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Milbertshofen:Hochpunkt für den Norden

Neues Hochhaus Mingard der Hammer AG in Milbertshofen

So soll das Hochhaus am Hufelandplatz aussehen. Visualisierung: Forbes Massie/Mo

Am neuen Hufelandplatz entsteht ein Gebäude mit 16 Etagen - darin Büros, Hotel und Fitnessstudio sowie eine Bar auf dem Dach. Fertig soll der Komplex im Jahr 2026 sein.

Von Lea Kramer

Im Münchner Norden werden die Planungen rund um das Gelände des Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) der BMW Group immer konkreter. Am neuen Hufelandplatz wird ein 16-stöckiges Hochhaus entstehen. Darin sollen Büros, ein Hotel sowie ein Fitnessstudio Platz finden.

Das sogenannte Mingard ist das Ergebnis eines von der HUF4 GmbH Co. KG ausgelobten Architekturwettbewerbs. Das Joint Venture aus der Immobiliengesellschaft Hammer AG und einem von der GLL für die Bayerische Versorgungskammer gemanagten Investmentfonds hat das knapp 40 Hektar große Gelände an der Hufeland- und der Knorrstraße im Jahr 2017 erworben. Dort wird im ersten Bauabschnitt ab 2024 ein neues Gewerbe- und Büroquartiert entstehen. Im Zentrum der Planung steht ein an die 60 Meter hohes Gebäude am Hufelandplatz, der künftig das FIZ mit dem Rest von Milbertshofen verbinden soll.

Das Konzept für das Hochhaus stammt von dem Londoner Architekturbüro Morris & Company in Zusammenarbeit mit Kirchberger & Wiegner Rohde aus Berlin. Dem Entwurf nach soll im Erdgeschoss des Gebäudes Platz für den Einzelhandel sein, darüber für ein siebengeschossiges Hotel. Zudem sind mehr als 10 000 Quadratmeter Bürofläche darin vorgesehen.

Von ihren Arbeitsplätzen aus sollen die Arbeitenden einen freien Blick auf die Stadt sowie die Alpen genießen können. Durch private Außengärten und Terrassen soll viel Tageslicht in den Gebäudekomplex gelangen. Auf einer großen Dachterrasse wird zudem eine öffentlich zugängliche Bar entstehen.

Geplant ist, dass der Hochpunkt 2026 fertiggestellt ist. "Wir freuen uns sehr darauf, mit unserer bislang größten paneuropäischen Kollaboration beginnen zu können", sagt Ed Blake von Morris & Company. Dieses einzigartige Gebäude könne zu einem der neuen Wahrzeichen Münchens werden.

Vor gut einem Jahr hat die Hammer AG eine weitere Immobilie in unmittelbarer Nähe gekauft. Dabei handelt es sich um ein altes Gewerbegelände am Anton-Ditt-Bogen 19 und 21 aus den 1970er-Jahren. Das Areal wird momentan von BMW für Forschung und Entwicklung genutzt. Der Autobauer selbst hat bisher etwa eine Milliarde Euro in sein Projekt "FIZ Future" investiert. Im Herbst hat das Unternehmen nach drei Jahren Bauzeit mit dem FIZ Nord den ersten Abschnitt seines Innovationsstandorts eröffnet. 4800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dort Platz. Insgesamt plant BMW bis zum Jahr 2050 in München 15 000 neue Arbeitsplätze.

© SZ vom 09.04.2021/infu
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