Coronavirus:Impfstoff in München wird knapp

Lesezeit: 2 min

Impfboom auf der Thersienwiese

Großer Andrang herrschte unter anderem auf der Theresienwiese.

(Foto: Catherina Hess)

Vor den Impfzentren bilden sich lange Schlangen, in Riem musste sogar die Polizei die Lage beruhigen. Erst für Dienstag wird die nächste Lieferung erwartet.

Von Kathrin Aldenhoff

Bis zum Wochenende werden vermutlich verschiedene Impfaktionen in München ausfallen. Das teilte das Gesundheitsreferat der Stadt am Donnerstag mit. Grund sei, dass der Impfstoff in den oberbayerischen Lagern knapp werde, weil es eine stark gestiegene Nachfrage nach Erst- und nach Auffrischungsimpfungen gebe. Auch das Impfzentrum Riem habe auf seine Bitten um Nachlieferungen bislang eine abschlägige Mitteilung erhalten. Am Dienstag wird die nächste reguläre Lieferung erwartet.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek wies den Vorwurf zurück. "Einen Impfstoffmangel gibt es an sich keinen", sagte er am Donnerstag. Wenn es an einigen Orten Engpässe gebe, basiere das auf logistischen Problemen.

Aufgrund der hohen Nachfrage sei es am Mittwoch an allen Impfstationen in München zu langen Wartezeiten gekommen, teilte das Gesundheitsreferat mit. An der Theresienwiese zum Beispiel war die Schlange schon vormittags lang, wer pünktlich zur Öffnung der Impfstation um 9 Uhr kam, wartete etwa zwei Stunden, bis er die Impfstation geimpft wieder verließ. Nach Angaben des Gesundheitsreferats warteten Impfwillige auch im Impfzentrum Riem tagsüber bis zu zwei Stunden und im "Late Night"-Betrieb sogar bis zu vier Stunden. Mittwochs kann man sich dort bis 21 Uhr impfen lassen. Es seien kurzfristig weitere Ärztinnen und Ärzte sowie medizinische Fachangestellte und Verwaltungskräfte eingesetzt worden, trotzdem sei es zu den langen Wartezeiten gekommen.

Für Riem empfiehlt es sich, einen Termin zu vereinbaren

Von 19.30 Uhr an wurden nur noch Impfwillige mit Termin in die Halle des Impfzentrums Riem gelassen, alle anderen wurden weggeschickt. Dabei sei es seitens der Wartenden auch zu Beschimpfungen und Beleidigungen des Personals gekommen, teilte das Gesundheitsreferat mit. Die Polizeiinspektion Riem kam zu Hilfe, um die Lage zu beruhigen. Im Impfzentrum sei unterdessen weiter geimpft worden - sogar bis zwei Stunden nach der offiziellen Schließzeit um 21 Uhr.

Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek forderte alle Münchnerinnen und Münchner, die sich im Impfzentrum Riem impfen lassen wollen, auf, online über www.impfzentren.bayern einen Termin für die Impfung zu vereinbaren. "Dann können Sie sicher sein, dass Sie auch wirklich geimpft werden", sagte Zurek. "Das Impfzentrum Riem hat einen gesonderten Zugang für Menschen mit Terminvereinbarung eingerichtet, so dass Sie auch schneller dran kommen." Für die anderen Standorte in München, an denen geimpft wird, etwa am Marienplatz, auf der Theresienwiese und in den Pasing Arcaden, können keine Termine vereinbart werden.

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