Sache – und trotzdem wurde daraus nichts. Die Chronik eines vergessenen Projekts.
München 1972
:Das olympische Erbe muss dringend saniert werden
Ein 1,6 Kilometer langes Röhrensystem zieht sich in bunten Farben durch das Olympische Dorf. Einst standen die „Media-Linien“ für Aufbruchstimmung, doch viel ist davon nicht geblieben. Jetzt suchen die Verantwortlichen nach Geld für eine Wiederherstellung.
Geschichte im Landkreis Fürstenfeldbruck
:Gedenken an das Olympia-Attentat von 1972
Am 5. September wird vor dem Haupttor des Fliegerhorstes der Opfer des Anschlags gedacht, eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung möglich.
Sanierung des Maximilianeums
:„Sie sehen etwas, das seit 150 Jahren niemand gesehen hat“
Auf dem Areal des bayerischen Landtags stießen Bauarbeiter schon auf Modelleisenbahnen von Königen und Waffen aus der NS-Zeit. Was jetzt bei der Sanierung der Katakomben zutage tritt.
Zum 250. Geburtstag des Philosophen
:Schelling und München – eine besondere Beziehung
Friedrich Schelling galt seinerzeit als Vordenker in philosophischen Fragen. Mit Hegel und Hölderlin teilte er sich zur Studienzeit eine Stube, später wurde er zum wohl bedeutendsten Philosophen Münchens. Rund 28 Jahre lebte und wirkte er in der Stadt. Nun wird er dort mit einem Projekt geehrt.
NS-Terror in Stadelheim
:Abschiedsbriefe aus der Todeszelle
Vor der Hinrichtung schrieben Opfer des NS-Regimes letzte Worte an ihre Angehörigen – aber die Haftanstalt schickte sie nicht weiter. Nun soll die Suche nach den Hinterbliebenen beginnen, damit die Briefe doch noch ankommen.
Neues Buch von Historiker Mark Walker
:Wie nah Hitler dem Bau der Atombombe war
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs spitzte sich das atomare Wettrüsten mit den USA zu. Wie die Nazis unterlagen, beschreibt der Historiker Mark Walker eindrucksvoll – und wirft hochaktuelle Fragen nach der Verantwortung der Wissenschaft auf.
100 Jahre nach der Erstveröffentlichung
:Sollte man Hitlers „Mein Kampf“ heutzutage lesen?
Am 18. Juli 1925 erschien der erste Band von Adolf Hitlers zentraler Schrift. Durch ein jahrzehntelanges Nachdruckverbot erlangte sie eine fast mythische Aura. Historiker Christian Hartmann erklärt die Brisanz des Buches, warum selbst Nazis es vermutlich nicht mehr lesen und welche Aspekte noch heute interessant sind.
80 Jahre Israelitische Kultusgemeinde
:Das jüdische Wunder von München
Nur 68 Tage nach Ende des Holocaust gründen Überlebende die Israelitische Kultusgemeinde neu. In der früheren „Hauptstadt der Bewegung“ floriert das jüdische Leben mit eigenen Zeitungen, einem Gymnasium – und einem „Palästina-Express“.
Bewerbung um Sommerspiele
:Münchens Olympia-Ambitionen und ihre Folgen für den Verkehr
Die Bewerbung um Sommerspiele sollte bei einer Debatte des Verkehrsclubs Deutschland unter dem Titel „Fluch oder Segen?“ diskutiert werden. Der Abend geriet dann jedoch recht einseitig.
Ignaz von Döllinger
:Der Priester, der sich mit dem Papst anlegte
Der katholische Theologe Ignaz von Döllinger war ein Streiter gegen den Judenhass seiner Zeit – und war doch selbst nicht frei davon. Dem Oberhaupt seiner Kirche sprach der Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität die Unfehlbarkeit ab.
Thomas Mann
:1-A-Zitate für München-Verächter und München-Verehrer
Wer die Stadt schlechtreden will, bedient sich bei Thomas Mann. Wer es gut meint mit ihr, findet jedoch auch wunderbare Sätze des Schriftstellers. Was denn nun?
Gedenkfeier für Theodoros Boulgarides
:„Es ging nie wirklich um Aufklärung, es ging um Vorurteile“
200 Menschen solidarisieren sich vor dem Karlstor mit den Opfern rassistischer Anschläge. Mandy und Michaela Boulgarides, die Töchter des Münchner Mordopfers, üben harsche Kritik an den Sicherheitsbehörden und der Presse.
Mit Hoheiten und bei viel Sonne
:So feiert München sich und seinen 867. Stadtgeburtstag
In der Altstadt können sich Besucher bis ins Mittelalter treiben lassen. Besonders beliebt ist ein goldener Thron am Marienplatz.
Gastronomie in Bayern
:Diese historischen Biergärten sind einen Besuch wert
An kaum einem Ort spürt man das bayerische Lebensgefühl so unmittelbar wie im Biergarten. Mittlerweile stehen einige von ihnen sogar unter Denkmalschutz. Wo es sich besonders schön historisch einkehren lässt.
Blick in ein unbekanntes Archiv im Haus der Kunst
:Wie die Künstler Hitlers Lieblingsmuseum eroberten
Es gibt ein „Archiv der Ausstellungsleitung“ im Haus der Kunst, das bisher kaum Beachtung gefunden hat. Dieser Schatz enthält Quellen aus den Jahren 1948 bis heute. Forscher und Künstler haben sich des Themas jetzt angenommen.
München
:Im siebten Wursthimmel
Champions League, Nations League, München durchlebt gerade ein kleines Sommermärchen. Man grummelt ja gern, aber wenn Sportler kommen, zeigt sich die Stadt von ihrer allerwärmsten Seite. Vorsicht, verlieben sie sich hier gerade wieder in die olympische Idee?
Stadtleben
:Wofür die Münchner Schlange stehen
Ob Kult, Hype oder existenzielle Not: Für manche Dinge sind die Menschen bereit, lange anzustehen. Wer sich in der Stadt wofür anstellt oder angestellt hat – und warum. Eine Betrachtung in Bildern.
Wandel bei der Straßenbahn
:Die letzte Fahrt der Münchner Trambahnschaffner
Fast 100 Jahre lang verkaufen Schaffner in Straßenbahnen Fahrscheine, helfen den Fahrgästen oder verstören sie durch grobes Benehmen. Doch am 30. Mai 1975 endet die Zeit des fast schon legendären Berufsstands.
Olympia-Bewerbung
:Dabei sein wäre alles
Wer darf als deutscher Kandidat für Olympische Sommerspiele ins Rennen gehen? Vier Städte und Regionen bewerben sich als Gastgeber. Womit Berlin, Hamburg, München und die Region Rhein-Ruhr punkten wollen.
Fundstücke der alten Hauptsynagoge München
:„Das ist, als ob die Vergangenheit noch mal rüber winkt“
1938 reißen die Nazis die prachtvolle Münchner Hauptsynagoge ab, Jahre später werden die Trümmer achtlos in der Isar entsorgt. Im Sommer 2023 werden sie entdeckt – ein spektakulärer Fund. Welche Erkenntnisse seither gewonnen wurden und wie es weitergeht.
Geschichtsbild
:Olympia in München
Vor mehr als 50 Jahren richtete Bayerns Landeshauptstadt die Spiele aus. Es war ein Fest – bis das Attentat auf die israelische Mannschaft alle entsetzte. Nun will sich die Stadt erneut bewerben.