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Laim:Wie man in Corona-Zeiten eine Bombe entschärft

Bei S-Bahn-Bauarbeiten in Laim wurde womöglich eine Fliegerbombe gefunden. Am kommenden Sonntag soll sie entschärft werden - doch das wird kompliziert.

Wie organisiert man eine Evakuierung in Zeiten von Corona? Mit dieser Frage muss sich derzeit der städtische Krisenstab beschäftigen: Bei den Bauarbeiten zur S-Bahn-Stammstrecke in Laim gibt es den Verdacht auf Fund einer Fliegerbombe, die vermutlich entschärft werden muss. Dies berichtete der Leiter des städtischen Krisenstabs, Wolfgang Schäuble, am Mittwoch dem Stadtrat.

Für die Entschärfung müssen 2500 Menschen ihre Wohnungen verlassen, davon etwa 300 Seniorinnen und Senioren, auch ein Wohnheim, in dem 20 Menschen mit Behinderung leben, liegt im Umgriff. "An sich ist das eine kleinere Evakuierung, die auch sonst nicht besonders herausfordernd ist", sagte Schäuble. Die Corona-Umstände hingegen machten es "ein bisschen ungemütlich".

Es gilt, die Fragen zu klären: Wann und wie bekommt man das möglichst sicher für die Menschen und mit möglichst wenigen Störungen für den Zugverkehr hin? Inzwischen hat der Krisenstab in Absprache mit dem Freistaat einen Tag festgelegt. Am Sonntag, 3. Mai, sollen Evakuierung und Entschärfung über die Bühne gehen.

Für Menschen, die etwa auch bei Regen nirgendwo anders unterkommen können, soll die Olympiahalle geöffnet werden, berichtete Schäuble. Dort sei genug Platz, um Sicherheitsabstände einzuhalten. Das Kreisverwaltungsreferat arbeite mit der Olympiapark GmbH an den nötigen Auflagen. Es soll auch Shuttlebusse geben, die nur mit Mund- und Nasenschutz betreten werden dürfen.

© SZ.de/fema/amm

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